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Was ist Vielbegabung, was ist eine Scannerpersönlichkeit?

Was ist Vielbegabung, was ist eine Scanner-Persönlichkeit?
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Eine Vielbegabung wirkt auf andere verwirrend, chaotisch und wird oft unterschätzt. Bist du selbst vielbegabt, erscheinen dir Lösungen oft auf der Hand, du saugst Wissen problemlos auf und trotzdem verfällst du hin und wieder in Selbstzweifel oder bist unzufrieden. Wer vielbegabt ist, wird auch als Scanner-Persönlichkeit bezeichnet.

Mach zuerst den kostenlosen Test, um herauszufinden, wie es um deine Vielbegabung steht:

Warum dich so vieles gleichzeitig begeistert, woran du Vielbegabung erkennst und wie du deinen Ideenreichtum in ein Leben verwandelst, das zu dir passt.

Kennst du das Gefühl, dass dich die ganze Welt interessiert und dir ein einziges Leben dafür viel zu kurz vorkommt? Vielleicht hast du schon oft gehört, du seist sprunghaft oder solltest dich endlich für eine Sache entscheiden. In diesem Artikel erfährst du, was Vielbegabung ist, was eine Scanner-Persönlichkeit ausmacht und an welchen Anzeichen du dich wiedererkennst. Außerdem zeige ich dir, wie du mit deinem Ideenreichtum gut lebst, statt gegen ihn anzukämpfen.

Sicher kennst du diesen einen Menschen, der scheinbar zu jedem Thema etwas weiß. Er muss kaum lernen, hat für fast jedes Problem eine Lösung parat und erklärt dir in wenigen Minuten, wie eine Wärmepumpe funktioniert. Gleichzeitig wirkt er auf dich manchmal fahrig, chaotisch und flatterhaft.

Eine Vielbegabung wirkt auf andere oft verwirrend und wird häufig unterschätzt. Bist du selbst vielbegabt, liegen dir Lösungen oft schon auf der Hand, während andere noch sortieren. Du saugst Wissen mühelos auf. Trotzdem überfallen dich immer wieder Selbstzweifel oder eine leise Unzufriedenheit, die du dir selbst kaum erklären kannst.

Vielleicht erkennst du dich in dieser Beschreibung wieder. Dann bist du in guter Gesellschaft. Ich bin selbst vielbegabt und begleite seit über 20 Jahren Menschen, die genauso ticken. Was ich dabei immer wieder erlebe: Sobald jemand versteht, wie sein Kopf arbeitet, wird aus dem vermeintlichen Chaos eine Stärke mit eigener Ordnung.

Kurz gesagt

Vielbegabung bedeutet, dass sich ein Mensch für viele, oft weit auseinanderliegende Gebiete begeistert, sich neues Wissen ungewöhnlich schnell aneignet und seine Energie aus Abwechslung zieht. Vielbegabte Menschen werden auch Scanner-Persönlichkeiten genannt, ein Begriff der amerikanischen Autorin Barbara Sher. Vielbegabung ist keine Diagnose, sondern ein Praxiskonzept, das eine bestimmte Art zu denken und zu leben beschreibt. Typisch sind schnelles Lernen, rasch wechselnde Interessen, große Begeisterungsfähigkeit und häufig ein unsicheres Selbstbild.

Was ist Vielbegabung?

Vielbegabung beschreibt eine Persönlichkeitsstruktur, bei der ein Mensch viele unterschiedliche Begabungen und Interessen hat und diese auch leben möchte. Statt sich ein Leben lang auf ein einziges Fachgebiet zu konzentrieren, baut eine vielbegabte Person ihr Wissen in zahlreichen Bereichen auf. Wie intensiv sie sich mit einem Thema beschäftigt, hängt davon ab, wie sehr es sie gerade fesselt. Manche Gebiete streift sie nur, in andere taucht sie für Monate ein.

