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Hochbegabt und hochsensibel: Das doppelte Kapital, das du in dir trägst

Hochbegabt und hochsensibel - Das doppelte Kapital
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Warum beide Merkmale so oft gemeinsam auftreten, was sie im Alltag und im Beruf bedeuten und wie du ihr Potenzial entfaltest.

Du denkst schnell und nimmst Zwischentöne wahr, die anderen entgehen. Trotzdem brauchst du mehr Ruhe als die meisten Menschen um dich herum? Dann bist du vielleicht hochbegabt und hochsensibel zugleich. Diese Kombination ist häufiger, als viele glauben. In diesem Artikel erfährst du, was dahintersteckt, warum dein Lebenslauf so bunt ist und wie aus deinem doppelten Kapital ein Leben wird, das wirklich zu dir passt.

Du sitzt in einer Besprechung und merkst als Erstes, dass die Stimmung kippt. Gleichzeitig hast du die Lösung für das eigentliche Problem schon im Kopf, während die anderen noch die Ausgangslage sortieren. Am Abend bist du trotzdem erschöpft, als hättest du einen Marathon hinter dir. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, zugleich sehr schnell und sehr empfindsam zu sein.

Viele hochbegabte Menschen sind zugleich hochsensibel. Sie denken komplex, lernen rasch und nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen sehr fein wahr. Lange wurde diese Kombination kaum beachtet. Während Hochbegabung inzwischen recht gut erforscht ist, kennen viele den Begriff Hochsensibilität nur vom Hörensagen.

Ich begleite seit Jahrzehnten Menschen, die genau so gestrickt sind. Immer wieder erlebe ich, wie erleichtert sie sind, wenn sie endlich verstehen, was in ihnen vorgeht. Hochbegabt und hochsensibel zu sein bedeutet, ein doppeltes Kapital in dir zu tragen. Es braucht nur ein Umfeld, in dem es wirken darf.

Kurz gesagt

Hochbegabt und hochsensibel zu sein bedeutet, dass ein schnelles, komplexes Denken auf ein Nervensystem trifft, das Reize besonders gründlich verarbeitet. Beide Merkmale zeigen sich in der Praxis häufig gemeinsam, weil sie auf einer intensiven Informationsverarbeitung beruhen. Daraus entstehen Kreativität, Weitblick und ein feines Gespür für Menschen. Gleichzeitig brauchst du mehr Erholung und ein Arbeitsumfeld, das zu deinem Nervensystem passt.

Was bedeutet es, hochbegabt und hochsensibel zu sein?

Hochbegabt und hochsensibel bist du, wenn eine weit überdurchschnittliche intellektuelle Begabung mit einer besonders gründlichen Verarbeitung von Sinnesreizen und Gefühlen zusammenkommt.

Hochbegabung wird meist über die Intelligenz bestimmt. Als hochbegabt gilt, wer in einem standardisierten Test einen IQ von 130 oder mehr erreicht. Das trifft auf rund zwei Prozent der Bevölkerung zu. Im Alltag zeigt sich Hochbegabung oft als schnelles Erfassen von Zusammenhängen, große Neugier und ein Denken, das gern mehrere Ebenen gleichzeitig bearbeitet.

Hochsensibilität geht auf die US-amerikanische Psychologin Elaine Aron zurück. Gemeinsam mit Arthur Aron beschrieb sie 1997 das Merkmal Sensory Processing Sensitivity, also eine erhöhte Verarbeitungssensibilität. Hochsensible Menschen verarbeiten Eindrücke gründlicher, reagieren stärker auf Reize, bemerken feine Details und fühlen intensiv mit. Wichtig ist: Hochsensibilität ist ein angeborenes Temperamentsmerkmal. Sie gehört zu deiner neurologischen Grundausstattung, genau wie deine Augenfarbe zu deinem Aussehen gehört.

Wie häufig ist Hochsensibilität wirklich?

Lange war von etwa 15 bis 20 Prozent hochsensibler Menschen die Rede. Diese Zahl stammt aus Elaine Arons früher Forschung. Eine Studie von Francesca Lionetti und Kollegen aus dem Jahr 2018 zeichnet ein genaueres Bild: Rund 31 Prozent der Befragten zeigten eine hohe Sensibilität, etwa 40 Prozent eine mittlere und rund 29 Prozent eine niedrige.

