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Essentials: Neurodivergenz
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Coaching-Ausbildung
Autoren
Anne Heintze
Harald Heintze
HOCHiX Community...
Der einzige Ort, an dem Neurodivergenz nicht erklärt werden muss – hier wird sie gefeiert, verstanden und zur Quelle deiner größten Stärke gemacht. Für alle Menschen, die anders besonders sind.
Wozu brauche ich eine Coachingausbildung? Ich kann mir das doch alles selbst beibringen!
Warum Intuition und Bücherwissen ein wunderbarer Anfang sind und erst Ausbildung und Innenbildung gemeinsam dich zum Coach machen.
Du spürst, was andere Menschen brauchen. Stapelweise Bücher über Coaching hast du auch schon gelesen. Warum also noch eine Coachingausbildung? In diesem Artikel erfährst du, was Selbststudium dir schenkt und wo es an seine Grenze kommt. Die Forschung zu Expertise und Feedback liefert dazu erstaunlich klare Antworten. Und du erfährst, warum der wichtigste Teil jeder guten Coachingausbildung bei dir selbst beginnt: in der Innenbildung.
Du fühlst dich berufen, Coach zu werden? Du hast das Gefühl, eine natürliche Gabe im Umgang mit Menschen zu haben? Vielleicht spürst du, was andere brauchen. Es scheint, als würden dir die Menschen ihr Herz ausschütten, sobald sie in deiner Nähe sind. Du hast eine starke Intuition, eine besondere Empathie und du kannst „fühlen“, was in anderen vorgeht.
Dazu kommt oft ein zweiter Gedanke: Ich lerne schnell. Ich habe mir schon so vieles selbst beigebracht, warum nicht auch das? Podcasts, Fachbücher, Online-Kurse und Videos gibt es schließlich in Hülle und Fülle.
Ich höre diese Gedanken oft und ich verstehe sie gut. Es ist eine wunderbare Gabe, intuitiv zu spüren, was in einem Menschen vorgeht. Viele großartige Coaches haben diese Gabe. Coaching ist aber mehr als „fühlen“ und „raten“. Coaching ist eine professionelle Disziplin, die neben Intuition und Empathie auch Wissen, Methodik und begleitete Praxis erfordert.
Seit 2010 bilde ich in der HOCHiX-Akademie Coaches aus. In dieser Zeit habe ich viele Menschen erlebt, die mit genau diesem Satz zu uns kamen: „Eigentlich kann ich mir das doch selbst beibringen.“ Die meisten haben später gesagt, dass sie erst in der Ausbildung verstanden haben, was ihnen allein gefehlt hat.
Kurz gesagt Eine Coachingausbildung lohnt sich, weil Coaching eine Handlungskompetenz ist, die du durch begleitete Praxis, Feedback und Reflexion erwirbst und kaum allein aus Büchern. Studien zeigen, dass Erfahrung ohne gezieltes Feedback die Wirksamkeit von Begleitern kaum verbessert. Ein erfahrener Lehrer spiegelt dir deine blinden Flecken, gibt dir Rückmeldung zu echten Coachingsituationen und verkürzt so deinen Lernweg. Ebenso wichtig ist die Innenbildung, also das begleitete Kennenlernen deiner eigenen Wahrnehmung, Muster, Geschichte und Haltung. Ein Coach kann andere Menschen nur so weit begleiten, wie er selbst gegangen ist. Für neurodivergente Menschen ist das besonders wertvoll, weil ihr eigenes Nervensystem im Coaching zum wichtigsten Instrument wird. |
Was ist eine Coachingausbildung und was unterscheidet sie vom Selbststudium?
Eine Coachingausbildung ist ein strukturierter Lernweg, in dem du unter Anleitung erfahrener Ausbilder Wissen, Methoden und Haltung erwirbst und in echten Coachingsituationen übst, reflektierst und Rückmeldung bekommst.
Genau dieser letzte Teil macht den Unterschied. Im Selbststudium sammelst du Wissen. Du liest, wie eine gute Frage aufgebaut ist, welche Phasen ein Coachingprozess hat und welche Methoden es gibt. Das ist wertvoll und ich ermutige dich ausdrücklich dazu, weiter zu lesen und neugierig zu bleiben.
