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Essentials: Neurodivergenz
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Autoren
Anne Heintze
Harald Heintze
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Der einzige Ort, an dem Neurodivergenz nicht erklärt werden muss – hier wird sie gefeiert, verstanden und zur Quelle deiner größten Stärke gemacht. Für alle Menschen, die anders besonders sind.
Ein verlorener Zwilling, vielleicht dein vorgeburtliches Trauma? – Teil 1
Du fühlst dich innerlich leer und einsam, obwohl von außen alles stimmt? Du kennst Verlustangst und gleichzeitig die Angst vor zu viel Nähe? Dir fehlt etwas, doch du kannst nicht sagen, was? Dann hattest du vielleicht einmal einen Zwilling. Viele Menschen tragen seit ihrer Geburt und sogar schon davor eine unbewusste Trauer in sich. In diesem ersten Teil der Serie erfährst du, was hinter dem Phänomen steckt, welche Spuren es hinterlässt und warum gerade hochsensible und neurodivergente Menschen besonders darauf reagieren.
Manche Menschen beschreiben ein Gefühl, das sie nie ganz loslässt. Es ist die leise Ahnung, dass jemand fehlt. Sie suchen nach einer Nähe, die kein Partner und keine Freundschaft je ganz stillen kann. Betroffene fühlen sich nicht falsch am Platz und doch nie wirklich angekommen.
Vielleicht erkennst du dich darin wieder. Möglicherweise hast du dieses Gefühl längst als Teil deiner Persönlichkeit abgetan. Es könnte jedoch eine sehr frühe Geschichte dahinterstehen, von der du nie etwas erfahren hast. Es ist die Geschichte eines verlorenen Zwillings.
Vor allem hochsensible und hochsensitive Menschen leiden unter dem Verlust eines Zwillings oft besonders. Ihre feine Wahrnehmung lässt vermuten, dass die frühe Bindung an das Geschwisterkind intensiver erlebt und der spätere Verlust stärker gespürt wird. Manche berichten von einer Art unsichtbarer Verbindung, die sie ihr Leben lang begleitet.
Was ein verlorener Zwilling überhaupt ist
Ein verlorener Zwilling entsteht, wenn eine Schwangerschaft als Mehrlingsschwangerschaft beginnt und nur ein Kind geboren wird. Das zweite Kind ist im Verlauf der Schwangerschaft schwächer geworden und schließlich gestorben, oft sehr früh und für die Mutter unbemerkt. In der Medizin spricht man vom Vanishing-Twin-Syndrom, also vom verschwindenden Zwilling.
Diese Vorgänge sind häufiger, als viele denken. Schätzungen aus der Ultraschallforschung gehen davon aus, dass ein erheblicher Anteil aller Schwangerschaften zu Beginn mehr als einen Embryo trägt, während am Ende nur ein Kind zur Welt kommt. Geboren werden Zwillinge dagegen deutlich seltener. Ein früh verlorener Zwilling ist also kein Ausnahmefall.
Auch bei künstlicher Befruchtung werden manchmal mehrere befruchtete Eizellen eingesetzt, von denen sich nicht alle weiterentwickeln. Die Forschung zu den seelischen Folgen ist noch jung. Genau deshalb wurde dem Thema lange wenig Beachtung geschenkt. Auf den ersten Blick mag es ungewöhnlich klingen, hier von einem Trauma zu sprechen.
Spürt ein Ungeborenes den Verlust wirklich?
Viele Menschen zweifeln daran, dass ein Embryo den Tod seines Zwillings überhaupt wahrnehmen kann. Schaut man jedoch auf die Entwicklungsbiologie, ergibt sich ein erstaunliches Bild. Ungeborene sind keineswegs empfindungslose Wesen.
Schon früh setzt das Kind im Mutterleib seine Sinne ein. Es nimmt den Herzschlag und die Verdauungsgeräusche der Mutter wahr, reagiert auf Berührung und bewegt sich spontan. Ein Ungeborenes kann am Daumen lutschen, gähnen und Schluckauf bekommen. Das Herz beginnt bereits in der sechsten Woche zu schlagen.