Vielbegabung ist kein klinischer Begriff und taucht in keinem Diagnosekatalog auf. Sie gehört zu den Praxiskonzepten, mit denen wir in der HOCHiX-Akademie arbeiten, ähnlich wie die Scanner-Persönlichkeit. Solche Begriffe sind keine Schublade, sondern eine Landkarte: Sie helfen dir, dich selbst besser zu verstehen.

In der Begabungsforschung wird das Phänomen unter dem Stichwort Multipotenzialität diskutiert. Gemeint ist die Fähigkeit, in vielen Bereichen gleich gute Leistungen zu zeigen und sich für viele Berufe gleichermaßen zu eignen (Rysiew u. a., 1999).

Ist Vielbegabung eine Form der Hochbegabung?

Vielbegabung und Hochbegabung treten oft gemeinsam auf, sind aber nicht dasselbe. Eine bekannte Langzeitstudie mit hochbegabten Jugendlichen fand bei weniger als fünf Prozent ein gleichmäßig hohes Profil über Fähigkeiten, Interessen und Werte hinweg (Achter u. a., 1996). Die meisten Hochbegabten haben also klare Schwerpunkte. Vielbegabung ist deshalb ein eigenes Profil und keine automatische Begleiterscheinung eines hohen IQ. Mehr zu hochbegabten Erwachsenen findest du im Artikel Hochbegabung bei Erwachsenen.

Was ist eine Scanner-Persönlichkeit?

Den Begriff Scanner-Persönlichkeit hat die amerikanische Autorin und Karriereberaterin Barbara Sher geprägt. In ihrem Buch „Refuse to Choose!“ (2006, deutsch: „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“) beschreibt sie Menschen, die wie ein Scanner den Horizont nach allem absuchen, was spannend ist. Sie wollen nicht eine Sache perfekt beherrschen, sondern möglichst viele Dinge verstehen und ausprobieren.

Sher hat dabei verschiedene Typen unterschieden. Manche Scanner pendeln immer wieder zwischen einigen Lieblingsthemen hin und her. Andere beginnen ständig etwas völlig Neues und verlassen ein Gebiet, sobald sie es durchschaut haben. Ihre wichtigste Botschaft lautet: Mit einem Scanner ist alles in Ordnung, er braucht nur ein Leben, das zu seiner Art passt.

Die kanadische Autorin Emilie Wapnick nennt dieselbe Gruppe „Multipotentialites“ und zeigt in ihrem TED-Talk von 2015, wie viel Innovationskraft in der Verbindung verschiedener Felder steckt. Im Coaching-Umfeld ist für vielbegabte Menschen auch das Bild vom bunten Zebra verbreitet: auffällig, eigen und vollkommen zufrieden, solange es nicht langweilig wird.

So fühlt sich ein Tag mit einer Scanner-Persönlichkeit an

Stell dir vor, du verbringst einen Tag mit einer Scanner-Persönlichkeit. Ihr startet gemeinsam beim Frühstück und plaudert über den neuesten Tratsch. Nebenbei prüft dein Gegenüber, ob die Brotscheiben gleich groß geschnitten sind, erzählt dir die Herkunft eurer Frühstückseier und plant dabei schon den Tag. Es gibt schließlich so viele Möglichkeiten!

Danach geht ihr schwimmen. Zwischen zwei Bahnen erfährst du etwas über die Wasserqualität in eurer Region. Später folgen Kino und Restaurant, wo auf dem Smartphone die Biografien der Schauspieler nachgelesen werden. Am Abend räumt ihr auf und sprecht über eine neue Einrichtung. Während du die Eindrücke des Tages noch ordnest und die Hälfte am nächsten Morgen vergessen hast, hat dein vielbegabtes Gegenüber längst passende Möbel recherchiert. Beim ersten Kaffee präsentiert es dir drei Varianten samt Preisvergleich.

Kennst du das? Dann ist dein Mitmensch sehr wahrscheinlich vielbegabt. Oder du erkennst dich gerade selbst in dieser Beschreibung wieder.