Das Forschungsteam spricht bildhaft von Orchideen, Tulpen und Löwenzahn. Orchideen reagieren besonders stark auf ihre Umgebung. In einem schwierigen Umfeld leiden sie stärker, in einem förderlichen blühen sie dafür umso prächtiger auf. Genau diese Empfänglichkeit macht hochsensible Menschen so wertvoll, wenn die Bedingungen stimmen.

Für hochbegabte Menschen gilt Ähnliches. Wer sehr schnell denkt und zugleich sehr fein wahrnimmt, nimmt in jeder Minute mehr Informationen auf als andere. Das ist ein großer Vorteil. Es kostet aber auch Energie.

Warum Hochbegabung und Hochsensibilität so oft zusammen auftreten

Aus meiner Praxis kann ich sagen: Unter den hochbegabten Erwachsenen, die zu mir kommen, ist ein großer Teil zugleich hochsensibel. Das ist kein Zufall. Beide Merkmale beruhen auf einer intensiven Informationsverarbeitung. Dein Gehirn nimmt viel auf, verknüpft viel und bewertet viel.

Schon der polnische Psychiater Kazimierz Dąbrowski beschrieb in den 1960er-Jahren sogenannte Übererregbarkeiten bei begabten Menschen. Gemeint ist eine erhöhte Erregbarkeit in fünf Bereichen, nämlich psychomotorisch, sinnlich, intellektuell, imaginativ und emotional. Vieles davon erinnert stark an das, was wir heute unter Hochsensibilität verstehen.

Auch die Hirnforschung liefert Hinweise. Bianca Acevedo und ihr Team zeigten 2014 mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie, dass bei hochsensiblen Menschen Hirnregionen für Aufmerksamkeit, Empathie und Handlungsplanung stärker aktiviert waren. Die Forschung zum direkten Zusammenhang von Hochbegabung und Hochsensibilität steht allerdings noch am Anfang. Was sich in der Praxis zeigt: Beide Merkmale verstärken sich gegenseitig, im Guten wie im Fordernden.

Das bunte Zebra in der braunen Herde

Ich vergleiche hochbegabte und hochsensible Menschen gern mit einem bunten Zebra in einer Herde brauner Pferde. Es ist schön, auffällig und voller Leben. Trotzdem hat es eine Herausforderung: Die Herde versteht oft nicht, warum es anders aussieht und sich anders bewegt.

Typisch für außergewöhnliche Menschen sind viele Interessen, vielfältige Fähigkeiten und ein Lebenslauf, der eher einem verzweigten Fluss als einer geraden Straße gleicht. Du hast vielleicht studiert, umgeschult, gegründet oder mehrere Berufe parallel ausgeübt. Für dich ergibt das Sinn. Jeder Schritt hat dich reicher gemacht.

Personalabteilungen sehen das häufig anders. Sie suchen nach klaren Linien und wiederkehrenden Stichworten. Ein bunter Werdegang wirkt in den Unterlagen schnell sprunghaft, obwohl er von großer Lernfähigkeit erzählt. So bleiben gerade die Menschen unentdeckt, die Komplexes schnell durchdringen und neue Lösungen finden.

Viele Kulturen schätzen Feinfühligkeit als Gabe. In unserer Arbeitswelt fehlt dafür oft noch der Blick. Hier gibt es viel Aufklärungsbedarf. Genau dafür schreibe ich diesen Artikel.

Warum passende Arbeit für dich so wichtig ist

Jeder Mensch wünscht sich eine Arbeit, die ihn erfüllt. Für hochbegabte und hochsensible Menschen ist sie mehr als ein Wunsch. Sie ist eine Voraussetzung, um gesund zu bleiben. Wer auf Dauer gegen die eigene Natur arbeitet, zahlt einen hohen Preis.