Bei einer Zwillingsschwangerschaft teilen sich zwei kleine Wesen über Wochen denselben engen Raum. Forschende haben mit Ultraschall beobachtet, dass Zwillinge im Mutterleib Kontakt aufnehmen, sich berühren und aufeinander reagieren. Verstummt der vertraute zweite Herzschlag, verändert sich diese Umgebung von einem Moment zum anderen. Plötzlich ist es ganz still.
Ob ein Embryo das bewusst erlebt, lässt sich wissenschaftlich nicht beweisen. Die Vorstellung, ein solch früher Verlust ginge gänzlich spurlos vorüber, erscheint aus heutiger Sicht jedoch wenig wahrscheinlich. Genau hier setzt die Arbeit mit dem verlorenen Zwilling an. Sie versteht diese frühe Erfahrung als mögliche Wurzel späterer Gefühle, ohne sie als einzig denkbare Erklärung zu behandeln.
Warum gerade neurodivergente Menschen so stark resonieren
In meiner Arbeit in der HOCHiX-Akademie begegnen mir besonders viele hochsensible, hochbegabte, vielbegabte und neurodivergente Menschen, die sich vom Thema des verlorenen Zwillings sofort angesprochen fühlen. Das ist kein Zufall. Ein neurodivergentes Nervensystem verarbeitet Reize intensiver, verknüpft mehr Eindrücke miteinander und reagiert feiner auf das, was unter der Oberfläche liegt.
Wer hochsensibel ist, nimmt feinste Stimmungen, Körperempfindungen und unausgesprochene Spannungen wahr. Diese Begabung kann dazu führen, dass eine sehr frühe Erfahrung länger und lebhafter nachwirkt. Auch Menschen mit ADHS oder im Autismus-Spektrum berichten oft von einem ausgeprägten Gefühl des Andersseins, das sich schwer benennen lässt.
Wichtig ist mir hier ein ehrlicher Hinweis. Neurodivergenz verursacht keinen verlorenen Zwilling und ein verlorener Zwilling macht niemanden neurodivergent. Beides sind eigenständige Realitäten. Sie können sich jedoch überlagern. Genau diese Überlagerung lohnt einen aufmerksamen Blick.
Neurodivergente Eigenheit oder Spur des Zwillings?Viele Empfindungen, die diesem Phänomen zugeschrieben werden, gehören auch ganz natürlich zu einem neurodivergenten Leben. Bevor du ein Gefühl auf einen Zwilling beziehst, frage dich behutsam, ob es nicht auch ein vertrautes Merkmal deiner Wesensart sein könnte. ● Das Gefühl, anders und nicht ganz zugehörig zu sein, kennen viele neurodivergente Menschen seit der Kindheit. ● Ein starkes Bedürfnis nach Nähe und zugleich nach Rückzug ist auch bei Hochsensibilität und Autismus verbreitet. ● Reizoffenheit, Empathie und eine reiche Innenwelt sind Kennzeichen vieler hochbegabter und hochsensibler Menschen. ● Innere Unruhe und das Suchen ohne klares Ziel begegnen uns ebenso bei ADHS. Beides darf nebeneinander stehen. Du musst dich nicht entscheiden, sondern darfst beides ernst nehmen. |
Wie ein verlorener Zwilling sich zeigen kann
Der Verlust eines Zwillings vor oder kurz nach der Geburt ist kaum erinnerbar. Genau das macht ihn so schwer greifbar. Was bleibt, sind oft diffuse Gefühle und Muster, die sich durch das ganze Leben ziehen können, ohne dass die Betroffenen ihren Ursprung kennen.
Wichtig ist dabei eine ehrliche Einordnung. Keines der folgenden Anzeichen beweist für sich genommen einen verlorenen Zwilling. Viele dieser Erfahrungen haben andere Ursachen, etwa frühe Bindungserlebnisse, Verluste oder andere belastende Erfahrungen. Sieh die folgenden Sammlungen deshalb als behutsame Anregung zur Selbstbeobachtung und nicht als Diagnose.
