10 Wege für mehr emotionale Stabilität bei Hochsensibilität

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Ein emotional reifer Mensch ist nicht unbedingt jemand, der ein bestimmtes biologisches Alter erreicht hat. Emotionale Reife lässt sich vielmehr daran erkennen, ob die Person charakterlich geerdet ist, ein stabiles Selbstbewusstsein besitzt und vor allem eine große Portion Selbstliebe in sich trägt. 

Kennst du Menschen, die auf unangenehme äußere Einflüsse locker und gelassen reagieren? Dieses Verhalten zeichnet eine emotionale Stabilität aus.

Wir können oft nicht beeinflussen, was uns im Leben widerfährt. Aber wir können immer entscheiden, wie wir auf die Umstände reagieren. Kommt ein Ball ins Leben geflogen, den wir nicht mögen, dann haben wir die Wahl: Ball auffangen, vorbeifliegen lassen oder zurückspielen. Es hört sich so einfach an, aber für die meisten Menschen ist das Erlangen einer emotionalen Reife eine Herausforderung.

Doch woran kannst du emotionale Stabilität genau erkennen und wie entwickelt sich diese Reife?

Die wichtigsten Eigenschaften für emotionale Stabilität

Emotional stabile Personen nehmen viele Dinge nicht persönlich und machen ihre Lebensqualität nicht abhängig von der Meinung anderer. Jeder kann diese Reife erreichen. Die Grundvoraussetzung für den Weg zur Stabilität ist ein starker Wille und viel Geduld. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Die folgenden 8 Eigenschaften spiegeln emotional gefestigte Personen wider:

  1. Selbstzufriedenheit: Die Bestätigung von anderen ist zwar schön, aber nicht notwendig. Selbstzufriedene Menschen leben in Harmonie und sind in Balance.
  2. Dankbarkeit: Das Gefühl der Dankbarkeit macht glücklich und zufrieden. Wenn du für etwas dankbar bist, kommt immer mehr davon in dein Leben.
  3. Herzlichkeit: Die Liebe auch in Situationen und Menschen zu erkennen und zu spüren, insbesondere dann, wenn es schwierig wird.
  4. Motivation: Emotional gereifte Menschen finden aufbauende Worte für andere, unterstützen und motivieren sie.
  5. Loslassen: Es ist wichtig zu erkennen, wann es Zeit ist, Dinge, Beziehungen oder bestimmte Situationen loszulassen. Loslassen hat nichts mit Aufgeben zu tun.
  6. Zuhören: Die Natur hat uns Menschen zwei Ohren und einen Mund gegeben. Deshalb ist es sinnvoll, doppelt so viel zuzuhören als zu sprechen.
  7. Toleranz: Stabile Persönlichkeiten wertschätzen andere Meinungen, Lebensweisen und Entscheidungen.
  8. Das Leben im Hier und Jetzt: Die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten stärkt die Lebensqualität. Die Vergangenheit klopft bei vielen Menschen oft an, aber manchmal sollte man einfach die Tür zulassen.

Emotionale Stabilität oder gefühlsmäßig labil?

Emotional instabile Menschen neigen zu innerer Unruhe, sind oft nervös, wenig zufrieden und äußerst sprunghaft. Sie wechseln in Windeseile ihre Gefühle. Auf ihr Umfeld wirken sie verletzlich, unberechenbar und sehr emotional.

Wenn du emotional ausgeglichen und stabil bist, dann handelst du ruhig und selbstsicher. Natürlich fühlen emotional reife Menschen ihre Emotionen, aber sie können diese einfach besser wahrnehmen, analysieren und kontrollieren.

10 Wege für mehr emotionale Stabilität

Deine Werte – Deine Bedürfnisse

Wenn du emotional reif durchs Leben gehen möchtest, dann beziehe nicht alles auf dich persönlich. Kenne deine Werte, Bedürfnisse und Ziele und handele danach. Die Meinung der anderen darf die Meinung der anderen bleiben – es ist nicht deine. Dein Wert hängt nicht von der Anerkennung anderer Menschen ab, sondern deine eigene Wertschätzung dir gegenüber zählt. Denke immer daran: Was Paul über Otto sagt, sagt mehr aus über Paul, als über Otto.

Die Abgrenzung

Wenn du dich auf jede Auseinandersetzung und kritische Äußerung einlässt, dann kannst du deine innere Balance verlieren. Kommen haltlose Anschuldigungen und Wortgefechte auf dich zu, dann weiche aus. Das ist absolut keine Schwäche, sondern zeigt dein Selbstbewusstsein und deine Stärke. Manchmal muss man sich entscheiden: Will ich glücklich sein oder um mein Recht kämpfen? Beides zu vereinen funktioniert im Leben oft nicht.

Da sind sie, meine Gefühle

Die eigenen Gefühle zu kontrollieren bedeutet auch, im gegenwärtigen Moment angemessen auf die Emotionen zu reagieren. Negativ empfundene Emotionen wie Trauer, Angst und Frustration spürt jeder Mensch. Wenn diese Gefühle aufkommen, dann sei dir bewusst, dass sie da sind und auch da sein dürfen. Ein Wegdrängen bringt auf Dauer nicht viel, denn umso stärker kommen diese negativen Gefühle zurück. Allein die Bewusstheit, dass du alle deine Gefühle spüren darfst, ist schon ein Riesenschritt zur emotionalen Stabilität. Setz dich jedoch nicht mit der Traurigkeit an die Bar und verweile dort, sondern lass sie weiterziehen.