Coaching selbst findet allerdings in der Begegnung statt. Was du in einem Buch liest, ist Wissen über Coaching. Was du in einer Sitzung brauchst, ist die Fähigkeit, dieses Wissen im richtigen Moment bei einem echten Menschen anzuwenden. Diese Fähigkeit entsteht durch Üben, Scheitern, Nachfragen und erneutes Üben, idealerweise mit jemandem, der dir dabei zusieht.
Ein weiterer Punkt wird oft übersehen: Die Berufsbezeichnung „Coach“ ist in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Jeder Mensch darf sich so nennen. Für deine zukünftigen Klienten ist eine fundierte Ausbildung deshalb eines der wenigen verlässlichen Zeichen dafür, dass du weißt, was du tust. Für dich selbst ist sie die Sicherheit, auch in schwierigen Sitzungen gut begleiten zu können.
Coaching ist mehr als ein gutes Gefühl
Es ist faszinierend, wie viele Menschen glauben, Coaching funktioniere allein aus einem natürlichen Talent heraus. Empathie und Intuition sind wichtige Werkzeuge. Sie sind aber nur die Spitze des Eisbergs.
Coaching bedeutet, Menschen gezielt auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre eigenen Antworten zu finden. Dabei spielt neben deinem Gespür ein fundiertes Wissen darüber, wie Menschen funktionieren, eine entscheidende Rolle.
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welche Blockaden, Glaubenssätze und inneren Hindernisse ein Klient mitbringt? Oft sind es genau diese Muster, die ihn daran hindern, voranzukommen. Coaching heißt, solche Hindernisse zu erkennen, die passenden Fragen zu stellen und den Klienten dabei zu unterstützen, eigene Wege daran vorbei zu finden. Hier kommt der psychologische Hintergrund ins Spiel: Wissen darüber, wie der menschliche Geist arbeitet und wie sich Veränderungsprozesse anstoßen lassen.
Dass Coaching grundsätzlich wirkt, ist gut belegt. Eine Metaanalyse von Tim Theeboom, Bianca Beersma und Annelies van Vianen aus dem Jahr 2014 fand positive Effekte auf Leistung, Wohlbefinden, Bewältigungsfähigkeit und Selbstregulation. Entscheidend ist dabei, wie gut ein Coach arbeitet. Die Psychologinnen Carolin Graßmann, Franziska Schölmerich und Carsten Schermuly haben 2020 in einer Metaanalyse Daten aus zahlreichen Coachingstudien zusammengeführt. Ihr Ergebnis: Die Qualität der Arbeitsbeziehung zwischen Coach und Klient hängt eng mit dem Erfolg eines Coachings zusammen. Eine tragfähige Beziehung entsteht allerdings nicht von selbst. Sie braucht Präsenz, Klarheit, gute Grenzen und die Fähigkeit, auch schwierige Momente zu halten. All das lässt sich lernen, am besten im direkten Kontakt.
Was dich als Coach wirklich besser macht
Vielleicht denkst du jetzt: Dann sammle ich eben Erfahrung, indem ich einfach anfange. Das klingt logisch. Die Forschung zeichnet hier jedoch ein überraschendes Bild.
Der Psychologe Simon Goldberg und sein Team haben 2016 die Behandlungsergebnisse von 170 Therapeuten mit über 6.500 Klienten über viele Jahre hinweg ausgewertet. Im Durchschnitt wurden die Begleiter mit wachsender Berufserfahrung nicht wirksamer, eher im Gegenteil. Jahre im Beruf allein machen niemanden automatisch zu einem besseren Begleiter.
Warum ist das so? Der Expertiseforscher Anders Ericsson hat gezeigt, dass echte Meisterschaft durch „deliberate practice“ entsteht, also durch gezieltes Üben an den eigenen Schwachstellen, mit klarer Rückmeldung und unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers. Wer nur wiederholt, was er ohnehin schon kann, festigt seine Gewohnheiten, auch die ungünstigen.