In Beziehungen und Partnerschaften● Freundschaftliche, fast geschwisterliche Beziehungen mit wenig Erotik ● Intensive Freundschaften mit starker Nähe und großem Bedürfnis nach einem besten Menschen ● Verlustangst oder das Gegenteil davon: selbst verlassen, um nicht verlassen zu werden ● Schnelles Verlieben und ebenso schnelles Entlieben ● Großes Bedürfnis nach Berührung und Nähe, oft Hauthunger genannt ● Symbiotische Partnerschaften, in denen alles nur gemeinsam geschieht ● Die Sehnsucht nach einem Seelenpartner und eine endlose Suche danach ● Schwierigkeiten loszulassen, Kontrollbedürfnis und Konfliktvermeidung |
Im KörperManche Betroffene berichten über körperliche Auffälligkeiten. Ob diese tatsächlich mit einem verlorenen Zwilling zusammenhängen, ist wissenschaftlich nicht gesichert. Sie werden hier als Beobachtungen aus der Praxis genannt, nicht als bewiesene Folgen. ● Myome, Fibrome und Zysten ● Hautveränderungen wie Warzen oder wuchernde Narben ● Asymmetrien in Gesicht oder Körper ● Schlafstörungen und ein erhöhtes Stressempfinden |
Im Sozialleben● Großes Bedürfnis nach Lebensintensität und nach Grenzerfahrungen ● Risikofreude bis hin zum High Sensation Seeking ● Häufige Umzüge, Reiselust und ein Gefühl der Heimatlosigkeit ● Einkaufen und Kochen für viel mehr Menschen als nötig ● Starke Bindung an Tiere oder Kuscheltiere ● Ausgeprägte Empathie und großes Mitgefühl |
In der Seele● Innere Leere oder ein Gefühl der Sinnlosigkeit ● Verlustängste und Schuldgefühle ohne erkennbaren Anlass ● Phasen von Niedergeschlagenheit oder Angst ● Das Gefühl, sich selbst fremd zu sein |
Wenn die Ahnung erst einmal da ist
Hast du den Gedanken einmal zugelassen, dass dich ein Zwilling hätte begleiten können, tauchen oft neue Fragen auf. Du fragst dich vielleicht, wie es heute mit deinem Geschwisterkind wäre. Manche möchten wissen, ob sie sich gut verstehen würden und wie er oder sie wohl aussähe. Solche Gedanken zeigen, wie weitreichend dieses unterschätzte Thema ist.
Das Gespräch mit deinen Eltern bringt nicht immer Klarheit. Manche Mütter reagieren irritiert oder abwehrend auf die Frage nach einem verlorenen Zwilling. Andere wissen schlicht nichts davon, weil der Verlust unbemerkt blieb. Belastende Reaktionen sind möglich, also gehe behutsam mit dir und deinen Angehörigen um.
Der Weg zur Selbsterkenntnis
Der wichtigste Schlüssel ist die ehrliche Selbstbeobachtung. Bevor du das Gefühl auf einen Zwilling beziehst, lohnt es sich, andere mögliche Ursachen zu bedenken. Frühe Verluste, belastende Kindheitserfahrungen oder Übergriffe können ähnliche Spuren hinterlassen.
Bei Frauen lösen manchmal auch ein Schwangerschaftsabbruch oder der Verlust eines Zwillings in der eigenen Schwangerschaft vergleichbare Gefühle aus. In der körperorientierten Arbeit berichten Menschen außerdem von Themen, die offenbar aus früheren Generationen stammen. Solche Beobachtungen werden gern epigenetisch gedeutet. Hier ist Vorsicht angebracht, denn die Forschung zur Vererbung von Trauma steht noch am Anfang und erlaubt keine festen Schlüsse.
Auch eine Adoption oder der frühe Tod eines Geschwisterkindes können ähnliche Empfindungen auslösen. In seltenen Fällen erfahren Menschen erst durch eine ärztliche Gewebeuntersuchung von ihrem Zwilling, etwa wenn in einer entfernten Zyste embryonales Gewebe gefunden wird. Solche Befunde sind ungewöhnlich und nicht der Regelfall.