C’est la vie – So ist das Leben

Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Für die meisten Menschen bedeutet Veränderung nichts Gutes, denn dann kommt häufig das Gefühl der Unsicherheit in ihnen zum Vorschein. Emotional reife Menschen treten Veränderungen offen gegenüber. Das ganze Leben ist eine ständige Veränderung. Eine Kündigung kann auch eine neue Chance sein, endlich den wirklich passenden Job zu finden. Der Partner hat sich getrennt? Jetzt hast du die Chance, dich allein weiterzuentwickeln und dich besser kennenzulernen. Emotional stabile Menschen klammern sich nicht an ihre Komfortzone, sondern erkennen neue Wege und Chancen. Sie sehen mögliche Verbesserungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Der Glaube versetzt Berge

Ein starkes Zeichen für emotionale Reife ist auch, in schweren Momenten an sich und die eigenen Ziele zu glauben. Optimismus prägt das Denken, Fühlen und Handeln. Rückschläge gehören zum Leben dazu. Wenn man hinfällt, darf man das Aufstehen nicht vergessen. Pessimisten bleiben liegen. Starke Persönlichkeiten stehen einmal mehr auf, als sie hingefallen sind. Das Leben besteht aus einer Aneinanderreihung von Erfahrungen und Erlebnissen. Fehler sowie Niederlagen sind einfach ein Teil eines erfolgreichen Lebens.

Erkenne genau diesen Moment

Lass dich von deinen Emotionen nicht vorschnell zu etwas hinreißen. Menschen reagieren häufig emotional ungehalten, wenn sie sich, beispielsweise in einer Diskussion, angegriffen fühlen. Dann kann es laut werden und der zwischenmenschliche Umgang ist alles andere als respektvoll. Es gibt einen Spielraum zwischen dem Reiz und der Reaktion darauf. Erkenne diesen Moment und entscheide dann, wie du handelst. Oft hilft es, wenn man sich aus einer unangenehmen Situation herausnimmt und den Raum verlässt.

Fehler und Fettnäpfchen?

Stehe zu deinen Fehlern. Jeder macht sie. Die Frage ist doch, was du daraus machst. Fehler sind Teil des Lernprozesses. Wer Fehler wegschiebt, andere dafür verantwortlich macht, übernimmt keine Selbstverantwortung. Emotionale Reife erlangst du durch die Reflektion deines eigenen Verhaltens. Fehler zeigen auf, was du das nächste Mal anders machen kannst.

Selbstliebe ist kein Egoismus

Egal was du tust oder nicht tust, es gibt immer Menschen, die dich kritisieren. Und wenn du das weißt, dann kannst du gleich das machen, was deinen Talenten, Werten und Wünschen entspricht. Wenn du dein Leben lebst, glücklich, gelassen und emotional stark bist, dann kannst du das an andere weitergeben. Aber zuerst muss dein eigenes Glas voll sein, um andere Gläser füllen zu können.

Die Sache mit der Persönlichkeitsentwicklung

Du bist gut so, wie du bist. Du bist genug so, wie du bist. Die zwei Sätze verwirren viele, denn wer sich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, hört oft Aussagen, wie: Arbeite an dir! Werde die beste Version deines Selbst! Die Balance zu halten, das ist das Wichtigste. Natürlich kann man etwas tun, um sich zu verbessern. Mit neuen Denkweisen und Handlungen gestaltest du dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen. Doch heute, im jetzigen Moment bist du genau richtig. Du hast alles, was du brauchst schon in dir. Deine in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen hast du mit deinem vergangenen Wissen getroffen. Emotionale Stabilität erreichst du, wenn du dich mit deinen Stärken und vor allem mit deinen Schwächen annimmst. Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Vertraue auf deine Stärken und Fähigkeiten.

Das emotional intelligente Bauchgefühl

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist das Erkennen und Verstehen der eigenen Gefühle sowie auch der Gefühle anderer. Wenn du dir darüber im Klaren bist, dann kannst du viel besser auf eigene und fremde Emotionen reagieren. Viele kennen das Gefühl, eine Entscheidung aus dem Kopf heraus getroffen zu haben, die letztlich nicht erfolgversprechend war. Der Bauch und das Herz wissen oft schon viel früher als der Verstand, was richtig ist. Wenn du emotional reif handeln möchtest, dann entwickle ein Gespür für dein Bauchgefühl und berücksichtige es bei deinen Entscheidungen.

Emotionale Stabilität ist wichtig für ein glücklichen, harmonischen Leben

Gefühle können unseren Wünschen, Zielen und Träumen oft ganz schön im Weg stehen. Du bist nicht deine Gefühle – du hast Gefühle. Wenn du diesen Unterschied kennst und danach lebst, dann fühlst du innere Freiheit. Erst muss die innere Welt stimmen – dann spiegelt sich das in deiner erlebten Realität wider.

Herzlichst
Anne

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Kommentare

Eine Antwort

  1. Es liest sich sehr leicht und man weiss es im Grunde genommen, aber Emotionen zu steuern, das ist das Problem, weil der Kopf dir in dem Moment nicht sagt, dass das grad nicht passt. Die Emotion regiert und das ist die Schwierigkeit!

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