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Hochbegabte Erwachsene: Die späte Diagnose schenkt Erleichterung

Hochbegabte Erwachsene - Die späte Diagnose schenkt Erleichterung
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Vielleicht hast du dein Leben lang das Gefühl, anders zu denken als die Menschen um dich herum. Schneller, vielschichtiger, mit einem Hunger nach Bedeutung, den niemand teilt. Du bist oft müde vom Erklären und vom Sich-klein-machen. Wenn dir dann jemand sagt, dass du hochbegabt bist, bricht etwas auf. Erleichterung, Erstaunen und manchmal Trauer um all die Jahre, in denen du nicht wusstest, warum du bist, wie du bist.

Es gibt einen Moment, in dem dein ganzes bisheriges Leben in einem anderen Licht erscheint. Plötzlich passen Puzzleteile zusammen, die jahrzehntelang einzeln in dir lagen. Die schmerzhaften Erinnerungen aus der Schule. Das Gefühl, in Gesprächen zu schnell oder zu komplex zu sein. Die innere Unruhe trotz beruflichen Erfolgs. Vieles, das du dir nicht erklären konntest, bekommt einen Namen.

Für viele hochbegabte Erwachsene ist die späte Diagnose vor allem eines: eine Erleichterung. Endlich gibt es eine Erklärung dafür, warum du in einer Welt aus standardisierten Lebensläufen nicht recht zu passen scheinst. Warum du intensiver fühlst und gleichzeitig analytisch sezierst. Warum dein Kopf nie wirklich aufhört zu denken.

Gleichzeitig ist diese Erkenntnis kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Du beginnst, dich neu zu verstehen und Beziehungen, Beruf sowie Selbstbild noch einmal zu sortieren. Dieser Artikel begleitet dich auf diesem Weg. Du erfährst, woran sich Hochbegabung im Erwachsenenalter zeigt, warum sie so oft verborgen bleibt, welche besondere Rolle Frauen dabei spielen und wie du dein Potenzial nun endlich leben kannst.

Wenn die innere Unruhe endlich einen Namen bekommt

Hochbegabung wird in Deutschland nach wie vor mit jungen Wunderkindern verbunden. Mit Schülerinnen und Schülern, die in Mathematik glänzen oder mit drei Jahren Klavier spielen. Die Realität sieht anders aus. Schätzungen zufolge gehören rund zwei bis drei Prozent der Bevölkerung zur Gruppe der Hochbegabten, weitere sieben bis zehn Prozent gelten als überdurchschnittlich begabt. Viele dieser Menschen erfahren erst weit nach dem dreißigsten oder vierzigsten Lebensjahr, dass sie hochbegabt sind. Manche niemals.

Das hat Folgen. Wer jahrzehntelang nicht weiß, warum er anders denkt, fühlt und reagiert, entwickelt häufig ein verzerrtes Selbstbild. Du hältst dich für zu kompliziert, zu kritisch, zu sehr im Kopf. Du arbeitest hart daran, dich anzupassen, was Energie kostet und auf Dauer krank machen kann.

Warum Hochbegabung so oft jahrzehntelang unerkannt bleibt

Hochbegabung zeigt sich selten so eindeutig, wie es Filme oder Erfolgsgeschichten suggerieren. Sie versteckt sich in Mustern, die auf den ersten Blick nichts mit Intelligenz zu tun haben. Schon in der Kindheit wird sie häufig übersehen, denn das deutsche Schulsystem belohnt Anpassung und Effizienz. Wer schnell fertig ist und sich langweilt, fällt auf. Wer abschweift, träumt oder kritische Fragen stellt, gilt als verhaltensauffällig.

Pädagoginnen und Pädagogen sind selten in Hochbegabungsdiagnostik geschult. So wandern viele Kinder durch das System mit einem Stempel, der nichts mit ihrer eigentlichen Begabung zu tun hat. Manche werden für faul gehalten, andere für verträumt, einige sogar für lernschwach. Mir sind Fälle bekannt, in denen hochbegabte Kinder in Förderklassen landeten, weil niemand erkannte, dass ihr Verhalten Ausdruck von Unterforderung war.

