Spirituelles Erwachen: Symptome und Anzeichen, dass es dir passiert

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Neulich fand ich eine Liste im Internet, die Symptome bzw. Anzeichen für spirituelles Erwachen, das ich Hochbewusstsein nenne, aufzählt. 

Meiner Meinung nach beschrieben die meisten Punkte nur die ganz normale Entwicklung eines Menschen vom unreifen Jugendlichen zum halbwegs bewussten Erwachsenen. Es ist eine spirituelle Transformation.

Fragst du dich: Wie lange dauert eine spirituelle Transformation?

Es kann schnell gehen oder Jahrzehnte dauern. Und bedenke: Nicht alles, was im Internet zu finden ist, entspricht der Realität und nicht jeder, der darüber schreibt, kennt spirituelles Erwachen oder Eintauchen ins Hochbewusstsein aus eigener Erfahrung. Ich möchte hier ein paar Missverständnisse aufklären, die mir in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder aufgefallen sind. Als Ausgangspunkt sei dir klar:

Jeder ist erwacht, nur der Grad der Realisierung ist unterschiedlich.

Nach der Erleuchtung bist du vollständig erwacht, bist im sogenannten Hochbewusstsein. Vorher gibt es unterschiedliche Stufen eines wachsenden, wachen Bewusstseins.

Erwachen ist der Prozess, bei dem wir immer bewusster werden. Erleuchtung ist ein einzigartiges Ereignis, bei dem wir in das Hochbewusstsein geschleudert werden. Bleiben wir dort, sind wir erwacht, die meisten gleiten jedoch nach und nach wieder aus diesem Zustand zurück in das normale Bewusstsein. Es ist jedem selbst überlassen, bei wie viel Prozent er sich schon als erwacht sieht oder nicht.

Es gibt die Zeit vor der Erleuchtung und die nach der Erleuchtung. Beide haben ihre Symptome und unterliegen eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Hier schreibe ich nur von den Anzeichen, die auftauchen können, wenn wir spirituelles Erwachen erleben.

Das Leben davor, ist grundsätzlich das, was jeder Mensch lebt, denn alle befinden sich schließlich bis zur Erleuchtung in diesem Abschnitt.

Doch hier ist es ein großer Unterschied, ob es spontan und unvorbereitet geschieht, oder du jahrelang danach gestrebt hast.

Für spontane Erleuchtung kann es natürlich keine Symptome geben, es geschieht ohne Ankündigung. Das ist ein sehr interessantes anderes Thema, besonders die Reaktion darauf und der Umgang damit, nachdem es geschehen ist. Dazu aber ein andermal.

Nun zu den Anzeichen, die sich zeigen können, wenn wir uns der Schwelle des spirituellen Erwachens nähern:

Spirituelles Erwachen, Hochbewusstsein und der Verlust alter WERTE

Irgendwie werden Dinge weniger wichtig. Dadurch erleben wir uns als lockerer und sind entspannter. Wir müssen dafür nichts direkt tun, es ist Ergebnis unserer bisherigen Bemühungen wie Meditation, Selbsterfahrung oder Therapie, wir haben dazugelernt und lassen nun Altes los. Unsere Konditionierungen beginnen aufzuweichen.

Spirituelles Erwachen, Hochbewusstsein und ahnungsvolle VORFREUDE

Weil altes seine Macht über uns verliert, öffnet sich ein neuer Raum. Dieser ist noch nicht zugängig, wir merken bloß, dass vor uns etwas Neues, größeres liegt. Es kann sein, dass wir uns grundlos freuen und Lust haben, Dinge anders zu machen oder neues auszuprobieren.

Spirituelles Erwachen, Hochbewusstsein und ZWEIFEL

Es ist ja ganz nett, wenn alles leichter wird, doch wir beginnen zu zweifeln, wo es noch hinführen wird. Die Anfangseuphorie schwindet und Altes entgleitet uns aus den Händen. Wir sehen vieles mit anderen Augen und passen daher nicht mehr ganz so in das Bild einiger Menschen. Wir spüren, wenn wir weiter loslassen, verlieren wir vielleicht bestimmte Menschen, unseren Job, … die Kontrolle. Jetzt zeigt sich, wie viel Urvertrauen da ist.