Woran erkennst du Vielbegabung? Typische Anzeichen

Vielbegabte Menschen können viele unterschiedliche Informationen gleichzeitig aufnehmen, speichern und miteinander verknüpfen. Das klingt großartig und ist es auch. Es kostet allerdings Energie, denn dein Kopf läuft auf vielen Kanälen zugleich. Diese Merkmale beschreiben Scanner-Persönlichkeiten besonders häufig:

Typische Anzeichen einer Vielbegabung

●      Schon als Kind warst du neugierig und wolltest alles genau wissen.

●      Neues Wissen eignest du dir schnell und scheinbar mühelos an.

●      Neue Projekte und Themen begeistern dich sofort.

●      Deine Interessen wechseln rasch, manche kehren in Zyklen zurück.

●      Ein Gebiet, das du nach ein oder zwei Jahren beherrschst, verliert seinen Reiz.

●      Du passt dich schnell an neue Situationen an.

●      Du hast eine hohe Empathie und spürst Stimmungen schnell.

●      Autoritäten und Hierarchien hinterfragst du, bevor du sie akzeptierst.

●      Am liebsten arbeitest du in deinem eigenen Aufgabenfeld und Tempo.

●      Warten fällt dir schwer, ob auf Antworten oder in der Schlange an der Kasse.

●      Abgrenzen ist für dich eine echte Aufgabe.

●      Obwohl du das Pensum von zwei Menschen schaffst, hast du das Gefühl, zu wenig zu leisten.

●      Selbstkritik und das Hochstapler-Gefühl begleiten dich immer wieder.

Findest du dich in vielen Punkten wieder? Mit dem kostenfreien Vielbegabungstest der HOCHiX-Akademie kannst du in rund 15 Minuten herausfinden, wie ausgeprägt deine Vielbegabung ist. Ein Online-Test ersetzt keine Diagnostik, er gibt dir aber eine wertvolle Orientierung und oft auch Worte für etwas, das du schon lange spürst.

Warum fällt Vielbegabten das Entscheiden so schwer?

So viele Ideen und Möglichkeiten, warum also entscheiden? Genau diese Frage stellen sich Scanner-Persönlichkeiten immer wieder. Ein vielbegabter Mensch interessiert sich für viele Themen gleichzeitig, kann mehrere Tätigkeiten parallel bewältigen und entwickelt dabei noch kreative Ideen. Sich auf eine einzige Richtung festzulegen, fühlt sich deshalb an, als würdest du alle anderen Türen für immer schließen.

In der Freizeit ist das kein Problem. Im Beruf wird es schwieriger, denn unsere Arbeitswelt belohnt Spezialisierung. Hinzu kommt, dass sich ein einzelnes Thema für dich oft schon nach kurzer Zeit erschöpft. Eine Festlegung erscheint dir dann wenig sinnvoll, weil du ahnst, dass die Begeisterung bald weiterzieht.

Barbara Sher hat dafür einen entlastenden Gedanken formuliert: Ein Scanner ist mit einem Projekt fertig, wenn er bekommen hat, wofür er gekommen ist. Das ist häufig das Verstehen, nicht das perfekte Endprodukt. Wenn du das für dich annimmst, verwandelt sich manches „unvollendete“ Projekt in eine abgeschlossene Lernreise.

Vielbegabung im Beruf: Abwechslung als Arbeitsgrundlage

Scanner-Persönlichkeiten brauchen Abwechslung, so wie andere Menschen Routine brauchen. Monotone Jobs passen deshalb selten zu ihnen. Viele berufliche Lebensläufe von Vielbegabten zeigen Wechsel zwischen völlig unterschiedlichen Bereichen.

Wohl fühlen sich vielbegabte Menschen dort, wo sie mehrere Talente einbringen können: in Projektarbeit, in der Selbstständigkeit, in Schnittstellenrollen, in Beratung, Coaching, Journalismus oder in Berufen, die Gestaltung, Technik und Menschen verbinden. Wie du daraus ein tragfähiges Business baust, beschreibe ich ausführlich im Artikel Das Renaissance Modell: Wie Vielbegabte ein Business aufbauen, das zu ihnen passt.