Auch die Lernforschung bestätigt das. John Hattie und Helen Timperley haben 2007 in ihrer viel zitierten Übersichtsarbeit gezeigt, dass Feedback zu den wirksamsten Einflussfaktoren auf Lernerfolg gehört, vorausgesetzt es ist konkret und auf das Ziel bezogen. Genau diese Art von Rückmeldung bekommst du im Selbststudium kaum. Ein Buch kann dir nicht sagen, an welcher Stelle deiner letzten Sitzung du den Faden verloren hast.
Der blinde Fleck: Warum du dich nicht selbst spiegeln kannst
Ein Lehrer, ein Mentor, ein erfahrener Coach an deiner Seite ist der Spiegel, den du brauchst, um deine eigenen Stärken und Entwicklungsfelder zu erkennen. Diesen Spiegel kannst du dir selbst nur sehr begrenzt vorhalten.
Die Psychologen Justin Kruger und David Dunning haben 1999 beschrieben, warum das so ist. Gerade in Bereichen, in denen uns noch Wissen oder Übung fehlt, fällt es uns schwer, die eigene Leistung realistisch einzuschätzen. Denn um einen Fehler zu bemerken, bräuchten wir genau die Kompetenz, die uns noch fehlt.
Im Coaching zeigt sich das besonders deutlich. Vielleicht stellst du Fragen, die den Klienten unbewusst in eine Richtung lenken. Vielleicht gibst du Ratschläge, obwohl du eigentlich begleiten wolltest. Oder du übernimmst unbemerkt Verantwortung, die beim Klienten bleiben sollte. Solche Muster sind menschlich und sie zeigen sich meist erst, wenn jemand von außen hinschaut.
Du kannst in einem Buch viele Techniken lesen, doch wie du mit einem echten Klienten in Resonanz gehst, lernst du im Kontakt. Wie du deine Intuition gezielt einsetzt und wie du die Feinheiten eines Coachingprozesses meisterst, entwickelst du am besten mit jemandem an deiner Seite, der dich anleitet und deine Entwicklung begleitet.
Reflexionsfragen für dich ● Welche Rückmeldungen zu deiner Art, Menschen zu begleiten, hast du bisher bekommen und von wem? ● In welchen Gesprächssituationen fühlst du dich unsicher, obwohl du theoretisch weißt, was zu tun wäre? ● Was würdest du einen erfahrenen Coach fragen, wenn er dir eine Stunde lang zuhören würde? ● Welche deiner eigenen Themen könnten in einer Sitzung berührt werden, wenn ein Klient Ähnliches erzählt? |
Die Weisheit der Traditionen: Ein Lehrer ist kein Zufall
Schau dir traditionelle Lernwege an. In fast jeder Kultur gibt es weise Lehrer, die ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben: Meister und Lehrling im Handwerk, Lehrerin und Schülerin in der Kampfkunst, erfahrene Heiler und ihre Nachfolger. Diese Form des Lernens hat sich über Jahrhunderte bewährt, weil es neben Fachwissen immer auch um gelebte Erfahrung geht.
Die Bildungsforscher Allan Collins, John Seely Brown und Susan Newman haben dieses Prinzip 1989 als „kognitive Meisterlehre“ beschrieben. Der Lehrer macht sein Denken sichtbar, der Lernende probiert selbst, der Lehrer begleitet und zieht sich Schritt für Schritt zurück. Auf diese Weise wird unsichtbares Erfahrungswissen weitergegeben, das in keinem Lehrbuch steht.
Ein Lehrer hat viele der Fehler bereits gemacht, die du vielleicht noch machen wirst. Er kann dir helfen, sie früher zu erkennen und klüger mit ihnen umzugehen. Er kennt die Fallstricke und Herausforderungen des Coachingprozesses aus Tausenden von Stunden und kann dich auf deinem Weg sicher begleiten.
Innenbildung: Der Teil, den dir kein Buch beibringen kann
Bisher ging es vor allem darum, wie du Coaching lernst. Mindestens genauso wichtig ist die Frage, wer da eigentlich coacht. In der HOCHiX-Akademie sprechen wir deshalb bewusst von „Aus- und Innenbildung“.