Spirituelles Erwachen, Hochbewusstsein und ANGST

Waren wir bereit bis hier zu gehen, begegnet uns jetzt richtige Angst, denn die Schwelle der Erleuchtung ist nahe. Wir spüren den Sog unserer tiefsten Sehnsucht und wissen irgendwie, dass alles anders sein wird, wenn wir jetzt nicht umkehren. Wir wägen ab, was wir bereit sind zu verlieren: unseren Job, unser soziales Umfeld, die Freunde, …

Wir fragen uns, ob wir bereit sind, den Preis zu bezahlen. Auf der einen Seite ahnen wir tiefsten Frieden, nach Hause kommen in unsere wahre Natur, Einswerdung mit dem Göttlichen, dem Absoluten, auf der anderen Seite haben wir Angst um den Verlust unserer geliebten Katze, unseres Partners, der Zugehörigkeit, …

Spirituelles Erwachen, Hochbewusstsein und PANIK

Wir spüren, erst wenn wir bereit sind alles aufzugeben, können wir spirituelles Erwachen erfahren und fühlen und kurz vor der Schwelle. 99 % genügen nicht, das ist uns jetzt klar. Panik macht sich breit, denn jetzt kommt es wirklich darauf an. Du realisierst, dass die letzte Entscheidung ansteht: „Bin ich bereit, meinen Körper und meinen Verstand zu verlieren, alles zu verlieren. Auch dieses Ich, dass mich bis hierher gebracht hat, dem Menschen adieu zu sagen, der ich bisher war. Im vollen Bewusstsein der Möglichkeit, dass nichts mehr der bisherigen Welt, wie ich sie kenne, verfügbar ist?“ Ja, du bist bereit, bist Gast auf deinem eigenen Begräbnis und lässt vollkommen los ….

Erleuchtung im Nichts 

Und dann geschieht … nichts. Panik und Angst sind verschwunden, Zweifel und Vorfreude sind weg. Es ist nur still. Auf eine Art und Weise, wie du es noch nie erlebt hast. Du müsstest dich wundern oder freuen. Du müsstest überrascht sein oder erleichtert. Doch DU bist nicht mehr hier.

Alles Erleuchtung und reines Bewusstsein, Hochbewusstsein

Dennoch hebst du den Arm. Dennoch bewegt sich der Körper, werden Gedanken gedacht, Gefühle gefühlt und Worte gesprochen. Und langsam dämmert es, dass das Einzige, was verloren gegangen ist, die Identifikation ist. Die Identifikation mit dem Ich. Denken findet immer noch statt, doch das, was du jetzt bist, erlebt es nicht mehr als SEIN Denken, SEINE Gefühle, SEINE, Worte, SEINEN Körper.

Mehr Klarheit und echte Freiheit, mehr Lebenstiefe.

Alles ist wie früher, doch nichts ist mehr, wie es einmal war.

Und losgelöst von jeglicher Anhaftung fließt dieses freie DU mit dem Strom des Geschehens. Kontrolle kehrt zurück, doch nicht mehr zu dir, Angst weicht, aber nicht mehr von dir.

Als freies ICH hast du klare Sicht auf alles und gehst den Weg, der beim Gehen erst entsteht.

Kein Plan mehr, dem du folgst, keine Erwartung, die es zu erfüllen gäbe, keine Sehnsucht mehr, die zieht, keinen Druck mehr, der beschwert. Leicht wie eine Feder und stabil wie ein Berg und voller Dankbarkeit bist du jetzt im vollen Umfang das, was du immer schon warst – Gott, Liebe, Brahman, höchstes Bewusstsein, verkörpert als Mensch. Und solange du mit diesem Körper lebst, trägst den Mantel des Ichs, die Maske der Person und bist Teil von Liila, dem göttlichen Spiel.

Lies hier mehr über das Leben im Hochbewusstsein.

Namasté
Harald

ACHTUNG:

Achtung: Spirtueller Warnhinweis

 

 

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Kommentare

21 Antworten

  1. Guten Morgen 🙂

    Buddhistinnen und Buddhisten unterscheiden zwei Stufen der Erleuchtung.

