Der quälende Selbstzweifel bei Hochbegabung und Hochsensibilität

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Hochbegabte und hochsensible Menschen haben ein ganz besonderes Geschenk erhalten. Ein Geschenk, das ihr Leben und das ihrer Mitmenschen bereichert. Dennoch plagen sie oft Selbstzweifel.

Allzu oft aber wurden hochbegabte und hochsensible Erwachsene in der Kindheit verkannt, nicht richtig gefördert und vielleicht sogar in ihrer natürlichen Entwicklung behindert.

Nun leiden sie unter Selbstzweifeln und Unsicherheit – sie kennen ihren eigenen Selbstwert gar nicht. Zu mehr Selbstvertrauen kann ihnen der Austausch mit Gleichgesinnten und Menschen helfen, die Erfahrung in der Arbeit mit der Hochbegabung haben und wissen, welches Potenzial in ihnen steckt – auch im Erwachsenenalter.

Das Feedback anderer und unser eigenes Selbstbild

Jeder Mensch durchläuft seinen ganz eigenen, ganz individuellen Weg der Potenzialentfaltung. Keiner gleicht dem anderen. Menschen, die hochbegabt oder hochsensibel auf die Welt kommen, entwickeln sich aber anders, als die meisten anderen Menschen. Von diesen anderen aber kommt der Großteil des Feedbacks. Menschen sind soziale Wesen, deswegen legen wir ganz unbewusst immensen Wert auf das Feedback unserer Umgebung. Gerade Kinder brauchen die Anerkennung von anderen Kindern und Erwachsenen.

Sie wachsen und lernen daran, denn Anerkennung will vermehrt und Ablehnung will vermieden werden. Kinder werden all das, wofür sie gelobt werden, wiederholen  und das, wofür sie bestraft werden, vermeiden. Egal ob es um ein Verhalten, das Aussehen, Aussagen oder Gefühle geht.

Hochbegabte oder hochsensible Menschen werden oft lange nicht als solche erkannt und deswegen wie ihre Mitmenschen behandelt, die nicht mit diesen Gaben auf die Welt gekommen sind. Dadurch ecken sie an.

Die Fantasie der bunten Zebras macht sie anfälliger für Ängste, einem äußeren Erwartungsdruck steht innerer Selbstzweifel gegenüber.

Häufig ist auch ein ausgeprägteres Gerechtigkeitsgefühl vorzufinden, das sie verschieden ausgestalten.

Hochsensible und Hochbegabte werden als anders wahrgenommen, schlimmstenfalls hagelt es verletzende oder beleidigende Kritik. Das ist eine Erfahrung, die viele außergewöhnliche Menschen gemacht haben. Gerade bei hochsensiblen Menschen kann eine wiederholte Erfahrung von schlechtem Feedback sehr nachhaltige Wunden verursachen.

All das kann die Ursache von Selbstzweifeln sein, die den Betroffenen so lange begleiten, bis er von allein herausfindet, was ihn von seinen Mitmenschen unterscheidet und dann lernt, dieses Anderssein selbst zu schätzen und zu achten.

Die Gabe als Geschenk erkennen

Hochbegabung und Hochsensibilität werden aufgrund dieser Selbstzweifel von vielen Betroffenen als Fluch wahrgenommen und nicht als das Geschenk, das sie wirklich sind. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass sie gesellschaftlich „anders“ ankommen als ihre Mitmenschen. Dabei kann die Lösung so nahe liegen – sie müssen selbst das Zepter in die Hand nehmen und an ihrer Integration in einen normalen Alltag arbeiten. Niemand kennt ihre Sichtweisen, Bedürfnisse und Anforderungen an eine gesunde Umgebung so genau wie sie selbst und andere Betroffene.

Eine von vielen Lösungen kann im Coaching bestehen

Dort arbeiten wir an Selbstzweifeln und anderen typischen Problemen hochsensibler und hochbegabter Erwachsener. Eindrücke aus dem bisherigen Lebensweg werden aufgearbeitet und es kann ein Reframing (Umdeutung) stattfinden. Das Weltbild wird neu eingerahmt und Teilnehmer lernen, sich und ihre besondere Gabe als Geschenk anzunehmen und ihr volles Potenzial zu entfalten.

