Soll ich Coach werden? Teil 1 - Deine Motivation und dein Alter als Coach

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Viele Menschen träumen davon, jeden Morgen mit Begeisterung aufzustehen, weil sie wissen, dass der Tag genau das beinhaltet, was sie tun möchten: anderen Menschen helfen, ihren Weg zu finden und ihn zu gehen. Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest und darüber nachdenkst, ob eine Karriere als Coach das Richtige für dich sein könnte, bist du hier genau richtig. In diesem ersten Teil unserer Artikelserie tauchen wir tief in die grundlegenden Aspekte des Coachings ein. Wir betrachten, was eine gesunde Motivation für diesen Beruf ausmacht und warum das Alter als Coach keine Rolle spielt, wenn es darum geht, ein erfolgreicher Coach zu werden.

Die gesunde Motivation, Coach zu werden

Eine gesunde Motivation ist der Schlüssel zu einem erfüllten und erfolgreichen Coaching-Beruf. Es ist wichtig, dass dein Wunsch zu helfen authentisch ist und von Herzen kommt. Die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Perspektiven zu verstehen, ist ebenso entscheidend. Coaches sind oft leidenschaftliche Lerner, die ständig an ihrer eigenen Entwicklung arbeiten und diese Begeisterung mit ihren Klienten teilen möchten. 

Ein positiver Glaube an das Potenzial jedes Menschen und die Freude an zwischenmenschlichen Beziehungen sind weitere wesentliche Motivatoren. Gleichzeitig ist es wichtig, ungesunde Motivationen wie Machtstreben, finanziellen Erfolg als Hauptmotivation, das Kompensieren eigener ungelöster Probleme oder den Wunsch nach Anerkennung kritisch zu hinterfragen, wenn du Coach werden möchtest.

  • Authentischer Wunsch zu helfen: Ein guter Coach verspürt einen tiefen, aufrichtigen Wunsch, andere Menschen bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Diese Motivation kommt von Herzen und ist nicht von äußeren Faktoren abhängig.
  • Empathie und Mitgefühl: Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und deren Gefühle und Perspektiven zu verstehen, ist eine wesentliche Triebfeder für effektives Coaching.
  • Leidenschaft für persönliches Wachstum: Coaches sind oft selbst begeisterte lebenslange Lerner, die ständig an ihrer eigenen Entwicklung arbeiten und diese Leidenschaft mit ihren Klienten teilen möchten.
  • Glaube an das Potenzial der Menschen: Eine positive Grundeinstellung und der feste Glaube daran, dass jeder Mensch über innere Ressourcen und Fähigkeiten zur Selbstentfaltung verfügt, sind wichtige Motivatoren.
  • Freude an zwischenmenschlichen Beziehungen: Der Wunsch, bedeutungsvolle Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen und sie auf ihrer Reise zu begleiten, ist eine treibende Kraft für viele, die Coach werden möchten.
 

Es ist jedoch auch wichtig, sich der möglichen ungesunden Motivationen bewusst zu sein, die manchmal Menschen dazu verleiten, Coach zu werden.

Eine ungesunde Motivation

  • Machtstreben: Der Wunsch, Kontrolle über andere auszuüben oder sich überlegen zu fühlen, ist keine gute Grundlage, um Coach zu werden.
  • Finanzieller Erfolg als Hauptmotivation: Obwohl es durchaus möglich ist, als Coach finanziell erfolgreich zu sein, sollte dies nicht die primäre Motivation sein.
  • Eigene ungelöste Probleme kompensieren: Manche Menschen hoffen, durch das Coaching anderer ihre eigenen Probleme zu lösen oder zu verdrängen. Dies kann zu unprofessionellem Verhalten und mangelnder Objektivität führen.
  • Anerkennung und Status: Der Wunsch nach Bewunderung und einem hohen sozialen Status sollte nicht die Hauptmotivation für eine Coaching-Karriere sein.
 

Es ist wichtig, ehrlich mit dir selbst zu sein und deine eigenen Motivationen kritisch zu hinterfragen. Eine Mischung aus gesunden Motivationen wird dir helfen, ein erfüllter und erfolgreicher Coach zu werden.

Dein Alter als Coach: Bist du zu alt, um Coach zu werden?