Im Erwachsenenalter geht diese Geschichte oft weiter. Du erinnerst dich an deine Schulzeit als anstrengend, an dein Studium als merkwürdig leicht oder umgekehrt unerträglich zäh. Du wechselst Berufe, fängst noch einmal neu an oder fühlst dich in Positionen unwohl, in denen andere zufrieden wären. Selten kommt jemand auf die Idee, dass dahinter eine unerkannte Hochbegabung stecken könnte.

Mehr als IQ. Warum Intelligenz nie nur eine Zahl ist

Wenn von Hochbegabung die Rede ist, denken die meisten Menschen sofort an einen IQ-Test. Ein Wert ab 130 gilt als hochbegabt, ab 120 als überdurchschnittlich klug. Diese Messung ist nützlich und sie ist begrenzt zugleich. Klassische IQ-Tests erfassen vor allem sprachliche und logisch-mathematische Fähigkeiten. Sie sagen wenig darüber aus, wie kreativ, empathisch oder intuitiv jemand ist.

In der HOCHiX-Akademie arbeiten wir deshalb mit einem erweiterten Blick. Mehr als zwanzig Intelligenzformen sind in der Forschung beschrieben. Dazu gehören die musikalische, die räumlich-visuelle, die naturkundliche, die existenzielle und die intrapersonale Intelligenz. Du musst kein Rechengenie sein, um hochbegabt zu sein. Vielleicht ist dein Gehirn ein Geflecht aus Bildern, vielleicht denkst du in Beziehungen und Bedeutungen oder in körperlichen Bewegungen.

Dieser erweiterte Blick auf Intelligenz erklärt auch, warum sich viele Menschen mit dem Etikett Hochbegabung schwertun. Sie haben das Gefühl, nicht intelligent genug zu sein, weil sie Mathematik nicht mochten oder weil sie keine akademische Karriere gemacht haben. Wer du wirklich bist, lässt sich nicht in einer einzigen Zahl abbilden. Eher in einer Landschaft aus Talenten, Stärken und besonderen Wahrnehmungen.

Vielbegabt statt hochbegabt? Was beides verbindet

Nicht jeder hochsensible oder besonders kluge Mensch ist im klassischen Sinn hochbegabt. Manche sind vielbegabt. Auch Scanner-Persönlichkeit ist ein gebräuchlicher Begriff. Vielbegabte sprudeln vor Ideen, interessieren sich für viele Themen gleichzeitig und tun sich schwer, sich auf eine einzige Spur festzulegen. Sie sind Generalistinnen und Generalisten in einer Welt, die Spezialistinnen und Spezialisten feiert.

Hochbegabung und Vielbegabung schließen sich nicht aus. Häufig treten sie zusammen auf, manchmal kombiniert mit Hochsensibilität oder neurodivergenten Merkmalen wie ADHS oder autistischen Anteilen. Was sie verbindet, ist das Gefühl, anders zu funktionieren als die Mehrheit der Menschen. Wenn du dir nicht sicher bist, wo du dich verortest, lohnt sich der kostenlose Vielbegabungstest auf hochix.com. Er ist kein klinischer IQ-Test, sondern ein erster Spiegel, in dem du dich vielleicht zum ersten Mal selbst erkennst.

Anzeichen, an denen du dich selbst erkennen darfst

Hochbegabung zeigt sich nicht in einer einzigen Eigenschaft, sondern in einem Muster. Du erkennst dich oft an einer Mischung verschiedener Merkmale wieder, die dich dein ganzes Leben begleitet haben.

Typisch sind eine schnelle Auffassungsgabe und ein hohes Denk- sowie Sprechtempo. Du verstehst Zusammenhänge, bevor andere die Frage zu Ende gestellt haben. Du sprichst gerne präzise und manchmal komplex. Dein Gedächtnis bewahrt Details, die andere längst vergessen haben. Du denkst assoziativ und vernetzt. Aus einem Gespräch entstehen sofort Verbindungen zu Büchern, Filmen, eigenen Erlebnissen.

Dazu kommt eine emotionale Wahrnehmung, die sehr fein arbeitet. Du spürst Stimmungen im Raum, bevor Worte gesagt sind, du hast einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Ungleichbehandlung trifft dich körperlich, du interessierst dich für anspruchsvolle Themen, hinterfragst kritisch und liebst Ironie sowie absurden Humor.

