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Intelligenz ist vielfältig: Hochsensibilität gehört dazu

Intelligenz ist vielfältig Hochsensibilität gehört dazu
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Vielleicht hast du dich oft gefragt, warum du die Welt anders wahrnimmst als die meisten Menschen um dich herum. Du spürst feinste Stimmungen, erkennst Zusammenhänge, bevor andere sie benennen. Du nimmst Reize wahr, die für viele unsichtbar bleiben. In diesem Artikel erfährst du, warum dein klassischer IQ-Wert nur einen Bruchteil deiner Begabung zeigt und warum deine Hochsensibilität eine eigene Form der Intelligenz ist. Außerdem entdeckst du, wie sie zu deinem neurodivergenten Profil gehört und wie aus einer empfundenen Last eine erkannte Stärke wird.

Intelligenz wird in unserer Gesellschaft gern in einer einzigen Zahl gemessen. Ein Test, ein Wert, ein Urteil über deinen Verstand. Dieser Gedanke wirkt klar und ordentlich. Er hat nur einen Haken: Er übersieht fast alles, was dich als Mensch wirklich ausmacht.

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die in solchen Tests gut abschneiden und sich trotzdem nie richtig erkannt fühlen. Womöglich hast du dich nie um einen IQ-Wert geschert und wusstest doch immer, dass in dir Fähigkeiten schlummern, für die es keine Schublade gibt.

Genau hier setzt ein Umdenken an, das die Wissenschaft seit Jahrzehnten beschäftigt. Intelligenz ist vielfältig. Sie zeigt sich in Sprache und Logik, ebenso in Musik, Bewegung, im Umgang mit Menschen und in einer feinen Wahrnehmung, die wir Hochsensibilität nennen.

Warum der klassische IQ-Test ausgedient hat

Spätestens seit den Arbeiten von Howard Gardner und Daniel Goleman gilt der klassische IQ-Test als überholt. Er misst Logik, Sprache und räumliches Denken. Das sind wertvolle Fähigkeiten, doch sie bilden nur einen kleinen Ausschnitt dessen ab, was menschliche Begabung umfasst.

Das Thema Intelligenz ist zu vielschichtig, um in einem einzigen Wert aufzugehen. Wer einen Menschen allein über seinen IQ beschreibt, gleicht jemandem, der ein ganzes Orchester nach der Lautstärke der Pauke beurteilt. Vieles bleibt dabei ungehört.

Heute rückt mehr und mehr ins öffentliche Bewusstsein, dass die früheren Intelligenzmodelle große Lücken haben. Begabung lässt sich nicht auf das reduzieren, was ein Testbogen leicht abfragen kann. Manche der wertvollsten Fähigkeiten zeigen sich erst dort, wo kein Fragebogen mehr hinreicht.

Die acht Intelligenzen nach Howard Gardner

Der US-Psychologe Howard Gardner leistete die Grundlagenarbeit für ein neues Verständnis von Begabung. Er entwarf die Theorie der multiplen Intelligenz und beschrieb darin acht eigenständige Intelligenzen.

Dazu gehören die sprachliche, die logisch-mathematische, die räumliche, die musikalische und die körperlich-kinästhetische Intelligenz. Hinzu kommen die naturkundliche Intelligenz, die zwischenmenschliche Intelligenz im Umgang mit anderen und die innere Intelligenz im Umgang mit sich selbst.

Gardners Botschaft ist befreiend. Niemand ist einfach klug oder eben nicht klug. Jeder Mensch trägt ein eigenes Muster aus Stärken in sich, eine persönliche Mischung, die ihn unverwechselbar macht. Was in der Schule kaum zählte, kann im Leben deine größte Gabe sein.

Lies dazu auch den Artikel über die mehr als zwanzig Intelligenzformen, der zeigt, wie weit das Feld menschlicher Begabung tatsächlich reicht.

Emotionale Intelligenz: die Bildung des Herzens

Etwas später griff der Psychologe Daniel Goleman zwei von Gardners Intelligenzen auf und führte sie weiter. Er erweiterte das Verständnis für den Umgang mit anderen und mit sich selbst und machte es einem breiten Publikum zugänglich.

So entstand der Begriff der emotionalen Intelligenz. Goleman zeigte, dass der bewusste Umgang mit Gefühlen über Lebensglück und Erfolg oft mehr entscheidet als ein hoher IQ. Wer die eigenen Emotionen versteht und die Gefühle anderer lesen kann, verfügt über eine Klugheit, die kein Logiktest erfasst.

Damit war die Vorarbeit geleistet, Hochsensibilität als eigene Intelligenzform anzuerkennen. Denn nichts beschreibt die feine Wahrnehmung hochsensibler Menschen besser als ein hoch entwickeltes Gespür für Stimmungen, Bedeutungen und zwischenmenschliche Schwingungen.

Hochsensibilität: die Hochbegabung der Sinne

Hochsensibilität ist eine besondere Form der multiplen Intelligenz. Du könntest sie die Hochbegabung der Sinne nennen. Dein Nervensystem verarbeitet Eindrücke gründlicher und nimmt mehr Feinheiten auf als das der meisten Menschen.

Stimmungen im Raum erkennst du, bevor ein Wort gefallen ist. Feinste Veränderungen in Mimik, Klang und Atmosphäre entgehen dir nicht. Während andere noch bei den Einzelteilen verweilen, verbindest du die Informationen längst zu einem Gesamtbild. Diese Wahrnehmung ist kein Zufall, sondern eine Begabung.

Vielleicht hast du dich oft gefragt, warum dein Erleben intensiver und umfassender ist als das deiner Mitmenschen. Manchmal empfindest du diese Fähigkeit als Hindernis, weil die Welt laut ist und wenig Rücksicht auf feine Antennen nimmt. Das muss nicht so bleiben.