Alter ist kein Hindernis, sondern oft ein Vorteil im Coaching. Mit den Jahren sammelst du wertvolle Lebenserfahrungen, die deine Coaching-Praxis bereichern und dir Glaubwürdigkeit verleihen. Emotionale Reife und Weisheit, die mit dem Alter kommen, sind in schwierigen Coaching-Situationen von unschätzbarem Wert. 

Ein breiteres Verständnis für die Komplexität des Lebens, ein tiefes Wissen um eigene Stärken und Schwächen sowie ein gut ausgebautes Netzwerk können dir den Start und die Entwicklung deiner Coaching-Praxis erleichtern. 

Die Fähigkeit des Gehirns, neue neuronale Verbindungen zu bilden, bleibt bis ins hohe Alter erhalten. Viele Klienten schätzen die Lebenserfahrung und Weisheit älterer Coaches besonders. Daher ist das Alter kein Hinderungsgrund, um Coach zu werden.

  • Lebenserfahrung als Ressource: Mit zunehmendem Alter sammelst du wertvolle Lebenserfahrungen, die du in deine Coaching-Praxis einbringen kannst. Diese Erfahrungen verleihen dir Glaubwürdigkeit und helfen dir, dich besser in die Situationen deiner Klienten hineinzuversetzen.
  • Reife und Weisheit: Ältere Coaches verfügen oft über eine emotionale Reife und Weisheit, die jüngeren Kollegen manchmal noch fehlt. Diese Qualitäten können in schwierigen Coaching-Situationen von unschätzbarem Wert sein.
  • Vielfältige Perspektiven: Mit dem Alter entwickeln wir oft ein breiteres Verständnis für die Komplexität des Lebens. Diese Fähigkeit, Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, ist im Coaching äußerst wertvoll.
  • Selbstkenntnis: Ältere Menschen haben oft ein besseres Verständnis ihrer eigenen Stärken, Schwächen und Werte entwickelt. Diese Selbstkenntnis ist eine wichtige Grundlage für effektives Coaching.
  • Netzwerke und Kontakte: Im Laufe eines Berufslebens baust du wertvolle Netzwerke und Kontakte auf, die dir beim Start und bei der Entwicklung deiner Coaching-Praxis zugutekommen können.
  • Vorbildfunktion: Als älterer Coach kannst du für deine Klienten ein inspirierendes Vorbild sein, indem du zeigst, dass persönliche und berufliche Veränderungen in jedem Alter möglich sind.
 

Dein Alter als Coach ist also ein Vorteil

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Gehirn bis ins hohe Alter lernfähig bleibt. Die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, neue neuronale Verbindungen zu bilden, ist nicht auf die Jugend beschränkt. Studien haben gezeigt, dass lebenslanges Lernen und die Aufnahme neuer Herausforderungen sogar dazu beitragen können, die kognitive Funktion im Alter zu erhalten und zu verbessern.

Darüber hinaus schätzen viele Klienten die Lebenserfahrung und Weisheit älterer Coaches. In einer Gesellschaft, die oft Jugend und Schnelllebigkeit glorifiziert, kann die ruhige, erfahrene Präsenz eines älteren Coaches besonders wertvoll sein.

Es gibt auch zahlreiche Untersuchungen, die den Vorteil eines erfahrenen Coaches hervorheben und aus dem hervorgeht, dass Lebenserfahrung einer der wichtigsten Ressourcen ist:

 

Letztendlich ist es nicht das chronologische Alter, das deinen Erfolg als Coach bestimmt, sondern deine Leidenschaft, dein Engagement für kontinuierliches Lernen und deine Fähigkeit, echte Verbindungen zu deinen Klienten aufzubauen. 

Wenn du bereit bist, dein Wissen und deine Lebenserfahrung einzubringen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Coach zu werden.

Herzlichst, 
Anne

PS:

Lies die ganze Artikelserie zum Thema: Soll ich Coach werden

  1. Teil 1 – Deine Motivation und dein Alter
  2. Teil 2 – Wichtige Unterscheidungen
  3. Teil 3 – Der Alltag als Coach
  4. Teil 4 – Erfolgsfaktoren, Stolpersteine und Entscheidungsfindung
  5. Wenn Coaching nicht mehr reicht! Teil 5 – Transformation statt Coaching

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