Gleichzeitig kennst du Selbstzweifel und Selbstkritik in einer Stärke, die andere kaum nachvollziehen können. Du bist Individualistin oder Individualist, magst keine standardisierten Lösungen und vertrittst Standpunkte, die nicht jedermanns Sache sind. Wenn du dich in mehreren dieser Merkmale wiederfindest, lohnt sich ein zweiter Blick auf deine eigene Begabungslandschaft.

Hochbegabung bei Frauen. Die unsichtbare Begabung

Hochbegabte Frauen bleiben besonders häufig unentdeckt. Das liegt nicht an mangelnder Intelligenz, sondern an gesellschaftlichen Mustern. Mädchen lernen früh, sich anzupassen, gefallen zu wollen und nicht zu sehr aufzufallen. Viele schummeln in Tests bewusst Fehler hinein, damit sie nicht herausstechen. Wer kennt sie nicht, die Klassenkameradin, die alles wusste und doch nur Zweier schrieb.

Im Erwachsenenleben setzt sich dieses Muster fort. Hochbegabte Frauen geraten oft in Berufe, die sie unterfordern. Sie fühlen sich als Hochstaplerin, obwohl sie überdurchschnittlich leisten. Sie hadern mit Selbstzweifeln, die sich wie ein Hintergrundrauschen durch ihr Leben ziehen. Das Hochstapler-Syndrom ist bei ihnen besonders verbreitet und es speist sich aus der gleichen Quelle wie die jahrelange Anpassung in der Kindheit.

Hinzu kommt, dass Hochbegabung bei Frauen oft mit Hochsensibilität gepaart ist. Eine intensive Wahrnehmung von Geräuschen, Stimmungen und sozialen Schwingungen verstärkt das Gefühl, anders zu sein. Wenn dazu noch familiäre Verantwortung, Beruf und gesellschaftliche Erwartungen kommen, entsteht eine stille Erschöpfung. Genau hier liegt die Chance der späten Diagnose: Sie nimmt das diffuse Gefühl ‚mit mir stimmt etwas nicht‘ weg und ersetzt es durch eine sehr klare Antwort.

Die zwei Seiten der späten Diagnose: Erleichterung und Trauer

Eine späte Diagnose hat zwei Gesichter. Auf der einen Seite steht die große Erleichterung. Plötzlich hast du eine Erklärung dafür, warum du in der Schule oft unverstanden warst, warum du dich in Gruppen häufig fremd fühlst oder warum du schon als Kind ältere Bücher lesen wolltest. Vergangene Verletzungen verlieren ihre Schärfe, weil du erkennst: Es lag nicht an mir, jedenfalls nicht in dem Sinn, in dem ich es jahrzehntelang geglaubt habe.

Auf der anderen Seite kommt die Trauer. Trauer um die Jahre, in denen du dich verbogen hast. Trauer um Beziehungen, in denen du zu sehr nachgegeben hast. Trauer um Berufe, in denen du innerlich verkümmert bist. Diese Trauer ist wichtig und sie hat ihren Platz. Sie zu fühlen ist Teil der Heilung. Wer die Erleichterung nimmt, ohne die Trauer zuzulassen, übergeht einen wichtigen inneren Prozess.

Beides darf nebeneinander stehen. Erleichterung und Wut, Klarheit und Trauer. Daraus entsteht im besten Fall eine neue Form von Frieden mit dir selbst, die dir das Leben nicht leicht, aber wahrhaftig macht.

Reflexionsfragen, die dir Klarheit schenken

Wenn du diese Fragen in Ruhe für dich beantwortest, vielleicht in einem Notizbuch, kannst du sehr viel über dich selbst erfahren.

Wann hast du dich zum ersten Mal anders gefühlt als die Menschen um dich herum?

In welchen Lebensphasen warst du am stärksten unterfordert, in welchen am stärksten überlastet?

Welche Themen, Interessen oder Begabungen hast du jahrelang als unwichtig abgetan?

Was würdest du heute tun, wenn du wüsstest, dass dein So-Sein kein Mangel, sondern dein eigentliches Material ist?

