Hochreaktiv: Wenn deine Gefühle Achterbahn fahren

Teilen oder merken

Hochreaktiv zu sein, ist bei hochsensiblen Menschen sehr häufig. Doch das muss nicht so bleiben.

Stell dir vor, du bist ein hochsensibler Mensch. Die Welt um dich herum ist wie ein Orchester, das völlig aus dem Takt geraten ist. Jeder Ton, jeder Geruch, jedes Bild hämmert auf deine Sinne ein. Die Straße wird zur Symphonie des Chaos: Hunde bellen, Vögel kreischen, Autos hupen, Kinder schreien, die Straßenbahn quietscht, Telefone klingeln. Dazu noch die grelle Sonne und das bunte Treiben – es ist zum Aus-der-Haut-Fahren!

Dein erster Gedanke: Nichts wie weg! Ab in eine Oase der Ruhe, wo sanftes Licht die Schönheit der Umgebung betont, wo Duft, Tempo und Temperatur im Einklang sind und deine Sinne endlich zur Ruhe kommen können.

Aber Vorsicht! Der Teufel steckt im Detail. All diese Eindrücke, denen du dich manchmal auslieferst, sind nicht der eigentliche Grund deines Leidens. Sie sind nur der Auslöser. Ob und wie intensiv du tatsächlich leidest, hängt von deinen Reaktionen auf diese Auslöser ab.

Bist du hochreaktiv?

Wenn du bei jedem „Zuviel“, „Zuwenig“ oder „Zuhell“ sofort aus der Bahn geworfen wirst, bist du wahrscheinlich hochreaktiv. Das bedeutet, du kannst nicht anders, als sofort auf alles zu reagieren, das nicht deinen Bedürfnissen entspricht.

Wenn sich Hochsensibilität mit Hochreaktivität paart, steht dem Leiden Tür und Tor offen. Um es unverblümt zu sagen: Du hast die Arschkarte gezogen. Aber keine Sorge, es gibt Wege, damit umzugehen.

Die Palette der Reaktionsmöglichkeiten bei Hochreaktivität

Aber keine Panik! So zu reagieren, ist nicht die einzige Möglichkeit. Lass uns einen Blick auf die Palette der Reaktionsmöglichkeiten werfen:

  1. Hochreaktiv
  2. Reaktiv
  3. Schwachreaktiv
  4. Nonreaktiv

 

Wie kannst du mit Hochsensibilität und Hochreaktivität umgehen?

Es gibt zwei Stellschrauben, an denen du drehen kannst, um das Leiden zu regulieren:

  1. Der Umgang mit den Reizen des Alltags
  2. Die Handhabung deiner Reaktion darauf
 

Lass uns diese Reaktivitäten genauer unter die Lupe nehmen:

Hochreaktivität im Alltag

Das ist, als würdest du in einem Boot ohne Ruder auf stürmischer See treiben. Du hast keine Möglichkeit, die Reize zu beeinflussen oder deine Reaktion darauf zu steuern. Alles erscheint einfach zu viel, und der einzige Ausweg scheint der Rückzug zu sein. Im schlimmsten Fall kann das zur Arbeits- und Beziehungsunfähigkeit führen und in sozialer Verarmung enden. Hochreaktiv zu sein, bedeutet, ständig auf äußere Reize übermäßig zu reagieren.

Reaktivität im Vergleich zur Hochreaktivität

Hier hast du zumindest ein kleines Ruder in der Hand. Du bist dir der Reize etwas bewusster und kannst manche sogar vermeiden oder ausblenden. Stell dir vor, du gehst durch die Stadt: Du setzt eine Sonnenbrille auf, hörst Musik über Kopfhörer oder wählst eine ruhigere Route.

Bei der Arbeit richtest du dir vielleicht ein Einzelbüro ein oder arbeitest im Homeoffice. In Beziehungen stellst du klare Regeln auf, um deine Bedürfnisse zu erfüllen – sei es durch eine Fernbeziehung, Teilzeitbeziehung oder indem du dir bestimmte Tage allein gönnst.