Innenbildung beschreibt den Prozess, in dem du dein eigenes Wesen von innen heraus kennenlernst: deine Wahrnehmung, deine Muster, deine Geschichte und deine Art zu denken, zu fühlen und zu handeln. Die Ausbildung bringt dir bei, was du für die Arbeit mit Klienten brauchst. Die Innenbildung zeigt dir, wer diese Arbeit erfüllt. Beide Wege stehen gleichwertig nebeneinander und die Innenbildung läuft während der gesamten Ausbildung mit.
Warum das so entscheidend ist? Ein Coach kann andere Menschen nur so weit begleiten, wie er selbst gegangen ist. Wer die eigenen wunden Punkte kennt, bleibt ruhig, wenn ein Klient sie berührt. Wer die eigene Hochsensibilität reflektiert hat, begegnet hochsensiblen Klienten mit klarem Blick statt mit Überidentifikation.
Der Psychologe Carl Rogers hat schon 1961 beschrieben, wie wichtig Kongruenz für jede helfende Beziehung ist, also die Übereinstimmung zwischen dem inneren Erleben des Begleiters und dem, was er nach außen zeigt. Diese Echtheit lässt sich nicht aus einem Lehrbuch übernehmen. Sie wächst, wenn du dich selbst ehrlich kennenlernst.
Genau hier stößt das Selbststudium an seine natürliche Grenze. Die Organisationspsychologin Tasha Eurich hat beobachtet, dass sich rund 95 Prozent der Menschen für selbstreflektiert halten, diese Fähigkeit aber nur bei etwa 10 bis 15 Prozent tatsächlich nachweisbar ist. Über dich selbst kannst du viel lesen. Dich selbst zu erkennen gelingt meist erst im Dialog mit Menschen, die dir einen klaren und wohlwollenden Spiegel vorhalten.
Die vier Felder der Innenbildung im Coaching
Was geschieht konkret, wenn du dich in der Ausbildung auf Innenbildung einlässt? In unserer Arbeit zeigen sich immer wieder vier Felder, die ineinandergreifen und die deine Arbeit als Coach unmittelbar prägen.
Vier Felder der Innenbildung ● Wahrnehmung: Du lernst, wie dein Nervensystem Reize aufnimmt und verarbeitet. So kannst du in einer Sitzung unterscheiden, was von dir kommt und was vom Klienten. ● Muster: Du erkennst Glaubenssätze, Schutzstrategien und Anpassungen, die sonst unbemerkt in deine Coachinggespräche hineinwirken. ● Geschichte: Du ordnest deine Biografie neu ein und merkst, wann ein Klient an etwas rührt, das mit deinem eigenen Leben zu tun hat. ● Haltung: Du klärst deine Werte und findest deine eigene Art zu coachen, statt fremde Methoden zu kopieren. |
Innenbildung ist dabei ein Weg, der dich weit über die Ausbildung hinaus begleitet, weil du dich ein Leben lang veränderst. Sie folgt dem Grundsatz „Resonanz statt Reparatur“. Es geht darum, das zu verstehen, was schon immer in dir angelegt war und oft nur niemand benannt hat.
Viele Absolventen erzählen mir später, dass gerade diese Arbeit an sich selbst das Wertvollste an der Ausbildung war. Die Methoden haben sie gelernt. Die Sicherheit, mit der sie heute Menschen begleiten, ist aus der Innenbildung gewachsen. Wer die Innenbildung überspringt, sammelt Methoden und bleibt oft trotzdem unsicher. Wer sie ernst nimmt, wird als Begleiter glaubwürdig.
Coachingausbildung für neurodivergente Menschen: Warum gerade du profitierst
Der Satz „Ich kann mir doch alles selbst beibringen“ ist mir besonders oft von hochbegabten, vielbegabten, hochsensiblen und neurodivergenten Menschen begegnet. Das ist kein Zufall. Viele von ihnen haben früh gelernt, sich Wissen eigenständig anzueignen, weil der Unterricht zu langsam war oder ihre Fragen niemand beantwortet hat. Autodidaktik ist für sie ein vertrauter und erfolgreicher Weg.