    Bei der Kleinen Erleuchtung sieht sich der Mensch nicht mehr als einzelne Person, sondern völlig mit seiner Umwelt verschmolzen.

    Zur Vollen Erleuchtung gelangt eine Buddhistin oder ein Buddhist, wenn er sich nicht mehr als Teil der Umwelt empfindet, sondern sich selbst von außen als befreite Person sieht und offen, furchtlos und ohne Vorurteile oder schlechte Gedanken in die Welt geht.

    Sehr viele Menschen können nach Überzeugung der Buddhistinnen und Buddhisten Buddha werden. Siddharta Gautama ist es nach ihrer Überzeugung vorbildlich gelungen, ein Erleuchteter, ein Buddha zu werden und bis zu seinem Tod 45 Jahre lang zu bleiben.

    Den Zustand der wahren Erkenntnis aller Dinge nennen Buddhistinnen und Buddhisten samadhi. Zen-Buddhistinnen und -Buddhisten sagen auch satori.

    eligionen-entdecken.de/lexikon/e/erleuchtung

  2. Lieber Harald,
    es ist schön zu lesen, dass du so treffend und mit schönen Worten beschreibst wie dein Erleben ist. Es ist Freude beim Lesen.
    Es ist so wertvoll, wenn jemand einfach nur die Essenz ausdrückt und nicht so viel Brimborium drumherum macht.
    Ich habe mal einen Freund gefragt, was sich bei ihm verändert hat seit diesem Erwachen. Er meinte, er habe erkannt, dass schon immer keiner in dem Boot saß, das er symbolhaft für seinen Körper und seine Psyche verwendete. Das war seine Art zu sagen: „Nichts.“
    Entscheidend ist ja auch, dass es sich im Leben manifestiert – es darf keine mentale Erkenntnis bleiben. Sonst geschieht wirklich „nichts“.
    Mit Worten drüber reden ist gar nicht so leicht. Danke für „deine“ Worte.
    Namaste, Shivani

  3. Hallo Harald,
    ich werde im Mai 59 und habe im Leben fast alles durch was ein Mensch erleben kann, Tod der Frau und 5 Familienmitgliedern danach in 4 Jahren, ich habe meine Erleuchtung gefunden,
    Thomas

    1. Ich bin gerade durch Zufall auf diese Seite gekommen. Nachdem ich die Eingebung hatte nach dem Thema zu suchen.

      Für mich klingt das auch nicht nach Erleuchtung sondern nach loslassen und Aufgeben.

      Man gibt sich auf und kehrt zurück zur Natur.

      Es ist immer das selbe.

      Das Ungeheuer, der Schmerz des Lebens mit seinen Facetten, welches man im Leben immer wieder begegnen muß kann einen irgendwann zu dem Punkt bringen, das man loslässt.

      Aufhört zu kämpfen.

      Das Urvertrauen kehrt zurück und Zack ist man der Idee einer Erleuchtung näher. Dabei ist es nur das Loslassen von täglich anstrengenden fordernden Leben.

      Nichts anderes.

      Es gibt kein Erwachen. Man gibt irgendwo irgendwann auf und das ist der Punkt wo das Urvertrauen einen an die Hand nimmt.

      1. Hallo Michi, der Satz von dir „wenn dich das Urvertrauen an die Hand nimmt“ gefällt mir sehr. Doch aufgrund von einem schmerzvollen Leben oder anstrengendem Alltag zu erwachen, ist eher eine Ausnahme. Es gibt mehrere Auslöser für Erleuchtung, klar, großer Verlust, tiefer Schmerz, oder Verzweiflung, gehören auch dazu. Genauso wie Drogenerfahrungen, Nahtoderlebnis oder überwältigende Ereignisse jeglicher Art. Es muss nicht immer Leiden sein, dass uns zur Hingabe führt. Tiefe Sehnsucht, eine hohe Bereitschaft oder die Ahnung, dass das begrenzte persönliche Dasein nur ein kleiner Aspekt ist, zeigen die „positiven“ Motivationen. Freudvolle Grüße, Harald

