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Essentials: Neurodivergenz
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Anne Heintze
Harald Heintze
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Der einzige Ort, an dem Neurodivergenz nicht erklärt werden muss – hier wird sie gefeiert, verstanden und zur Quelle deiner größten Stärke gemacht. Für alle Menschen, die anders besonders sind.
Die passende Wohnung für hochsensible Menschen
Dein Zuhause ist für dich weit mehr als ein Dach über dem Kopf. Als hochsensibler Mensch nimmst du Licht, Geräusche und Gerüche viel stärker wahr als andere. Genau deshalb entscheidet deine Wohnung mit darüber, ob du zur Ruhe kommst oder ständig unter Strom stehst. In diesem Beitrag erfährst du, worauf es ankommt und wie du dir Schritt für Schritt einen Ort schaffst, der dich wirklich nährt.
Kennst du das Gefühl, eine Wohnung zu betreten und sofort zu spüren, ob du dich darin wohlfühlst? Vielleicht ist es das Licht, das durch die Fenster fällt. Womöglich ist es ein Geräusch von oben oder ein Geruch, den du nicht benennen kannst. Für hochsensible Menschen ist dieses erste Empfinden kein Zufall, sondern ein feiner Kompass.
Während andere zuerst über Quadratmeter oder Mietpreis nachdenken, registrierst du längst, wie sich der Raum anfühlt. Dein Nervensystem verarbeitet ununterbrochen Reize, die viele Menschen gar nicht bemerken. Das macht dich nicht kompliziert. Es macht dich aufmerksam.
Ich schreibe das aus eigener Erfahrung. Für mich ist es unmöglich, ohne viel Licht zu wohnen. Diese Klarheit über die eigenen Wohnbedürfnisse ist der erste Schritt zu einem Zuhause, das guttut.
Warum dein Zuhause mehr ist als vier Wände
Für hochsensible Menschen ist die Wohnung Rückzugsort und Schutzraum zugleich. Draußen begegnest du einer Welt voller Reize, die dich oft an deine Grenzen bringt. Drinnen darfst du auftanken. Sendet jedoch schon dein Zuhause ständig neue Reize, fehlt dir genau dieser Ort der Erholung.
Deshalb lohnt es sich, die eigenen vier Wände bewusst zu gestalten. Es geht nicht um teure Einrichtung oder makellose Räume. Vielmehr geht es darum, dass dein Umfeld zu deinem Wesen passt. Sorgst du für eine Umgebung, in der du dich wohlfühlst, lebt es sich mit Hochsensibilität deutlich leichter.
Licht, das deine Seele aufatmen lässt
Ich hatte eine wunderschöne, luxuriöse Mietwohnung in einem Wiener Hinterhaus. Obwohl sie im dritten Stock lag, blickte man aus dem Fenster nur auf andere Hauswände. Um den Himmel zu sehen, musste ich direkt ans Fenster treten. Ich wollte aber den Himmel schon aus dem Bett sehen können.
Aus diesem Grund habe ich lange Dachwohnungen geliebt. Heute lebe ich mit Harald auf La Palma, umgeben von viel Licht, Sonne und Wärme.
Viele hochsensible Menschen kennen dieses starke Bedürfnis nach Helligkeit. Licht hebt die Stimmung, gibt Orientierung und lässt einen Raum freundlich wirken.
Frag dich, wie viel Tageslicht du wirklich brauchst. Möglicherweise hilft schon ein hellerer Vorhang, ein Spiegel gegenüber dem Fenster oder ein freier Platz, an dem du den Himmel sehen kannst. Selbst kleine Veränderungen bewirken hier oft erstaunlich viel.
Wenn Lärm zur täglichen Last wird
Geräusche sind für viele Hochsensible das größte Thema. Ich habe es immer nur schwer ertragen, wenn jemand über ihr herumläuft oder ein Staubsauger dröhnt. Einmal war genau das ein Grund zum Umzug. Jeden Samstagmorgen begannen die Nachbarn pünktlich um sieben Uhr mit dem Putzen, Woche für Woche.
