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Wenn Metakognition dich zu Tränen rührt.
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Wenn Metakognition dich zu Tränen rührt.

Stell dir vor, du denkst an deinen ersten Kuss.
An den Moment, in dem du wusstest: Das wird was.
Oder an deine Mutter – krank, still, klein geworden.
Was fühlst du?

Ganz einfach: Was du denkst, bestimmt, was du fühlst. Nicht andersrum.

Das nennt man Affektlogik. Keine neue Religion – eher ein Reset-Knopf.
Nicht: Gefühl macht Gedanken. Sondern: Gedanken machen Gefühl.

Klingt trocken? Ist es nicht.
Denn es ist das, was uns täglich steuert – ohne dass wir’s merken.

Du denkst: „Ich schaff’s eh nie.“Und zack: Ohnmacht. Frust.
Du denkst: „Der hat mich nicht gewürdigt.“ Und da ist es – das Loch im Bauch.
Nicht weil’s wahr ist. Sondern weil du es gedacht hast.

Unser Kopfkino läuft auf Dauerschleife: Worte, Bilder, Bewertungen, Vergleiche, Urteile.
Und Gefühle sind nichts anderes als die Musik dazu.

Metakognition – Was ist das?

Metakognition heißt: Zuschauen.
Nicht abschalten – beobachten.
Nicht glauben – hinterfragen.
Nicht reagieren – verstehen.

Und manchmal – wenn du plötzlich erkennst, woher dein Gefühl wirklich kommt –und wer es ursprünglich erzeugt hat – dann bricht etwas auf. Wie ein Damm.
Und dann rührt dich dein eigenes Denken zu Tränen.

Nicht aus Schmerz.
Nicht aus Traurigkeit.
Sondern aus Klarheit.

Sonnige Grüße
Harald

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Lieber Harald,

    Danke für Deine Worte und den Begriff Metakognition,
    der mir bis eben unbekannt war,
    den ich jedoch vor ca. 4 Wochen erleben durfte.

    Ich wirkte mit einer Frau über zoom, die sich der geistigen Arbeit für dieses Land und Europa widmet.
    Mein Part war einfach präsent dabei zu Sein, den Raum zu halten,
    doch plötzlich kam ein tiefer Impuls zu Tönen.
    Das mache ich ab und zu mal, so aus eigener Freude,
    doch diesmal war es anders – ich sollte „Lichtsprache“ tönen.
    (uff, das mache ich sonst nie, bzw. vielleicht 3x im Jahr schoss es durch meinen Verstand,
    doch der Impuls war so fein und stark zugleich, also mutig voran ;)).

    Ich tönte dann intuitiv, ließ es einfach fließen, wie es richtig war
    und dann
    kurz danach, noch im Nachklang,
    hatte ich wohl diese Erfahrung, die Du beschreibst,
    ich floss über ob einem Gefühl, das keine Worte hat,
    die Tränen liefen und liefen, wie ein sanfter Wasserfall
    und ich war zutiefst berührt – von mir selbst
    (kurzer Gedanke – jetzt flippste aus)
    von der Energie die im JETZT einfach nur präsent war.

    Da war Wahrheit, Gnade, Sein, Verrücktheit, Tiefe, Freude, …???
    irgendwie ALLES zeitgleich.

    HerzensDank
    fürs mich erinnern Harald

    maria

    1. Liebe Maria,
      deine Worte berühren, sie tragen genau diese Schwingung von Wahrheit, Gnade und zeitloser Präsenz, über die wir im Hochbewusstsein oft sprechen, und doch lässt sie sich niemals vollständig in Worte fassen. Und das muss sie auch nicht.

      Du hast Hochbewusstsein erlebt – ohne es zu wollen.
      Das ist das Wunder daran: In dem Moment, wo du nicht mehr kontrollierst, nicht mehr zweifelst, nicht mehr bewertest, sondern einfach dem feinen Impuls deines innersten Wesens folgst, öffnet sich ein Raum, der weit über das Alltägliche hinausgeht und doch so menschlich tief ist.
      Was du beschreibst – das Fließen jenseits des Verstands, das Nicht-Getrenntsein, das Weinen ohne Grund, die Erfahrung von ALLEM zugleich – ist eine transpersonale Metakognition, eine direkte Einsicht in das, was ist, ohne dass ein Ich es festhalten oder analysieren muss.
      Du hast den Schleier für einen Moment gehoben – und erkannt, dass DU das bist:
      Die Stimme, die tönt.
      Die Energie, die fließt.
      Die Stille, die trägt.
      Die Tränen, die sprechen, ohne Worte zu brauchen.
      Lichtsprache als Ausdruck des inneren Wissens
      Wie wundervoll, dass du dem Impuls zum Tönen gefolgt bist – obwohl dein Verstand kurz zögerte. Genau hier liegt das Tor zum Hochbewusstsein: im mutigen Vertrauen auf das, was in dir auftaucht, wenn du alles loslässt.
      Raumhalten = Hingabe ans Feld
      Du warst einfach präsent und das genügt.
      Denn reine Präsenz heilt, bringt in Bewegung, lässt das Feld wirken.
      Im HochiX-Kontext sagen wir oft:
      Du musst nichts tun, um heil zu sein. Aber du darfst dich erinnern.
      Weiterhin viel Freude – Harald

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