Im Coaching trifft diese Stärke auf eine Besonderheit: Dein eigenes Nervensystem wird zu deinem wichtigsten Arbeitsinstrument. Wenn du hochsensibel bist, nimmst du feine Stimmungen deines Gegenübers wahr. Mit ADHS springt dein Denken vielleicht blitzschnell zu Lösungen. Als autistischer Mensch bringst du oft eine besondere Klarheit und Genauigkeit mit. All das sind wertvolle Stärken, die in einer Sitzung aber auch zur Herausforderung werden können.
Manche hochsensiblen Coaches übernehmen die Gefühle ihrer Klienten so stark, dass sie nach einer Sitzung selbst erschöpft sind. Im Artikel Hypermirroring: Wenn du fühlst, was andere fühlen beschreibe ich, wie das Nervensystem fremde Gefühle wie eigene übernehmen kann. Solche Dynamiken lassen sich allein kaum durchschauen. Mit einem erfahrenen Gegenüber und im Rahmen der Innenbildung werden sie zu etwas, das du verstehen und bewusst nutzen kannst.
Dazu kommt: Neurodivergente Profile treten selten allein auf. Niemand ist nur einfarbig. Eine Ausbildung, die diese Vielfalt kennt, arbeitet nach dem Prinzip „Resonanz statt Reparatur“. Sie hilft dir, deine Art zu denken und zu fühlen als Stärke in dein Coaching einzubringen, statt dich an einen neurotypischen Standard anzupassen.
Was dich in der HOCHiX Coaching-Ausbildung erwartet
In der HOCHiX Coaching-Ausbildung hast du gleich zwei Lehrer: Harald Heintze und mich. Wir begleiten seit Jahrzehnten Menschen und haben inzwischen über 500 Menschen in der Ausbildung begleitet. Gemeinsam bringen wir Coaching, Bewusstseinsarbeit und über 30 Jahre Erfahrung mit neurodivergenten Menschen zusammen.
Bei uns lernst du, wie du Coaching mit Herz und Verstand in Einklang bringst. Du arbeitest mit Intuition und Empathie, gestützt auf fundiertes Wissen und praktische Erfahrung. Wie sehr die Persönlichkeit des Coaches dabei zählt, habe ich im Artikel Warum Persönlichkeit im Coaching wirklich zählt ausführlich beschrieben.
Das Schönste daran: Die Innenbildung ist fester Bestandteil jedes Moduls. Wie Fachwissen und Arbeit an dir selbst in der Ausbildung ineinandergreifen, beschreibe ich im Artikel Ausbildung und Innenbildung: Dein Weg als neurodivergenter Coach. In einem geschützten, unterstützenden Umfeld lernst du, Verantwortung zu übernehmen, dir selbst zu vertrauen und als Coach zu wachsen.
Die HOCHiX Coaching-Ausbildung im Überblick ● Dauer: 9 bis 18 Monate, online und in deinem Tempo ● Wöchentliche Live-Workshops mit Anne und Harald Heintze ● Monatlicher Ausbildungssamstag und Gastdozenten aus der Praxis ● Mastermind-Gruppen für gegenseitiges Coaching und Feedback ● Sechs Module von den Coachinggrundlagen bis zur Integration in deine Praxis ● Innenbildung als durchgehender Baustein in allen Modulen ● Zertifizierung auf Grundlage eigener Falldokumentationen |
Ein fester Baustein sind die Mastermind-Gruppen. Hier coacht ihr euch gegenseitig, gebt euch Rückmeldung und lernt von den Erfahrungen der anderen. Warum das so wirksam ist, liest du im Artikel Warum Mastermind-Gruppen für neurodivergente Coaches ein Gamechanger sind.
Häufige Fragen zur Coachingausbildung
Kann ich Coaching auch ohne Ausbildung lernen?
Grundlagen kannst du dir durchaus selbst aneignen, etwa Gesprächstechniken oder Wissen über Veränderungsprozesse. Die Fähigkeit, Menschen sicher zu begleiten, entsteht jedoch vor allem durch angeleitete Praxis mit Feedback. Studien zur Expertise zeigen, dass gerade diese Rückmeldung den Unterschied macht.
Brauche ich eine Coachingausbildung, wenn ich sehr empathisch bin?
Empathie ist eine wunderbare Grundlage. In der Ausbildung lernst du, sie gezielt einzusetzen, gute Grenzen zu halten und die Verantwortung beim Klienten zu lassen. So wird aus einem Talent eine professionelle Fähigkeit.