Auch in den vielen Zuschriften zu diesem Thema kehrt der Lärm immer wieder. Leserinnen berichten von dünnen Wänden, polternden Nachbarn und schlaflosen Nächten. Die Verzweiflung dahinter ist echt, denn fehlende Ruhe zehrt an der Substanz. Wenn du stark lärmempfindlich bist, ist das kein Luxusproblem, sondern ein ernst zu nehmendes Bedürfnis.
Harald rät, eine Wohnung vor dem Einzug gründlich zu prüfen. Klopfe bei der Besichtigung an die Wände, um zu spüren, wie dick sie sind. Sprich mit Vermieter und Nachbarn. Achte auf Kindergarten, Schule, Kneipe oder eine stark befahrene Straße in der Nähe. Wer all das vor der Unterschrift herausfindet, erspart sich später viel Leid.
Farben und Dunkelheit verändern deine Stimmung
Dunkle Räume mag ich überhaupt nicht und ebenso wenig eine dunkle Einrichtung. Dunkle Bettwäsche oder dunkle Handtücher kommen für mich nicht infrage. In meinem Haus tragen viele Zimmer je eine bunt gestrichene Wand in Gelb, Rot oder Lila, während der Rest weiß bleibt.
Farbe wirkt unmittelbar auf dein Nervensystem. Ein warmer Ton kann beleben, ein düsterer kann beschweren. Probiere aus, welche Farben dir Kraft geben. Manchmal genügt eine einzige Wand oder ein paar helle Textilien, damit ein Zimmer leichter wirkt.
Der Geruch, der über dein Zuhause erzählt
Der Geruch einer Wohnung ist mir wichtig, auch bei Besuchen. Er verrät erstaunlich viel über die Menschen, die dort leben. Gutes und richtiges Wohnen will zuerst empfunden werden, bevor das schöne Wohnen überhaupt gelingen kann.
Achte deshalb bewusst auf den Duft deiner Räume. Frische Luft, ein paar Pflanzen oder ein dezentes Aroma sorgen rasch für mehr Wohlgefühl. Dein Geruchssinn ist eng mit Erinnerungen und Gefühlen verknüpft. Was angenehm riecht, lässt dich leichter ankommen.
Selbstreflexion ist der Weg zu einer Umgebung, die dich trägt
Wie geht es dir mit deinen eigenen Wohnbedürfnissen? Wie sieht deine perfekte Wohnung aus? Frag dich sehr achtsam, was dir guttut und was dich nährt. Spüre nach, was deiner Seele und deinem Körper ein kraftvolles Wohlgefühl schenkt.
Manchmal findest du die Antwort leichter, wenn du es umdrehst. Überlege zuerst, was dich stört und welche Bedingungen echte Killer für deine feine Seele sind. Dann drehe diese Erkenntnis um und formuliere positiv deine wohnlichen Grundbedürfnisse. Was der Mensch nicht kennt, das kann er auch nicht erreichen.
Hochsensibilität zeigt sich bei jedem Menschen anders. Den einen stört es nicht, über einer U-Bahn oder am Bach zu wohnen, den anderen treiben Vibrationen und Geräuschkulisse fast in den Wahnsinn. Sobald du genau weißt, wie sich deine Hochsensibilität äußert, findest du auch die Möglichkeiten, dir deine ganz persönlichen Bedürfnisse zu erfüllen.
Deine Fragen für ein Zuhause, das guttut● Welches Geräusch, welcher Geruch oder welches Licht stört dich in deiner Wohnung am meisten? ● Was genau brauchst du, um dich zu Hause wirklich zu erholen? ● Welche kleine Veränderung könntest du schon in dieser Woche umsetzen? ● Wo in deiner Wohnung fühlst du dich am wohlsten und woran liegt das? |
Drei Wege, wenn sich nicht alles ändern lässt
Nicht immer kannst du sofort umziehen oder dein Umfeld vollständig umgestalten. Trotzdem bist du deiner Situation niemals hilflos ausgeliefert. Fast immer gibt es einen Spielraum, den du für dich nutzen kannst.