    2. Hallo Thomas
      Was immer du gefunden hast, ich freue mich für dich, wenn es dir wahren Frieden verschafft, doch wenn es „deine“ Erleuchtung ist, hast du sie nicht gefunden und wurdest auch nicht gefunden. Freude und Einverständnis – Harald

  4. Hallo Elana
    Wenn wir die Grenzen unseres Egos (die Summe unserer Prägungen und Verhaltensweisen) vorübergehend hinter uns lassen tauchen wir in das Hochbewusstsein ein. Man kann es auch mit anderen Namen benennen wie Seele, Gott, Nichts, Alles, Brahman, … Das kann unabsichtlich geschehen und auch bewusst herbeigeführt werden. Auf alle Fälle erlebt jeder Mensch ein und dieselbe Wahrheit (zum Unterschied von der persönlichen Wirklichkeit die immer individuell ist), wenn er in den Zustand des Hochbewusstseins eintaucht. Wie du jedoch als Person diesen Zustand erlebst, interpretierst, beschreibst ist wiederum von dir als Person abhängig. Jeder greift dabei auf die Möglichkeiten seiner Biografie zurück. Bei dir ist es offensichtlich sehr bildhaft. Ja, es geht jedem so, dass es unmöglich erscheint diese Erfahrungen mitzuteilen. Es mit andern zu teilen ist zwar ein verständlicher Wunsch, aber es wird nie zu voller Zufriedenheit des Egos klappen. Ja es ist immer das Ego, das meint darüber reden zu wollen, es zu verstehen, andere dieses Unglaublichkeit zu vermitteln, es weiterzugeben, zu lehren, andere zu warnen, andere dorthin zu führen, … Glaube mir, ich habe mittlerweile 21 Jahre Erfahrung damit. Das Land des Hochbewusstseins hat seine eigenen Gesetze. Diese müssen erst erkannt werden bevor du dich gut zurechtfindest in diesem weglosen Land. Daher arbeite ich auch mit „der Landkarte des Erwachens“ um Menschen im Vorfeld Orientierungshilfen zu bieten, für die Situation, dass sie jemals in die Landschaft des Hochbewusstseins (des Erwachtseins) hineingelangen. Das Wort Erleuchtung passt nur für wenige Menschen. Für jene, die bewusst auf der spirituellen Sinnsuche sind, über den Begriff schon viel gelesen haben und keinen Widerstand gegen dieses Wort haben). Es ist einfach so, dass jeder Mensch den Zustand des Hochbewusstseins kennt, weil wir da her kommen. Es ist der reine Seinszustand bevor wir die Regeln der Welt lernen und uns der Wirklichkeit anpassen müssen um zu (über)leben. Nach und nach vergessen wir unsern natürlichen Zustand des Hochbewusstseins (erwacht sein) spüren aber tief drinnen eine Sehnsucht nach Erfüllung und vollkommenen Frieden. Manch einer macht sich dann auf die Suche nach dem „wahren Zuhause“. Wenn wir dabei aber plötzlich, von einem Moment auf den anderen, unser Zuhause entdecken ist das ein so intensives und besonders Erlebnis, dass jene denen es geschehen ist die Bezeichnung „Erleuchtung“ gegeben haben. Denn es passiert so blitzartig wie wenn man in einem bisher dunklen Universum, das Licht ankippst. Von einem Moment auf den anderen ist jetzt alles existierende auf einmal klar und deutlich zu erkennen. Wenn wir hingegen im Laufe unseres Lebens immer nur eine verträgliche Dosis zu uns nehmen ist es als würde man die Helligkeit über Jahrzehnte langsam erhöhen, bis wir im Endeffekt auch im Hochbewusstsein angelangt sind und alles klar sichtbar erkannt wird. Doch weil es hier kein plötzliches Erkennen gab, sprechen wir auch nicht von einer Erleuchtung. Dennoch sind wir in beiden Fällen „Erwacht“, der eine mit einer Bewusstseinsexplosion (Erleuchtung), der andere durch stetige Erhöhung des Bewusstseins.
    Ich wünsche dir Freude und Einverständnis, Ananda

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