Ein Großraumbüro mit ständigem Lärm, sinnentleerte Routineaufgaben oder ein Klima voller unausgesprochener Spannungen belasten ein feines Nervensystem besonders stark. Aus meiner Erfahrung zeigen sich die Folgen häufig im Körper: Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Verspannungen oder anhaltende Erschöpfung. Übersichtsarbeiten wie die von Corina Greven und Kollegen aus dem Jahr 2019 zeigen außerdem, dass sensible Menschen stärker auf belastende Umgebungen reagieren, aber auch stärker von unterstützenden Umgebungen profitieren.

Was dich auszeichnet, braucht Raum: Sinn, Gestaltungsfreiheit und Phasen der Ruhe. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, entfaltet sich deine Begabung mit erstaunlicher Kraft. Du denkst voraus, erkennst Muster, spürst Stimmungen im Team und findest kreative Wege, wo andere stecken bleiben.

In meinem Buch „Hochsensibel im Beruf“ habe ich ausführlich beschrieben, welche Arbeitsumfelder für Hochsensible stimmig sind. Auch der Artikel über Berufe für Hochsensible in der HOCHiX-Akademie gibt dir dazu viele Anregungen.

Reflexionsfragen für dich

●      Welche Momente in deinem Arbeitsalltag geben dir Energie und welche kosten dich besonders viel Kraft?

●      In welchen Situationen hat dir dein feines Gespür schon einmal einen Vorsprung verschafft?

●      Wie würdest du deinen Lebenslauf erzählen, wenn du ihn als Stärke beschreiben darfst?

●      Was brauchst du ganz konkret, um nach einem intensiven Tag wieder aufzutanken?

Hochbegabt, hochsensibel und oft noch mehr

Hochbegabung und Hochsensibilität kommen selten allein. Viele Menschen, die ich begleite, erkennen sich zusätzlich in der Vielbegabung wieder, als Scanner-Persönlichkeit mit unzähligen Interessen. Bei anderen zeigt sich ein ADHS-Profil, bei manchen auch Autismus. In der HOCHiX-Akademie sagen wir dazu: Niemand ist nur einfarbig.

Neurodivergenz beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne und Nervensysteme. Sie umfasst Merkmale, mit denen sich Wahrnehmung, Denken und Fühlen von der statistischen Mehrheit unterscheiden. Hochbegabung und Hochsensibilität sind zwei Farben in diesem Spektrum. Erst im Zusammenspiel ergibt sich dein persönliches Profil.

Unsere Arbeit folgt deshalb dem Grundsatz: Resonanz statt Reparatur. Du sollst verstehen, wie du funktionierst, damit du deine Stärken bewusst einsetzen kannst. Einen ersten Anhaltspunkt bietet dir der kostenfreie Hochsensibilitätstest der HOCHiX-Akademie.

Was Unternehmen gewinnen, wenn sie dieses Potenzial sehen

Mein Ziel ist es seit vielen Jahren, die Arbeitsbedingungen für außergewöhnliche Menschen zu verbessern. Davon profitieren alle Seiten. Kluge Unternehmen gewinnen Mitarbeiter, die Probleme früh erkennen, Zusammenhänge erfassen und mit großer Gewissenhaftigkeit arbeiten.

Gerade in Krisenzeiten sind solche talentierten Mitarbeiter ein Segen für jedes Unternehmen. Sie spüren Veränderungen, bevor sie in Zahlen sichtbar werden. Sie denken in Alternativen und behalten dabei den Menschen im Blick.

Was es dafür braucht, ist überschaubar. Ruhige Rückzugsorte, klare Kommunikation, sinnvolle Aufgaben und Führungskräfte, die Vielfalt als Ressource verstehen, machen bereits einen großen Unterschied. Wer hochbegabte und hochsensible Menschen passend einsetzt, gewinnt Weitblick, Kreativität und Loyalität.

Wie du dein doppeltes Kapital entfaltest

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie du das alles im Alltag umsetzt. Der erste Schritt ist Verständnis. Sobald du weißt, warum du so reagierst, wie du reagierst, kannst du freundlicher mit dir umgehen. Aus Selbstkritik wird Selbstkenntnis.