Vom Wissen zum Leben: Wie du deiner Begabung Raum gibst

Eine Diagnose allein verändert nichts. Was sie verändert, ist deine Sicht auf dich selbst. Aus dieser veränderten Sicht wachsen neue Entscheidungen. Vielleicht gestaltest du deine Arbeit um, vielleicht beendest du Beziehungen, in denen du dich nicht zeigen darfst, vielleicht beginnst du zu schreiben, zu unterrichten, zu forschen, zu coachen oder zu malen.

Wichtig ist, dass du Auslastung suchst, ohne in Überlastung zu kippen. Hochbegabte Menschen brauchen Aufgaben, die sie fordern. Wenn sie unterfordert sind, werden sie müde, gereizt oder traurig. Gleichzeitig sind sie häufig anfällig für Überarbeitung, weil ihr Kopf nie wirklich Pause macht. Es geht um den richtigen Rhythmus, nicht um maximale Leistung.

Berufliche Neuorientierung ist in vielen Lebensphasen möglich. Ein Studium kannst du auch mit fünfzig oder sechzig noch beginnen. Eine Selbständigkeit kann ein Weg sein, deine Vielseitigkeit zu leben, ohne dich an starre Strukturen anpassen zu müssen. Wer sich beruflich neu sortieren möchte, profitiert von Beratungen, die mit Hochbegabung und Neurodivergenz vertraut sind.

Wege, deiner Begabung erfahrbar Gestalt zu geben

Wenn du den Verdacht hast, hochbegabt oder vielbegabt zu sein, musst du nicht sofort zum Psychologen oder zu Mensa gehen. Es gibt viele Wege, dich dem Thema in deinem eigenen Tempo zu nähern. Beginne damit, dich zu informieren. Bücher, Blogartikel und Podcasts geben dir einen ersten Eindruck. Sprich mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Auf hochix.com findest du verschiedene kostenlose Online-Tests, darunter den Vielbegabungstest, den Hochsensibilitätstest und Tests zu ADHS sowie Autismus. Sie ersetzen keine klinische Diagnostik, aber sie zeigen dir Muster und schenken dir erste Klarheit. Vielen Menschen reicht das, andere möchten danach den Schritt zu einer offiziellen IQ-Testung machen.

Wer sich beruflich mit dem Thema verbinden will, findet in der Coaching-Ausbildung in der HOCHiX-Akademie eine Möglichkeit, das eigene Wissen und die eigene Geschichte in eine wertvolle Tätigkeit zu verwandeln. Coaches mit HOCHiX-Ausbildung begleiten Menschen, die genau diesen Weg gerade selbst beginnen.

Eine späte Diagnose ist nicht das Ende eines Suchens, sondern der Anfang eines wahrhaftigeren Lebens. Du musst nicht mehr erklären, warum du so denkst, fühlst und arbeitest, wie du es tust. Du beginnst, dich nicht mehr gegen dich selbst zu stellen, sondern an deiner Seite zu sein. Das verändert mehr als ein paar Lebensentscheidungen. Es verändert das innere Klima.

Du darfst aufhören, dich für deine Eigenheiten zu entschuldigen. Du darfst aufhören, dich kleinzumachen, damit andere sich neben dir nicht klein fühlen und du darfst beginnen, dich auszudehnen. In deine Arbeit, in deine Beziehungen, in deinen Stil zu denken und zu leben. Genau dafür ist Hochbegabung gemacht.

Das Wichtigste in einem Satz

Die späte Diagnose deiner Hochbegabung ist eine Einladung, dich nicht länger zu erklären, sondern dich endlich zu zeigen. Mit allem, was dich besonders, klar und wesentlich macht.

Herzlichst
Anne

 

Quellen

Gardner, H. (2011). Frames of Mind: The Theory of Multiple Intelligences. Basic Books.

Brackmann, A. (2018). Jenseits der Norm – hochbegabt und hoch sensibel? Klett-Cotta.

Webb, J. T. (2008). Misdiagnosis and Dual Diagnoses of Gifted Children and Adults. Great Potential Press.

Mensa in Deutschland e.V. Hochbegabung verstehen. https://www.mensa.de

Heintze, A. (2024). HOCHiX Akademie für Hochsensibilität, Hoch- und Vielbegabung. https://hochix.com

Holling, H., Preckel, F. (2017). Hochbegabung. Forschungsergebnisse und Empfehlungen. Hogrefe.