Aber Achtung: Wenn dein System gefordert wird, hast du immer noch wenig Chance, nicht zu reagieren. Es wird dir weiterhin schnell alles zu viel, wenn es nicht nach deinen Regeln geht.

Schwachreaktivität als Weiterentwicklung der Hochreaktivität

Jetzt wird’s spannend! Hier hast du ein stabiles Boot und kennst die Strömungen. Du weißt genau, was du brauchst, und kannst dein Leben langfristig danach gestalten. Du hast Methoden gelernt, deine Reaktionen zu steuern, und kannst geduldig und konsequent ein Leben um deine Hochsensibilität herum aufbauen.

Hilfreiche Methoden sind zum Beispiel:

Diese Techniken schaffen eine Distanz zwischen den Reizen des Alltags und dir als Wahrnehmende. So musst du auf auslösende Reize immer weniger reagieren. Mehr zu Entspannungstechniken für Hochsensible findest du in unserem Artikel Meditation.

Nonreaktivität: Das Ziel der Hochreaktivität

 

Das ist die Königsklasse! Du hast absolute Freiheit und immer die Wahl. Du kannst dich mitten ins Leben stürzen und trotzdem jederzeit die Distanz zum Erlebten halten. Es spielt keine Rolle mehr, in welchen Situationen du dich befindest, weil du deine Reaktionen kontrollieren und auf ein Minimum reduzieren kannst.

Als hochsensibler Mensch wirst du zwar immer noch wahrnehmen, was für dich unstimmig ist, aber du bist nicht mehr in „Gefahr“. Dein Befinden hängt nicht mehr von den äußeren Umständen ab.

Der Schlüssel dazu? Stille, beobachtende Meditation. Wenn du darin eine gewisse Tiefe erreichst, gelangst du ins Hochbewusstsein. Von dort aus kannst du als hochsensibler Mensch offen und mit einer wunderbaren Leichtigkeit durchs Leben gehen.

Mehr zum Thema Meditation für Hochsensible erfährst du in unserem Artikel: Meditation als Weg zur inneren Ruhe.

Der Weg von der Hochreaktivität zur Nonreaktivität ist wie eine Reise vom stürmischen Meer zu einem ruhigen See. Es braucht Zeit, Geduld und Übung, aber es lohnt sich. Mit den richtigen Werkzeugen und Techniken kannst du lernen, deine Hochsensibilität als Geschenk zu sehen und nicht als Last. Hochreaktiv zu sein, bedeutet nicht, dass du für immer in dieser Zustandsform bleiben musst. Du kannst Wege finden, diese Hochreaktivität zu managen und zu transformieren.

Denk daran: Du bist nicht allein auf dieser Reise. 

Es gibt viele Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen. Tausche dich aus, suche dir Unterstützung und sei geduldig mit dir selbst. Schritt für Schritt kannst du lernen, die Welt mit all ihren Reizen zu umarmen, ohne von ihnen überwältigt zu werden.

Herzlichst
Anne

 

🟢 Leide nicht länger unter Stress durch Hochsensibilität!

Dieses geniale Workbook hat schon tausenden Menschen geholfen.

 
 

 

Mehr zum Thema

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bleib auf dem Laufenden:

Aber Vorsicht, unsere E-Mails können dein Herz öffnen, deinen Verstand wachrütteln und dein Leben verändern.

Du erhältst etwa wöchentlich unsere Tipps für mehr Lebensfreude und Selbstrealisierung. Du kannst deine Einwilligung zum Empfang der E-Mails jederzeit widerrufen. Dazu befindet sich am Ende jeder E-Mail ein Abmelde-Link. Die Angabe deines Namens ist freiwillig und wird nur zur Personalisierung der E-Mails verwendet. Deine Anmeldedaten, der E-Mail-Versand werden über ActiveCampaign verarbeitet. Mehr Informationen dazu erhältst du in unserer Datenschutzerklärung.