Eine Herausforderung bleibt oft die Zeitplanung. Der Drang, mit spannenden Aufgaben beschäftigt zu sein, ist häufig stärker als der Wunsch, jedes Projekt zu Ende zu führen. Für andere wirkt dein Tag dann wie ein 36-Stunden-Tag, für dich fühlt er sich lebendig an. Klare Strukturen, auf die ich weiter unten eingehe, helfen dir, beides zu verbinden.

Warum Vielbegabte oft an sich zweifeln

Nach außen wirkt eine Scanner-Persönlichkeit manchmal flatterhaft und unbeständig. Vielbegabte selbst erleben sich ganz anders: Für sie ist es anstrengend, sich nur auf ein einziges Gebiet zu konzentrieren.

Vielleicht kennst du auch diese Situation: Jemand grübelt seit Stunden über einem Problem. Du hörst kurz zu, siehst dir die bisherigen Lösungswege an und zeigst nach wenigen Minuten einen Ausweg auf. Die andere Person ist verblüfft. Du dagegen fühlst dich unsicher und kannst kaum glauben, dass du gerade wirklich etwas Wertvolles beigetragen hast.

Dahinter steckt eine verbreitete Denkfalle. Wir haben gelernt, dass gute Ergebnisse viel Zeit und Mühe kosten. Kommt eine Lösung schnell und leicht, erscheint sie dem eigenen Verstand verdächtig. Viele vielbegabte Menschen erleben deshalb ein Hochstapler-Gefühl: Sie halten ihre Leistung für Glück oder Zufall, obwohl sie Ausdruck ihrer Begabung ist. Die Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes haben dieses Erleben bereits 1978 als Impostor-Phänomen beschrieben. Wie du ihm begegnen kannst, liest du im Artikel Impostor-Syndrom bei Hochbegabten und Vielbegabten: Fühlst du dich auch als Blender?

Vielbegabung und Neurodivergenz: Niemand ist nur einfarbig

Vielbegabung tritt selten allein auf. In meiner Arbeit begegnen mir vielbegabte Menschen sehr häufig auch mit Hochbegabung, Hochsensibilität, ADHS oder autistischen Merkmalen. Niemand ist nur einfarbig. Gerade die Mischung macht dein besonderes Profil aus.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Ein rascher Wechsel der Interessen kann aus purer Neugier entstehen, wie es für Scanner typisch ist. Er kann aber auch mit der Aufmerksamkeitsregulation zusammenhängen, wie sie bei ADHS vorkommt. Beides kann gleichzeitig vorliegen. Wenn du dich in beidem wiedererkennst, lohnt sich eine fachliche Abklärung, damit du die passende Unterstützung findest.

Wie diese Profile zusammenhängen, erkläre ich im Artikel Neurodivergenz verstehen: Warum Schnittmengen mehr sagen als Schubladen. Unser Grundsatz in der HOCHiX-Akademie lautet dabei: Resonanz statt Reparatur.

Fragen zum Nachdenken

●      Welche drei Themen haben dich in deinem Leben immer wieder gepackt?

●      Wann hast du ein Projekt beendet, weil du verstanden hattest, worum es dir ging?

●      In welchen Momenten fühlst du dich am lebendigsten?

●      Welche Rückmeldung über deine Art hat dich verunsichert und stimmt sie wirklich?

●      Wie würde dein Alltag aussehen, wenn deine Vielfalt dort ausdrücklich erwünscht wäre?

Wie du als Scanner-Persönlichkeit gut mit deiner Vielbegabung lebst

Wer dauerhaft mit hohem Energielevel durchs Leben rast, Unmengen an Wissen aufsaugt und trotzdem glaubt, zu wenig zu tun, verliert leicht den Überblick. Das Chaos ist dabei ein Hinweis darauf, dass dein Kopf ein passendes System braucht. Deine vielen Ideen dürfen bleiben: Notiere sie und bewahre sie auf, bis du sie später in Ruhe ausbauen möchtest. Barbara Sher empfiehlt dafür ein eigenes Ideenbuch.