Lies hier mehr über Hochbegabung:

 
 

Kommentare

14 Kommentare

  1. Hallo,,
    hier ist auch ein derartiger Zeitgenosse, welcher mit 45 Jahren erfahren hat, dass er einen IQ von 155 hat. Vor allem Naturwissenschaften, Sprachen, Jura. alles was schön komplex ist.

    ich bin ohne Schulabschluss vor 30 Jahren aus einem ungünstigen Elternhaus geflüchtet, bin in Form eines typischen Spinnennetzes durchs Leben geirrt, um dann beruflich mit ungewöhnlichen Leistungen aufzufallen, wodurch mich Behörden zum Psychologen schickten…. seit dem geht es aufwärts.,..

    Nach nunmehr 1 Jahr der Aufarbeitung und Verarbeitung absolviere ich gerade meine Meisterprüfungen, studiere nebenher bereits Pädagogik und werde anschließend Jura studieren, Anwalt werden.

    zu spät ist es nie, aufholen kann man immer! Egal was andere denken, machen, endlich glücklich werden!

    herzliche Grüße

  2. Das Thema geistert schon so lange in meinem Kopf rum. Hochsensibel bin ich, das ist durch mehrere Tests bestätigt aber ich habe immer wieder das Gefühl, dass da noch mehr ist, denn der Austausch mit anderen HSP ist zwar immer inspirierend aber meistens fühle ich mich auch da nicht verstanden und bin ‚zu schnell‘. Dass ich hochbegabt bin, konnte ich mir nie vorstellen – ich war nicht sonderlich gut in der Schule (vor allem Mathe) und habe auch nicht die Erinnerung, dass es mir besonders leicht fiel. Nun will ich es angehen und gerne einen Test machen, allerdings nicht den ‚klassischen‘ bei Mensa, sondern eine richtige Diagnostik bei einem Coach, der sich auch mit HSP auskennt.
    Habt ihr Tipps für den Raum Rhein-Main-Neckar? Auf der Seite von Mensa kann ich nichts finden und auch die Suchmaschine ist mir gerade keine Hilfe.
    Herzliche Grüße

  3. Ich sitze ab August im Abendgymnasium FL und versuche mein Abi nachzuholen. Nun musste ich, wegen so einigen Traumata mir vieles anhören, bis zur totalen Ablehnung und Mobbing, habe ich eigentlich nur gelitten. Jahrzehntelang. Zahlreiche Fehldiagnosen und keinerlei Förderung. Ich habe meine Kurve irgendwann weggeschmissen, da man es zur damaligen Zeit (circa 1982) gar nicht ernstgenommen hat. Ich galt als sehr plietsch. Nun habe ich die Befürchtung, dass das so weitergeht, da ich derart schnelles Denkvermögen besitze und auch ein sehr schnelles Auffassungsvermögen ( so das mir keiner folgen kann) Ich wirke für andere komisch und definitiv anders und komplexer. Ich habe bereits Recherchiert, aber leider werden nur Jugendliche bis 18 Jahre unterstützt und gefördert. Bin ich raus mit 47 Jahren?

    Meine Tochter ist ebenfalls Hochbegabte ( Nachweis vorhanden) . Die Kurve meiner Tochter liegt zwischen 140- 150. Mich hat es damals leider schlimmer erwischt und ich habe deswegen ein sehr einsames eremitisches Leben führen müssen. Auch mit meinen Kindern lebte ich sehr isoliert, was man ebebso falsch interpretiert hatte. Mir kann bis heute keiner folgen. Weder meinen Gedankengängen, noch meiner Übermoralischen Haltung.

    Ich würde sehr gerne mein Abi schaffen und hätte sehr gerne einen Ansprechpartner bzgl. meines Themas. Und es geht leider nur Kostenlos, da ich kein Geld für teure Testate habe.

    Ich würde mich sehr über einen Ansprechpartner freuen.

    Liebe Grüße

  4. Ich wünschte ich hätte niemals davon erfahren,es ist zwar nur IQ 128 trotzdem wäre es mir lieber ich würde wieder unter normal bescheuert laufen. Ich kann mit dieser Diskrepanz nicht umgehen von IQ unter einer Amöbe und dem Ergebnis.Jeder labert davon egal ob er davon weiß oder nicht..Eine Therapeutin meinte ,meine Eltern hätten mich fördern müssen, haben sie aber nun mal nicht angesehen davon was bringt mir die Erkenntnis jetzt als Erwachsene?!