Sie entwickeln sich zu starken Persönlichkeiten, die ein Talent in sich entdeckt haben und nun lernen können, es für ihr eigenes Wohl und das aller Mitmenschen einzusetzen.

Hochbegabte und Hochsensible stellen eine immense Bereicherung für ihre Umgebung dar – ein Geschenk, das nicht ungeöffnet bleiben darf.

Du kannst gegen Selbstzweifel aber auch viel ganz allein für dich tun:

Hochsensible Menschen brauchen besondere Lebensstrategien. Feinfühlige Menschen haben besondere Fähigkeiten, brauchen aber auch besondere Bedingungen, um wirklich kraftvoll diese Fähigkeiten und Gaben zu leben.

Um diese Bedingungen schaffen zu können, habe ich dir in meinem E-Book „Hochsensibilität – Dein Anti-Stress-Coaching“ zahlreiche Tipps und Übungen für dein Selbstcoaching zusammengestellt.

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Kommentare

3 Antworten

  1. Genau das ist auch meine Tragik:
    -Gerechtigkeit- nicht gebraucht
    -feine und vielfältige Wahrnehmung, die zu individuellen Lösungen führen würde- fehl am Platz
    -Verstehen und respektieren von vielen verschiedenen Sichten- nicht nötig, Propaganda sagt ja schon wie lang es gehen sollte
    -Friedensanliegen- nicht nötig, die Mächtige verdienen an Kriegen
    -Zuhören und Vermitteln- nicht nötig, eskalieren und ettiketieren ist in Mode
    -selber und genau denken und hintergragen- ganz falsch, Zombies von Politik und „Wissenschaft“ erwünscht
    -ehrlich sein und keine persönliche Vorteile wünschen- verrückt, man sollte nur eigenen Profit anstreben und sich den Mächtigen leicht verkaufen

    Also ist ein echt intelligenter, begabter, selbständiger und feinfühliger und echt individuell-sozialer Mensch aus Sicht der Macht habenden ein falscher Mensch, nichts von seinen Eigenschaften ist erwünscht

    1. Hola! Ich erlebe das nicht so und viele andere Menschen auch nicht. All die tollen Eigenschaften der HOCHiX Menschen werden sehr wohl gewünscht, geschätzt und geliebt. Es gilt immer das Resonanz-Prinzip: Was ich aussende, kehrt zu mir zurück. Wenn ich ungerecht bin, erlebe ich Ungerechtigkeit. Wenn ich unfriedlich bin, wird Frieden nicht um mich sein. Wenn ich nicht zuhöre und vermittle, geschieht es auch nicht in meinem Umfeld. Selbstehrlichkeit ist die Grundvoraussetzung für einen ehrlichen Umgang mit den Mitmenschen. Und alles vice versa. Das eigene Denken über die Dinge verändern hilft. Herzlichst, Anne

  2. Wir leben eben in einer Welt, in der Sinn für Gerechtigkeit und Empfindsamkeit nicht zu den Erfolgsfaktoren zählen. In vielen Geschäftsfeldern wird man mit dem Gegenteil erfolgreich, eine gewisse Form von Autismus gepaart mit etwas Psychopathie sind dort eher förderlich, gerade in der Informationstechnologie, deren Produkte uns und unsere Welt immer mehr lenken – nicht aus so sehr aus böser Absicht, sondern weil sie so präsent sind. Zu krass darf man dabei aber auch nicht sein, logisch. Jedes Zeitalter favorisiert bestimmte psychische Abweichungen von der Norm als Erfolgsmodell. Hochsensibel zu sein, gehört wohl aktuell eher in eine Nische. Und ebenso Hochbegabung, denn die führt nur zu Qualitätsprodukten und eben solche sind nicht gefragt, da sie zu aufwändig zu produzieren sind.

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