Der zweite Schritt ist ein bewusster Umgang mit deiner Energie. Plane Pausen ein, bevor du sie dringend brauchst. Erholung ist für dein Nervensystem Verarbeitungszeit und damit ein wichtiger Teil deiner Leistungsfähigkeit. Auch die Wahl deines Umfelds gehört dazu: Menschen, Räume und Aufgaben, die dich nähren, verdienen einen festen Platz in deinem Kalender.

Fünf Impulse für deinen Alltag

●      Reizpausen einplanen: Kurze Momente der Stille zwischen zwei Terminen schonen dein Nervensystem.

●      Lebenslauf neu erzählen: Beschreibe deine Stationen als roten Faden deiner Neugier.

●      Sinn prüfen: Frage dich bei neuen Aufgaben, welchem deiner Werte sie dienen.

●      Bedürfnisse benennen: Sag freundlich und klar, was du für gute Arbeit brauchst.

●      Gleichgesinnte suchen: Der Austausch mit Menschen, die ähnlich ticken, wirkt erstaunlich entlastend.

Der dritte Schritt ist Begleitung. Manche Muster lassen sich allein schwer erkennen, weil sie dir so vertraut sind. Ein Coach, der selbst neurodivergent ist und die Themen aus eigener Erfahrung kennt, hilft dir, deine Stärken klar zu benennen und in deinem Leben zu verankern.

Häufige Fragen zu Hochbegabung und Hochsensibilität

Kann man gleichzeitig hochbegabt und hochsensibel sein?

Ja. Diese Kombination zeigt sich in der Praxis sogar häufig. Beide Merkmale beruhen auf einer intensiven Verarbeitung von Informationen und verstärken sich oft gegenseitig. Viele Erwachsene entdecken die zweite Seite erst spät, weil eine der beiden lange im Vordergrund stand.

Ist Hochsensibilität eine Krankheit?

Hochsensibilität ist ein angeborenes Temperamentsmerkmal und keine Diagnose. Sie beschreibt eine besonders gründliche Verarbeitung von Reizen. Belastend wird sie vor allem dann, wenn das Umfeld dauerhaft überfordert.

Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt und hochsensibel bin?

Hochbegabung lässt sich mit einem professionellen Intelligenztest feststellen. Für Hochsensibilität gibt es Fragebögen, etwa den von Elaine Aron oder den kostenfreien Hochsensibilitätstest der HOCHiX-Akademie. Solche Tests geben dir einen wertvollen Impuls zur Selbsterkenntnis und ersetzen keine ausführliche Beratung.

Dein Anderssein ist ein Kapital

Hochbegabt und hochsensibel zu sein heißt, die Welt intensiver zu erleben als viele andere. Du denkst schneller, fühlst stärker und siehst mehr. Das kann anstrengend sein, gerade in einer Umgebung, die auf Gleichförmigkeit ausgelegt ist. Es ist aber vor allem ein Geschenk.

Ich wünsche dir, dass du dein buntes Fell zeigst und stolz darauf bist. Je besser du dich verstehst, desto leichter findest du Orte, an denen deine Begabung willkommen ist. Wenn du mehr darüber lesen möchtest, findest du in meinem Buch „Außergewöhnlich normal“ viele Fallgeschichten und Hintergründe zu Hochbegabung, Hochsensibilität und Hochsensitivität.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

Hochbegabung und Hochsensibilität sind zwei Seiten deines außergewöhnlichen Nervensystems. Zusammen schenken sie dir Weitblick, Feingefühl und kreative Kraft. Gib ihnen Raum, Ruhe und Sinn, dann wird aus deinem doppelten Kapital ein erfülltes Leben.

Möchtest du erleben, wie es sich anfühlt, mit deiner Art zu denken und zu fühlen verstanden zu werden? Dann bist du herzlich zu den kostenfreien HOCHiX NEURO Coaching Workshops eingeladen. Dort arbeite ich einmal im Monat live mit dir an genau solchen Themen.

Spürst du den Wunsch, andere außergewöhnliche Menschen auf ihrem Weg zu begleiten? Alle Infos zur Ausbildung zum HOCHiX-Coach findest du auf unserer Website.

Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.