Ebenso wichtig ist dein Nervensystem. Wer ständig viele Reize aufnimmt und verarbeitet, braucht bewusste Phasen der Regulation, damit Begeisterung nicht in Erschöpfung kippt.

Fünf Impulse für deinen Alltag als Scanner

●      Führe ein Ideenbuch, analog oder digital, für alles, was dich gerade fasziniert.

●      Arbeite in Zyklen: mehrere Projekte parallel, jedes mit eigenem Zeitfenster.

●      Definiere „fertig“ neu: Ein Projekt ist abgeschlossen, wenn du hast, wofür du gekommen bist.

●      Plane feste Erholungszeiten ein, damit dein Nervensystem die vielen Eindrücke verarbeiten kann.

●      Erkläre den Menschen, die dir wichtig sind, wie du tickst.

Häufige Fragen zur Vielbegabung

Ist Vielbegabung eine Krankheit oder Störung?

Nein. Vielbegabung ist weder eine Krankheit noch eine Diagnose, sondern ein Praxiskonzept, das eine bestimmte Art zu denken, zu lernen und zu leben beschreibt. Belastend wird sie meist erst dann, wenn das Umfeld eine einzige Spezialisierung erwartet.

Wie viele Menschen sind vielbegabt?

Verlässliche Zahlen gibt es dazu nicht, weil Vielbegabung nicht einheitlich definiert und gemessen wird. Studien zur Multipotenzialität zeigen, dass ein gleichmäßig breites Begabungsprofil seltener ist, als oft angenommen wird (Achter u. a., 1996).

Kann ich Vielbegabung testen?

Eine offizielle Diagnostik gibt es nicht. Ein Selbsttest wie der Vielbegabungstest der HOCHiX-Akademie hilft dir aber, deine Merkmale einzuordnen und deine Muster besser zu verstehen.

Ist eine Scanner-Persönlichkeit dasselbe wie ADHS?

Nein, auch wenn sich beides überschneiden kann. Scanner wechseln ihre Interessen vor allem aus Neugier und Lernfreude. Bei ADHS steht die Regulation von Aufmerksamkeit und Antrieb im Vordergrund. Wer sich in beidem wiederfindet, sollte das fachlich abklären lassen.

Deine Vielbegabung ist eine Stärke

Wenn du dich in den Anzeichen einer Scanner-Persönlichkeit wiederfindest, darfst du aufatmen. Mit dir ist alles in Ordnung. Du bist vielseitig, neugierig und lebendig. Nimm dich so an, wie du bist. Nutze die vielen Vorteile, die deine Vielbegabung mit sich bringt.

Dein Umfeld versteht viel besser, warum du manchmal flatterhaft wirkst, wenn es den Hintergrund kennt. Mit offener Kommunikation fällt gegenseitige Akzeptanz leichter und ihr könnt voneinander profitieren: Die anderen von deiner Begeisterung, du von ihrer Beständigkeit.

Willkommen im Club.

Das Wichtigste in einem Satz

Deine vielen Interessen sind kein Zeichen von Unbeständigkeit, sondern Ausdruck einer Begabung, die Verbindungen schafft, wo andere nur einzelne Teile sehen.

Wenn du merkst, dass dein Kopf vor lauter Ideen kaum zur Ruhe kommt, lade ich dich zu meinem Selbstlernkurs Neurovaya ein. Dort lernst du körperbasierte Wege kennen, dein neurodivergentes Nervensystem zu regulieren, mit sechs Zugängen, Audio-Anleitungen und einem Kurs-Journal. So schaffst du dir die Ruhe, aus der deine Begeisterung immer wieder neu entstehen kann.

Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.