  5. Danke, so ein toller Artikel! Ich fühle mich sehr abgeholt und verstanden. Es hat bei mir Jahrzehnte gedauert, bis ich meine Hochbegabung entdeckt und verstanden habe.
    Es lag daran, dass ich besonders musikalisch und tänzerisch begabt bin, außerdem intrapersonell und naturalistisch. Die Musik-Eins in der Schule und die in Gymnastik/Tanz wurden ja als Nebenfächer belächelt… Traurig.
    In klassischen IQ-Tests schneide ich auch relativ gut ab, doch mein Gesamt-IQ liegt immer unter 120. Das hat mich lange Zeit verwirrt, denn im Alltag merke ich ständig, dass mir viele Leute nicht folgen können, sogar Leute, die ich für intelligent halte. Das passte nicht zusammen. Die Erklärung: In klassischen IQ-Tests gibt es einen Bereich, in dem ich richtig abloose: Mustererkennung. Da der IQ am Ende als Durchschnittsleistung aller Einzelbereiche berechnet wird, ziehen mich die Muster unter 120. Und so verschleiern klassische Tests sogar, warum ich öfters über die Köpfe anderer hinweg rede, anstatt eine Erklärung zu liefern. Denn offenbar bin ich ja normal intelligent, haha! Nee, wohl doch nich…
    Heute freue ich mich über meine Begabungen, spiele jeden Tag Klavier, lerne Sprachen, gebe Tanzunterricht, helfe traumatisierten Klientinnen aus zerstörerischen Beziehungen zu entfliehen und schreibe eine Kolumne für ein deutschlandweit erscheinendes Pilotenmagazin.
    Schwer fallen mir Einsamkeit (kaum jemand versteht mich) und Sozialkompetenz im Sinne von Wenn-die-anderen-mich-nicht-verstehen-habe-ich-die-Verantwortung-die-Situation-zu-entschärfen.

    1. Hallöchen. Ich bin der Dummkopf unter den richtig schlauen mit ca. 124. Trotzdem leide ich enorm. Ich denke immer schneller und komplexer als andere. Kann spielend Lösungen finden wo andere noch nicht mal bemerken dass es ein Problem gibt. Ich falle ständig auf obwohl ich eigentlich nur nett sein will. Ich traue mich teilweise nichts mehr zu sagen weil ich kein adäquates Gegenüber habe. Die Begabungen machen einsam. Aus Verzweiflung habe ich in Firmen immer erstmal gecheckt was die so für Fehler machen und diese dann geschickt eingebaut um emotionalen Stress zu vermeiden. dummerweise bin ich trotzdem als intelligent erkannt worden und dann begann die witchhunt wie mister Trump gesagt hätte. Langsam bin ich völlig verzweifelt weil ich teilweise gar nicht merke dass meine Beiträge so viel schlauer sein sollen und deshalb manchmal einfach losleg. Ich habe es auch langsam satt ständig zu warten bis die anderen im Denken hinterherkommen. Ich fühle mich wie der Igel bei hase und Igel und ick bin immer all da. Inzwischen langweile ich mich wenn der Hase angewetzt kommt und bin frustriert. Ich spiele endlich Klavier und will demnächst mit Geige beginnen. Ich habe es erst mit 40 bemerkt dass ich Talent habe. Außerdem kann ich zu zahlreichen Themen meinen Senf dazu geben. Ich wurde da ständig erzieherisch gemassregelt von meinem Umfeld weil es andere nervt wenn ich zu allem was weiß. Bei mir lösen die unterschiedlichen Themen immer Freude aus und ich meine es nie bös. Ich genieße diese Seite hier weil ich mich gerade wieder sehr alleine fühle weil ich ein Gespräch mit einem bildungspapageien (Verzeihung: Frust) hatte dem ich total überlegen war und es nicht zeigen durfte. Es ist schwer jemanden zuzuhören der nur einen Bruchteil der Materie erwähnt und einen auch noch belehrt damit obwohl man selbst die Komplexität längst als viel größer erkannt hat das gegenüber aber nicht beleidigen möchte…. ich danke für alle die uns verstehen. möge Gott die schützen die uns schützen! :0) merci

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