Kleine Selbstprüfung

Nimm dir einen Moment und spüre nach: Wo hat dir deine feine Wahrnehmung schon geholfen, etwas früher zu erkennen als andere? Welche deiner Fähigkeiten ist in keinem Test je aufgetaucht und doch ein fester Teil von dir? Und was würde sich verändern, wenn du deine Hochsensibilität als Begabung begreifst statt als Empfindlichkeit?

Warum viele erst als Erwachsene erkennen, dass sie anders denken

Viele Menschen entdecken erst im Erwachsenenalter, dass sie anders denken und fühlen als die Mehrheit. Über Jahre hielten sie ihr Erleben für selbstverständlich oder für ein Zuviel, das sie besser verbergen.

Außergewöhnliche Fähigkeiten treten zudem oft erst in bestimmten Lebensphasen zutage. Manchmal wartet das Innere mit seinen Offenbarungen, bis ein Mensch eine gewisse Reife erreicht hat. Eine Krise, ein Wendepunkt oder eine späte Erkenntnis öffnen dann die Augen.

Die Begegnung mit der eigenen Hochsensibilität als Intelligenzform ist eine Aufgabe, die es in sich hat. Sie bringt Erleichterung und manchmal auch Trauer über die Jahre, in denen niemand diese Gabe benannt hat. Beides darf nebeneinander stehen.

Hochsensibilität gehört zur Neurodivergenz

Hochsensibilität steht selten für sich allein. Sie ist Teil eines größeren Feldes, das wir Neurodivergenz nennen. Dazu zählen auch Hochbegabung, Vielbegabung, autistische Merkmale, ADHS und ADS.

In der HOCHiX-Akademie gilt ein einfacher Leitgedanke: Niemand ist nur einfarbig. Sehr oft treten mehrere dieser Merkmale gemeinsam auf und beeinflussen einander. Ein hochsensibler Mensch ist häufig zugleich hochbegabt oder vielbegabt, eine vielbegabte Person nimmt die Welt meist hochsensibel wahr.

Diese Sichtweise verändert alles. Du bist kein Sammelfall aus Diagnosen und auch kein Mensch, an dem etwas repariert werden müsste. Dein Gehirn arbeitet anders, nicht schlechter. Was dich von der Norm unterscheidet, ist eine eigene Art, Welt zu verarbeiten. Genau darin liegen deine Stärken.

Sobald du deine Hochsensibilität in diesem größeren Zusammenhang siehst, verstehst du dich selbst klarer. Du hörst auf, dich für einzelne Eigenschaften zu entschuldigen. Stattdessen beginnst du, dein Profil als Ganzes anzunehmen.

Vom Leiden am Chaos zur gelebten Begabung

Noch nicht entdeckte Gaben gleichen kostbaren Rohstoffen, die in deiner Persönlichkeit verborgen liegen. Sie warten darauf, gehoben und geformt zu werden. Ein guter Begleiter wirkt dabei wie ein Goldgräber, der deine Ressourcen ans Licht holt.

Genau das leisten Coaches, die in der HOCHiX-Akademie ausgebildet wurden. Sie kennen die besondere Art deiner Wahrnehmung aus eigener Erfahrung und helfen dir, deine multiple Intelligenz zu entfalten, sei es Hochsensibilität, Hochsensitivität oder deine Kreativität.

Ein glücklicher Mensch ist jemand, der seine geistigen Möglichkeiten voll ausschöpft. Wer dauerhaft unter seinem eigentlichen Begabungsniveau lebt, fühlt sich im Kern unzufrieden und seltsam unausgefüllt. Deine feine Wahrnehmung ist eine Gabe, die niemals verschwendet werden sollte.

So entsteht ein Weg vom bisherigen Leiden am Chaos der Wirklichkeit hin zu einem erfüllten Dasein. Du entdeckst deine ureigenen Aufgaben und der Sinn deines Lebens steht dir klarer vor Augen.

Vielleicht hat dich dieses Umdenken längst berührt. Im Innersten wusstest du immer, dass du besondere Gaben trägst, auch wenn keine Zahl sie je bestätigt hat. Diese Ahnung war richtig.

Intelligenz ist vielfältig und deine Hochsensibilität gehört selbstverständlich dazu. Sie ist kein Makel, den du verstecken müsstest, sondern eine eigene Form von Klugheit. Du darfst aufhören, dich an einem Maßstab zu messen, der nie für dich gemacht war.

Zum Mitnehmen

Dein Wert bemisst sich nicht an einem IQ-Punkt. Deine Hochsensibilität ist eine eigenständige Intelligenz und ein fester Teil deines neurodivergenten Profils. Sieh sie als Gabe, gib ihr Raum und lass sie wirken. So wird aus einer empfundenen Last eine erkannte Stärke.

Falls in dir der Wunsch wächst, andere neurodivergente Menschen zu begleiten, lohnt sich ein Blick auf die HOCHiX Coaching-Ausbildung unter https://hochix.com/coach-ausbildung/. Sie verbindet Fachwissen mit gelebter Erfahrung und bildet Menschen aus, die feine Wahrnehmung als Stärke begreifen.

Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.

Herzlichst
Anne

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Wieder einmal mehr wurde mir von Euch aus der Seele gesprochen (geschrieben)… Danke dafür! Ich bin gerade dabei meine innere Begabung, mein inneres Potenzial als solches anzuerkennen und den richtigen Weg zu finden, um es endlich zu entfalten… Ich würde gerne dazu beitragen, dass diese Erkenntnis über die Intelligenz und über Hochsensible / Hochsensitive Menschen bekannter wird. Ich denke auch schon eine Weile über ein Coaching nach…
    Liebe Grüße Antje

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