Herzlichst

Anne

 

Quellen und weiterführende Literatur

Achter, J. A., Lubinski, D. & Benbow, C. P., 1996, Multipotentiality among the intellectually gifted: „It was never there and already it’s vanishing“, Journal of Counseling Psychology, 43(1), 65-76

Sher, B., 2006, Refuse to Choose! A Revolutionary Program for Doing Everything That You Love, Rodale. Deutsche Ausgabe: Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast

Clance, P. R. & Imes, S. A., 1978, The impostor phenomenon in high achieving women: Dynamics and therapeutic intervention, Psychotherapy: Theory, Research & Practice, 15(3), 241-247

Wapnick, E., 2015, Why some of us don’t have one true calling, TED-Talk, https://www.ted.com/talks/emilie_wapnick_why_some_of_us_don_t_have_one_true_calling

Rysiew, K. J., Shore, B. M. & Leeb, R. T., 1999, Multipotentiality, giftedness, and career choice: A review, Journal of Counseling & Development, 77(4), 423-430

Die vielbegabte Scanner-Persönlichkeit, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/vielbegabte-scanner-persoenlichkeit-zwischen-neugier-tiefe-und-lebenshunger/

ADHS bei Erwachsenen: Der unerkannte Antrieb hinter deinem außergewöhnlichen Denken, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/adhs-bei-erwachsenen-aussergewoehnliches-denken/

Hochsensibilität und Hochsensitivität verstehen lernen, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/neu-hochsensibilitaet-und-hochsensitivitaet-vom-ueberreizten-zum-ueberlegenen-nutze-dein-potenzial/

Neurovaya: Selbstlernkurs zur körperbasierten Regulation, HOCHiX Akademie, https://hochix-akademie.com/s/hochix/Neurovaya

Kommentare

11 Kommentare

  1. Ich hab schon letztes Jahr (mit 49) herausgefunden, wie das mir zuteil gewordene Geschenk (das von vielen als Bürde wahrgenommen wird) heißt. Auch hier habe ich mich im Beschreibungstext wiedergefunden.
    Ich habe eine Lehre zum Schilderhersteller und Kunstmaler gemacht, war Botendienstfahrer, Lagerarbeiter, Gebrauchsgrafiker, in der Medienindustrie in der Pharma und bin jetzt Betriebsrat, wo ich berufsbegleitend noch ein Soziologiestudium mitgenommen habe. Was ich einmal gesehen habe, kann ich selber auch.
    Angeblich bin ich arrogant und selbstherrlich. Meine Sportsfreunde (Wildwasserkajak) schätzen an mir, dass ich alle Touren plane und mich an jedem Ort sofort orientieren kann. Der designierte Tourkoch bin ich auch, nachdem meine Küche wohl die Gaumen zu erfreuen versteht.
    Natürlich renoviere ich die Oldtimer meiner Frau, baue Möbel und richte Wohnmobile ein, habe mir auch eine Drehmaschine zur Teileherstellung geleistet und beginne gerade mit dem Bogenschießen.
    Nebenbei baue ich Kajakpaddel und plane, auch ganze Kajaks zu laminieren. Dass ich alle Arbeiten am Haus erledige versteht sich von selbst und die Schildkrötenzucht ist kaum der Erwähnung wert.
    Hobbymäßig lese ich auch noch ein Wenig – nicht viel – um die 1000 Seiten wöchentlich nur.
    Die Kleinigkeiten, die ich in der Freizeit treibe, will ich jetzt aber nicht noch alle extra aufzählen
    Von einer sehr durchwachsenen Schulzeit kann ich auch berichten. Es gab drei Kategorien Lehrer. Jene die mich liebten, jene die mich hassten (und fürchteten) und jene die mich zuerst hassten, dann erlernten mit mir umzugehen und mich danach liebten.
    Stets trat ich (selten für mich selbst) für Gerechtigkeit ein und hatte keine Hemmungen, einen Lehrer im Staub zu zertreten, wenn er Mitschülern Ungerechtigkeiten angedeihen ließ. Strafaufgaben schrieb ich endlos doch es traf mich nicht persönlich – ich ließ die einfach von meiner Hand schreiben und hatte herrlich viel Zeit dabei über dies und das nachzudenken.
    Mein großes Glück war, dass meine Eltern meine Gabe gefördert haben, sonst hätte aus diesem Geschenk auch ein übler Fluch werden können.
    Was ein klein Wenig belastet ist, dass mein ganzes Leben in meinem aktiven Speicher steckt. Manchmal wäre es schön, unangenehme Dinge einfach vergessen zu können. Darob schalt man mich oft schon als nachtragend, aber es ist keine Absicht..
    Fast ein bescheidenes und beschauliches Leben.
    Und es ist auch hier wieder zu lesen: Der Selbstzweifel ist ein ständiger Begleiter. Ich muss besser werden und endlich mal was schaffen!
    Ist der Selbstzweifel nicht gleichzeitig die Triebfeder dieser Gabe?