Heilungs-Impuls: Erkenntnisfragen zum verlorenen ZwillingNimm dir einen ruhigen Moment und spüre nach, was die folgenden Fragen in dir auslösen. ● Was bewirkt die Annahme in mir, ich hätte einen Zwilling gehabt? ● Ergibt plötzlich manches einen Sinn, das ich mir vorher nicht erklären konnte? ● Fühle ich mich erleichtert und gleichzeitig traurig? ● Habe ich das Gefühl, dass sich innerlich etwas in Bewegung setzt? |
Höre dabei auf dein Bauchgefühl und nimm deine feinen Wahrnehmungen ernst. Gerade als neurodivergenter Mensch darfst du dieser inneren Resonanz vertrauen. Wenn die Annahme für dich stimmig ist, wirst du das spüren. Dann können auch die Schritte zur Verarbeitung wirken und es wird dir mit der Zeit leichter ums Herz. Die liebevolle Arbeit mit deinem inneren Kind ist dabei ein wertvoller Begleiter.
Wichtig ist mir noch ein Hinweis. Wenn dich diese Gefühle stark belasten oder du an Lebensmüdigkeit denkst, hole dir bitte fachliche Unterstützung. Eine Psychotherapeutin oder ein Arzt kann dir hier zur Seite stehen. Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
In den nächsten beiden Teilen dieser Serie gehen wir weiter. Im zweiten Teil schauen wir uns die möglichen Anzeichen ausführlich an. Der dritte Teil zeigt dir mit dem 6-Punkte-Programm einen liebevollen Weg, den Verlust anzunehmen und Frieden damit zu schließen.
Ein verlorener Zwilling ist ein leises, oft übersehenes Thema. Du bist nicht verrückt, wenn du dich unvollständig fühlst oder eine Nähe suchst, die du nicht benennen kannst. Gerade dein feines, neurodivergentes Spüren ist hier kein Störfaktor, sondern dein Zugang. Wenn du diese frühe Geschichte als Möglichkeit zulässt und sie behutsam erforschst, kann aus einer unbewussten Trauer eine annehmende, sogar kraftspendende Verbundenheit werden.
Du möchtest verstehen, wie frühe Prägungen dein heutiges Erleben formen? In den Neuro Coaching Workshops der HOCHiX-Akademie geht es um genau solche Themen, etwa darum, wie du als hochsensibler Mensch mit alten Verlustgefühlen umgehst und deine feine Wahrnehmung als Stärke nutzt. Alle Themen und die Anmeldung findest du unter hochix.com/neuro-coaching.
Hier kommst du zum 2. Teil der Artikelserie über verlorene Zwillinge: Die möglichen Symptome (ausführlich).
Zur Verarbeitung des Verlusts nutze das 6-Punkte-Programm zur Heilung des Traumas, das ich dir in Teil 3 der Artikelserie über verlorene Zwillinge beschrieben habe.
Herzlichst
Anne
Quellen
Boklage, Charles E. (1990): Survival probability of human conceptions from fertilization to term. International Journal of Fertility.
Landy, H. J. & Keith, L. G. (1998): The vanishing twin: a review. Human Reproduction Update.
Piontelli, Alessandra (2002): Twins: From Fetus to Child. Routledge.
Aron, Elaine N. (1997): The Highly Sensitive Person. Broadway Books.
Austermann, Alfred & Bettina (2014): Das Drama im Mutterleib. Der verlorene Zwilling. Books on Demand.
Lies hier mehr Artikel über Traumata und Hochsensibilität:
- Traumatische Erfahrungen überwinden durch Erfahrungsvertrauen
- Sind Hochsensibilität und Hochsensitivität angeboren oder erworben – vielleicht sogar durch Traumata?
- Die 8 Unterschiede zwischen Hypervigilanz durch Trauma und angeborener Hochsensibilität
- Posttraumatisches Wachstum: So kann dich ein Trauma stärker machen
- Die 5-4-3-2-1-Methode zur Emotionsregulation in herausfordernden Situationen
- Wenn Coaching nicht mehr reicht! Teil 5 – Transformation statt Coaching









9 Kommentare
Ich habe schon immer das Gefühl gehabt, das ich nur die Hälfte bin. Mir hat immer etwas an meiner Seite gefehlt. Ich habe mich immer leer und allein gefühlt. Ich habe auch immer Probleme jemand an mich ran zu lassen, weil die Angst zu groß war allein gelassen zu werden. Immer war ich auf der Suche nach meinen seelenverwandten. Nun erklärt sich vieles. Jetzt muss ich einen Weg finden wie ich das ganze verarbeiten kann.