Drei Wege zu mehr Wohlgefühl● Sorge aktiv für eine Umgebung, in der du dich wohlfühlst. Dann lebt es sich mit Hochsensibilität spürbar leichter. ● Lässt sich dein Umfeld nicht grundlegend ändern, verändere es in scheinbaren Kleinigkeiten, die Großes bewirken. ● Glaubst du, gar nichts ändern zu können, dann suche dir bewusst Alltagspausen und Freiräume, die dir Kraft für die Rückkehr geben. |
Das Aber im Kopf, stimmt es wirklich?
Vielleicht hörst du in dir schon ein leises Ja, aber. Genau dieses Aber lohnt einen ehrlichen Blick. Kannst du mit absoluter Sicherheit sagen, dass sich wirklich nichts ändern lässt? Oder wäre es denkbar, dass es doch Wege gibt, die du bisher nicht gesehen hast?
Oft hält uns nicht die Situation selbst fest, sondern die Überzeugung, ohnehin nichts tun zu können. Bemerkst du dieses Muster bei dir, dann sei behutsam mit dir. Du musst nicht alles auf einmal lösen. Ein einziger kleiner Schritt genügt, um wieder ins Handeln zu kommen.
Deine Wohnung darf ein Ort sein, an dem du ganz du selbst bist. Als hochsensibler Mensch brauchst du diesen Rückzugsraum mehr als andere und du verdienst ihn genauso. Höre auf deinen feinen Kompass, denn er weiß meist sehr gut, was dir guttut.
Fang einfach an, an einer einzigen Stelle. Vielleicht hängst du einen helleren Vorhang auf, stellst eine Pflanze ans Fenster oder schaffst dir eine ruhige Ecke nur für dich. So entsteht Schritt für Schritt ein Zuhause, das dich nährt statt dich zu erschöpfen.
Dein Zuhause ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis für dein feines Nervensystem. Du musst nicht die perfekte Wohnung finden, um dich wohlzufühlen. Es genügt, deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und mit kleinen, liebevollen Veränderungen für mehr Licht, Ruhe und Wohlgefühl zu sorgen. |
Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.
Herzlichst
Anne
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9 Kommentare
Hallo
Wie meine Wohnung beschaffen sein sollte, weiss ich genau. Auch wo ich gerne wohnen möchte, um zur Ruhe zu kommen.
Leider gibt es keine Angebote für Menschen wie mich. Ich bin sehr gerne allein und benötige ein ruhiges Umfeld, möglichst naturnah. Nichts ausblenden zu können ist sehr anstrengend. Rücksichtnahme gibt es heute nicht mehr. Inzwischen kann ich nicht einmal mehr ruhig schlafen in meiner Wohnung.
Ich lese immer nur von Angeboten für Einsame, Mehrgenerationenwohnen und Kontaktförderung. Ich suche mir aber meine Kontakte lieber selbst aus! Meine Interessen finden da ohnehin keinen Platz.
Liebe Jill,
nach knapp 2 Jahren bin ich wieder auf diesen Artikel gestoßen und sah beim Scrollen eben meinen Kommentar und danach deine Antwort :). Mittlerweile kann ich sagen: Ich bin letzten Sommer umgezogen und die Horrorangst vor erneuten lauten Nachbarn trat ein. Ich habe mittlerweile solche Verspannungen im oberen Rücken, dass ich manchmal nicht mehr durchschlafe. Nun ziehe ich wieder um und stellte heute mit Erschrecken fest, dass die wichtigste Wand der Wohnung, die auch die Nachbarwohnung abgrenzt, nur eine Trockenbauwand ist. Ich hab eine solche Angst. Auch ich habe leider momentan nicht viel Geld, ich kann dich verstehen. Aber meine Angst und mein Körper zeigen mir deutlich, dass es so nicht weitergeht. Ich hab keine Lust mehr, mir von Hausverwaltungen und Vermietern fremde Menschen vorsetzen zu lassen. Und: Hat man sich an die anderen im Haus gewöhnt, zieht der erste aus, toll. Für mich geht das so nicht weiter. „Wohnen für Hochsensible“, das wäre was. Ich hab mittlerweile so viele schlechte Erfahrungen gemacht, mit Familien, mit Singles, mit Azubis, mit jungen Leuten, mit älteren Leuten. Ich persönlich weigere mich, diese Ausweglosigkeit hinzunehmen. Irgendeinen Weg muss es geben.