Herzlichst

Anne

 

 

Quellen

Acevedo, B. P. u. a., 2014, The highly sensitive brain: an fMRI study of sensory processing sensitivity and response to others‘ emotions, Brain and Behavior, 4(4), 580-594

Aron, E. N. & Aron, A., 1997, Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality, Journal of Personality and Social Psychology, 73(2), 345-368

Dąbrowski, K., 1964, Positive Disintegration, Little, Brown and Company

Greven, C. U. u. a., 2019, Sensory Processing Sensitivity in the context of Environmental Sensitivity: A critical review and development of research agenda, Neuroscience and Biobehavioral Reviews, 98, 287-305

Lionetti, F. u. a., 2018, Dandelions, tulips and orchids: evidence for the existence of low-sensitive, medium-sensitive and high-sensitive individuals, Translational Psychiatry, 8, 24

Heintze, A., 2013, Außergewöhnlich normal: Hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel. Wie Sie Ihr Potential erkennen und entfalten(Amazon-Link), Ariston Verlag

Heintze, A., 2019, Hochsensibel im Beruf: Wie du dank deiner Empfindsamkeit erfolgreich wirst (Amazon-Link), mvg Verlag

Hochbegabung bei Erwachsenen, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/hochbegabung-bei-erwachsenen/

Hochsensibilität und Hochsensitivität: Vom Überreizten zum Überlegenen, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/neu-hochsensibilitaet-und-hochsensitivitaet-vom-ueberreizten-zum-ueberlegenen-nutze-dein-potenzial/

Berufe für Hochsensible: Hier kannst du deine Talente leben, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/berufe-fuer-hochsensible-hier-kannst-du-deine-talente-leben/

Was ist Vielbegabung, was ist eine Scannerpersönlichkeit?, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/was-ist-vielbegabung-was-ist-eine-scannerpersoenlichkeit/

ADHS bei Erwachsenen: Außergewöhnliches Denken, HOCHiX Akademie, https://hochix.com/adhs-bei-erwachsenen-aussergewoehnliches-denken/

Hochbegabte und hochsensible Menschen sind oft multitalentiert

Oft mit einem breit gefächerten Interessenspektrum, zahlreichen Kompetenzen und einen mäandrierenden Lebenslauf ausgestattet. Damit passen sie schlecht in die heutige Arbeitswelt. Viele Personalabteilungen sind jedoch leider nicht in der Lage, schon anhand von Bewerbungsunterlagen die besonderen Fähigkeiten von hochbegabten und hochsensiblen Menschen zu erkennen.

In vielen Kulturen ist Hochsensibilität ein geschätztes Persönlichkeitsmerkmal, jedoch nicht in unserer Berufswelt. Wer in einer Welt von Haflinger-Pferden als buntes Zebra heraus sticht, hat es in der braunen Herde nicht immer leicht. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Jeder Mensch sucht eine Arbeit, die ihn zufrieden stellt.

Hochsensible und hochbegabte Menschen, brauchen diese Arbeitszufriedenheit jedoch dringend, da sie keinen Frondienst leisten können, ohne über kurz oder lang zu erkranken. Psychosomatische Reaktionen auf ein Arbeitsumfeld, das die Besonderheiten dieser ‚bunten Zebras’ nicht berücksichtigt, sind häufig.

Hochsensibilität betrifft ca. 10 % aller Menschen und sie ist keine subjektive Befindlichkeit oder Mimosentum, sondern eine nachweisbare Veranlagung und eine neurologische Besonderheit. Sie ist kein Nachteil, ebenso wenig wie Hochbegabung. Beide Persönlichkeitsmerkmale befähigen zu besonderen Leistungen, hoher Kreativität und ungewöhnlichen Problemlösungen.

„Mit meiner Arbeit will ich dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen für hochbegabte und hochsensible Menschen zu verbessern.“, so Anne Heintze, die München tätig ist. „Gerade in Krisenzeiten sind derartig talentierte Mitarbeiter ein Segen für jedes Unternehmen. Clevere Unternehmen profitieren von außergewöhnlichen Mitarbeitern, wenn sie das enorme menschliche Kapital zur Entfaltung bringen können.“

Mehr dazu findet ihr in meinem Buch: „Außergewöhnlich normal: Hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel: Wie Sie Ihr Potential erkennen und entfalten“.

Alles Liebe
Anne

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