Zieht man nicht automatisch auch noch andere Traumata an? Oder woher weiß ich woher meins kommt? Habe narzistische Eltern und pränatale Themen
Hallo,
also ich erkenne mich in der Tat bei vielem wieder. Bereits als Kind liebte ich es mit Freundinnen das Zwillingsein zu spielen, was auch noch in die Pubertät mit reinging (einen Film nachspielen). Generell faszinierte mich das Thema schon immer, bis heute.
Ich war als Kind oft traurig und fühlte mich immer anders, so unverstanden. Ich fühlte bis vor ein paar Jahren eine undefinierbare Leere in meiner Brust und wusste nicht warum, bis ein bestimmter Mann in mein Leben trat, wo ich dachte, er sei meine Dualseele. Ob es die wirklich gibt, weiß ich bis heute nicht.
Ich bin von Natur aus ein sehr aufopfernder Mensch und setze mich gerne für andere ein und gebe meist mehr als andere für mich tun würden. Für mich sind Familie und Freunde sehr wichtig, wie auch die Harmonie darin. Disharmonie macht mich leider nur krank. Was bei mir aber immer so war, dass ich starke Angst vor dem Alleinsein habe und mich auch sehr oft mit anderen austauschen muss. Dementsprechend viel Mensch brauche ich auch, wie auch Umarmungen die mir sehr wichtig sind und auch kuscheln.
Desweiteren bin ich sehr mitfühlend und habe einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Einen passenden Partner habe allerdings leider noch nicht gefunden und war immer bereits auf der Suche nach Liebe und fühle mich oftmals wertlos, wie ich behandelt wurde und ab und an noch werde. Ich liebe leider sehr schnell Menschen und dann meist bedingungslos und knabbere noch Jahre daran.
Vor ein paar Jahren habe ich mir bereits wieder Haustiere angeschafft, aus dem einfachen Grund, um bedingungslose Liebe zu erfahren. Eine große Bindung habe ich noch heute zu ihnen, auch wenn es nun bereits eine andere Schweinchengruppe ist als vor ein paar Jahren.
Arbeitstechnisch bin ich sehr perfektionistisch veranlagt und liebe Gruppenarbeiten. Privat gehe ich sehr gerne in meinen eigenen Projekten auf, wobei auch oder ein oder andere Hobbys schon hinzukamen.
Das Wort „Depression“ kenne ich nur zu gut in meinem Wortschatz, da ich vielmehr Negatives als Positives in meinem Leben bereits – so empfinde ich es – erlebt habe. Manchmal bin ich auch traurig ohne erkennbaren Grund.
Ich habe eine große Schwester und einen großen Bruder. Vor mir hatte meine Mutter leider zwei Fehlgeburten. Oft denke ich mir, dass diese vermutlich mehr mit meinem Leben angefangen hätten als ich, da ich ein nicht so tolles Leben erfahre.
Das waren jetzt ein paar Eckdaten zu mir. Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen? Ich würde mich auf jeden Fall sehr über eine Antwort Ihrerseits freuen!
Liebe Grüße, Rike
Betroffener es ist sooo sehr treffend ich bin so dankbar, dass es diesen breicht gibt und ich ihn als alleingeborener Zwilling gelesen habe, sonst hätte ich ihn nie nie nie geglaubt. Heftige Scheisse.
ich bin zutiefst betroffen, ich lese mein Leben
Zur Unterscheidung anderer Traumata bzw. Abgrenzung zu transgenerationalem Trauma und um festzustellen, ob diese für die eigene Entwicklung auch eine Rolle spielten, fand ich das hier sehr spannend zu erfahren: https://programm.ard.de/TV/arte/vererbte-narben/eid_28724272671862
Vielen lieben Dank für den wertvollen Tipp, LOVE, Anne