  2. Liebe Anne,

    wie schön, deine Seite entdeckt zu haben.
    Nach einem Umzug und Neuanfang in der zweiten Lebenshälfte, den ich mir aufgrund meiner vielen Standbeine leichter vorgestellt habe, weiß ich oft vor lauter Ideen und Baustellen nicht mehr weiter. Fünf abgeschlossene Berufsausbildungen, darunter zwei (völlig unterschiedliche) Masterabschlüsse… ich irritiere die Menschen in meinem neuen Umfeld und bin selber oft irritiert ob meiner vielen Lebenspläne. Alles läuft auseinander statt zusammen. Weil mir aber alles meist zufliegt, habe ich mein sicheres Einkommen und niemand bekommt mit, wie komisch ich mich fühle.
    Ich brauche dringend ähnlich gepolte Menschen, die mich als Inspiration empfinden und nicht als Stressfaktor.
    Gibt es ein Netzwerk?
    Will mich nicht immer verstecken!
    Zunehmend verzweifelte Grüße
    Jane

  3. Habe vor ein paar Jahren einen TED Talk von Emilie Wapnick gesehen und habe mich sofort erkannt. Habe das Ganze dann einfach mal so abgetan, aber ich konnte nun akzeptieren, dass ich anders bin. Dank weiteren Recherchen weiss ich nun, dass ich eine BEGABUNG habe!
    Mein CV ist ellenlang, meine 10 Finger reichen nicht um meine Hobbys aufzuzählen, mein Overthinking macht mich manchmal kaputt…
    Aber die wichtigste Frage: Wo finde ich andere wie mich? Gibt es Clubs, Treffen, Foren? Ich möchte mich mit Gleichgesinnten austauschen.

  4. Ich finde mich durchaus wieder. Seit ich Solo-Unternehmer bin, klappt vieles besser bei mir, denn ich kann in meinem Tempo arbeiten und in meinem eigenen Level of Detail. Es gibt auch Dinge, mit denen ich mich gar nicht anfreunden kann, sozusagen das Gegenteil von dem, und die kann ich überwiegend outsourcen. Aber es ist nicht ohne Tücken. Oft knabbere ich an Problemen und finde keinen Experten und auch im Internet nix. Ich frag mich dann immer: Wie machen die anderen das? Und die Antwort ist meistens: Die machen das nicht.

    Auch führen gewisse Ansprüche dazu, dass ich in Gruppen schlecht arbeiten kann, weil die anderen erst nach 5 Jahren verstehen würden, von was ich eigentlich gerade spreche. Da sind die dann angepisst. Deswegen bin ich unter anderem auch mal aus einem Verein wieder ausgestiegen. Schon mit 22 sagte mal eine Person zu mir: Dass ein Mensch so viel weiß wie du, ist nicht möglich, du bist ein Lügner. Dabei hatte ich damals keine Ahnung von nix.

    Meine Partnerin ist genervt von meinem ständigen Informationsfluss. Oft denke ich, es wäre besser, einen Teil meines Gehirns zu entfernen und normal zu sein. Einen 9-5 Job machen zu können, mit den Leuten klarkommen, Samstags rasenmähen und das Auto waschen, einfach dazugehören. Das wird wohl in diesem Leben bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr passieren, dass ich zu Menschen dazugehören kann.

    Dafür kann ich in meinem Business vergleichsweise erfolgreich sein.

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