Hallo Kirsten. Da sich deine Situation wiederholt, scheint es sich um ein hartnäckiges Muster von dir zu handeln. Ich vermute, du achtest nicht sehr gut auf deine Bedürfnisse. Du schreibst zwar, dass du deine Ruhebedürftigkeit kennst, aber dafür zu sorgen würde bedeuten, eine neue Wohnung auf Störquellen hin unter die Lupe zu nehmen. Wenn du bei der Besichtigung mit der Faust auf die Wände klopfst, spürst du wie dick sie sind, oder du sprichst mit dem Vermieter, oder den Nachbarn. Du prüfst bei der Besichtigung, wie die Umgebung aussieht. Ist da ein Kindergarten, ein Einkaufszentrum, eine Kneipe, eine Schule, ein Spielplatz in der Nähe. Gibt es Flugzeuge, eine Straßenbahn, ist die Straße stark befahren, scheint die Straßenbeleuchtung durch ein Fenster u.s.w. All das würde ich herausfinden BEVOR ich eine Wohnung miete. Indem du es nicht tust, vermute ich, dass ein bestimmtes Denk- verhaltensmuster von dir weiterhin nach Bestätigung sucht. Es könnte sein, dass du dich als Opfer siehst. Was ist der Gewinn dabei, Opfer zu sein, denn wir Menschen machen nichts, aber auch gar nichts, wenn wir keinen Gewinn dadurch haben. Bist du bereit, auf diesen Gewinn zu verzichten? Viele Hochsensible wählen die Sichtweise des Opfers, doch das ist keine gute Idee, denn dadurch gehen wir nicht in die Eigenverantwortung. Meinst du tatsächlich der Nachbar ist schuld daran, dass du keine Ruhe hast, oder das Wetter, die Politik, der Chef, der Partner, die Kinder … Wie viele Menschen müssten sich ändern, damit du glücklich bist? Ich wünsche dir Klarheit und Mut, um die Erfüllung deiner Bedürfnisse selbst in die Hand zu nehmen – freudvolle Grüße, Harald
Oh wie gut ich das verstehe. Ich bin in den letzten Jahren so oft umgezogen, immer auf der Suche nach Ruhe. Im Frühjahr wurde mir eine Wohnung in einer sehr ruhigen Anwohnerstraße versprochen, in einem Haus, in dem nur noch die beiden Vermieter wohnen, die angeblich auch sehr ruhig sind (beide fast 80 Jahre alt? )
Leider ist die „sehr ruhige“ Anwohnerstraße nicht wirklich ruhig, mit zum Teil sehr lauten Nachbarn und die beiden „älteren “ Vermieter sind über mir teilweise den ganzen Tag bis in den späten Abend hinein am schaffen, putzen, poltern, scheppern und was weiß ich alles. Leider gehen durch die vielen Umzüge so langsam meine finanziellen Reserven zur Neige und in bin ziemlich verzweifelt, weil ich nicht weiß, was ich noch machen soll. Man kann ja im Voraus nicht wirklich sicher wissen, ob es in einer anderen Wohnung wirklich ruhiger ist. Ich bin 60 Jahre alt und will doch einfach nur meine Ruhe
Sehr schwierig
Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen so offen teilst. Ich kann deine Verzweiflung und deinen Wunsch nach Ruhe so gut nachvollziehen – das ist etwas, das für hochsensible Menschen essenziell ist, und doch scheint es oft unerreichbar zu sein.
Es ist unglaublich schwierig, im Voraus wirklich zu wissen, ob eine Wohnung den gewünschten Frieden bringt. Papier ist geduldig, und selbst vermeintlich ruhige Umgebungen können im Alltag überraschend laut und stressig sein. Dein Frust ist mehr als verständlich, vor allem, wenn man bedenkt, wie viel Energie und finanzielle Ressourcen du bereits in die Suche nach der „richtigen“ Wohnung gesteckt hast.