Was bedeutet Innenbildung in der Coachingausbildung?
Innenbildung ist der Teil der Ausbildung, in dem du dich selbst kennenlernst: deine Wahrnehmung, deine Muster, deine Geschichte und deine Haltung. In der HOCHiX-Akademie läuft sie gleichwertig neben der fachlichen Ausbildung. Sie sorgt dafür, dass du in Sitzungen klar bleibst und deine eigenen Themen von denen deiner Klienten unterscheiden kannst.
Ist eine Coachingausbildung auch für neurodivergente Menschen geeignet?
Ja, wenn sie neurodivergente Wahrnehmung versteht und einbezieht. Die HOCHiX Coaching-Ausbildung richtet sich gezielt an hochsensible, hochbegabte, vielbegabte, autistische Menschen und Menschen mit ADHS.
Also, warum eine Coachingausbildung?
Du hast die Gabe, Menschen zu verstehen, ihre Geschichten zu hören und sie zu fühlen. Das ist großartig. Coaching bedeutet, diese Gabe in eine professionelle Fähigkeit zu verwandeln, die auf Wissen, Übung und begleiteter Erfahrung beruht. Der richtige Lehrer hilft dir, dein Potenzial voll zu entfalten und deine Arbeit auf das nächste Level zu heben. Die Innenbildung sorgt dafür, dass du dabei ganz du selbst bleibst.
Mit einem Lehrer an deiner Seite kommst du schneller und gezielter auf deinem Weg voran. Du weißt dann nicht nur, wie Coaching funktioniert, du wendest es auch sicher an. Und du wächst dabei nicht nur als Coach, sondern auch als Mensch.
Das Wichtigste für dich Deine Intuition und dein Selbststudium sind ein wertvoller Anfang. Zur Meisterschaft wird beides durch Übung, ehrliche Rückmeldung und Innenbildung, begleitet von einem Lehrer, der dir hilft, dich selbst klarer zu sehen. Du bist dein wichtigstes Lernfeld und du musst diesen Weg nicht allein gehen. |
Wenn du spürst, dass es Zeit ist, deine Gabe zu deinem Beruf zu machen, schau dir die HOCHiX Coaching-Ausbildung in Ruhe an. Dort findest du alle Informationen zu Aufbau, Dauer und dem nächsten Ausbildungsstart.
Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.
Herzlichst
Anne
Quellen
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Goldberg, S. B. u. a., 2016, Do Psychotherapists Improve With Time and Experience? A Longitudinal Analysis of Outcomes in a Clinical Setting, Journal of Counseling Psychology, 63(1), S. 1-11
Graßmann, C., Schölmerich, F. & Schermuly, C. C., 2020, The Relationship Between Working Alliance and Client Outcomes in Coaching: A Meta-Analysis, Human Relations, 73(1), S. 35-58
Hattie, J. & Timperley, H., 2007, The Power of Feedback, Review of Educational Research, 77(1), S. 81-112
Kruger, J. & Dunning, D., 1999, Unskilled and Unaware of It: How Difficulties in Recognizing One’s Own Incompetence Lead to Inflated Self-Assessments, Journal of Personality and Social Psychology, 77(6), S. 1121-1134
Rogers, C. R., 1961, On Becoming a Person, Houghton Mifflin, Boston
Theeboom, T., Beersma, B. & van Vianen, A. E. M., 2014, Does Coaching Work? A Meta-Analysis on the Effects of Coaching on Individual Level Outcomes in an Organizational Context, The Journal of Positive Psychology, 9(1), S. 1-18
Hypermirroring: Wenn du fühlst, was andere fühlen und selbst daran zerbrichst, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/hypermirroring-wenn-du-fuehlst-was-andere-fuehlen-und-selbst-daran-zerbrichst/
Innenbildung: Was verstehen wir in der HOCHiX-Akademie darunter?, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/innenbildung-was-verstehen-wir-in-der-hochix-akademie-darunter/
Coaching, Beratung, Therapie oder Mentoring: Wo liegt der Unterschied?, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/unterschied-coaching-therapie-beratung-mentoring/