Vielleicht könnte ein Zwischenschritt helfen: Manchmal ist es möglich, vor einem Umzug eine Wohnung für eine Weile zu „testen“, zum Beispiel durch Gespräche mit Nachbarn oder Besuche zu unterschiedlichen Tageszeiten, um die Geräuschkulisse besser einschätzen zu können. Das ist natürlich keine Garantie, aber es kann ein wenig Sicherheit geben.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du bald einen Ort findest, der dir die Ruhe und den Rückzugsraum schenkt, den du dir so sehr wünschst. Und vielleicht kannst du in der Zwischenzeit mit kleinen, kreativen Maßnahmen (wie schallabsorbierenden Materialien, einer Lärmschutzkopfhörer-Zeit oder bewussten Rückzugsritualen) ein wenig mehr Ruhe in deinen aktuellen Alltag bringen.
Du bist nicht allein in diesem Wunsch – viele Hochsensible kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen. Dein Bedürfnis ist absolut legitim, und ich hoffe, dass sich bald eine Lösung findet, die für dich passt.
Alles Liebe und viel Kraft für dich!
Anne
Ich habe eine wundersxhöne Woh ung, nur 200m von einem großen Wald entfernt, mit Dachterrasse. Aber unten wohnt eine unfassbar unmögliche Familie. Dauernd Besucht, 7 Autos, 5 Kinder, die abwechsend im Garten rumkreischen. Mittagspausen sind nicht bekannt, auch nach mehreren Gesprächen keine Besserung. Der Fernseher läuft den ganzen Tag und ist vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss zu hören, von 11 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts. Ich habe schon nach Alternativen gesucht, aber es ist alles so teuer und ich wohne hier erst 1,5 Jhre, bin aus der vorherigen Wohnung ausgezogen wegen einer Baustelle, wo mich der Bagger jeden Morgen um 6 geweckt hat. Und, Ja, ich bin hochsensibel und stark lärmempfindlich. wWenn ich bei Wohnungsangeboten nach Kinderlärm frage, bekomme ich Hasskommentare…ich weiß nicht mehr weiter
Ein Horror bei mir, erst 6 jahre heim, dann 5 jahre ehe,dann zu dritt ein zimmer bei der oma, 3 jahre couchsurfing,1 jahr notunterkunft….jetzt 1,5 zimmer wohnung mit traumhafter lage ,aber sozialviertel tagsüber gehts zu im hof, nachts im haus….seit 1 jahr keine ruhe für yoga mehr und seit 1 monat insbesonders die tage, nichtmal mehr 30min zum meditieren (zum selbstheilen) 1-2 stunden vogelzwitschern und blätterrauschen,die ewigkeit erinnern. Neben all der geräuschkulisse…..und ich hab gar nix,es reicht nichmal fürs essen,geschweige den couchings etc oder ne ruhige berghütte…..ich möcht ja nur sein dürfen und malen…..bin ich wirklich zuviel hier?
Liebe Anne, den Artikel hätte ich mal vor drei Jahren, bevor ich in meine Wohnung zog, lesen sollen :). Von Hochsensibilität und eigenen Bedürfnissen wusste ich damals leider noch nichts. Meine DG-Wohnung ist sehr hell und ich schaue abends vom Bett aus in den Sternenhimmel :). Aber sie ist laut. So. Laut. Und der Gipfel ist nun, dass unter mir eine große Familie eingezogen ist, die von früh bis spät poltert. Dabei weiß ich mittlerweile, wie groß mein Ruhebedürfnis ist. Aber ich habe irgendwie Angst. Was ist, wenn auch die nächste Wohnung laut ist? Diese Angst hält mich im Moment noch hier. Doch du hast Recht – vielleicht gibt es ja doch Möglichkeiten…
Liebe Kirsten 🙂
Ich fühle mich genau gleich wie du. Super Wohnung, aber super lärmig, auch mit einer Familie unter mir. Zudem habe ich mit meinem Sozialhilfebudget nicht gerade viele Möglichkeiten bei der Wohnungssuche.
LG