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Essentials: Neurodivergenz
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Autoren
Anne Heintze
Harald Heintze
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Der einzige Ort, an dem Neurodivergenz nicht erklärt werden muss – hier wird sie gefeiert, verstanden und zur Quelle deiner größten Stärke gemacht. Für alle Menschen, die anders besonders sind.
Was ist eigentlich ein „buntes Zebra“? Hochsensibel, hochsensitiv, hochbegabt oder vielbegabt! Warum neurodivergente Menschen sich in einer neurotypischen Welt so fremd fühlen
Du hast dich immer anders gefühlt. Nicht ein bisschen anders, sondern grundlegend. Ob Hochsensibilität, Hochsensitivität, Hochbegabung, Vielbegabung, ADHS oder Autismus: Neurodivergente Menschen erleben die Welt intensiver, komplexer und oft schmerzhafter als ihr Umfeld. In diesem Artikel erzähle ich dir, woher das Bild des bunten Zebras kommt, warum es so viele Menschen berührt, und was meine eigene Geschichte mit 20 Jahren Depression damit zu tun hat. Denn Anderssein ist keine Störung. Es ist eine Wahrnehmungsarchitektur, die diese Welt dringend braucht.
Ihre Beziehung zu anderen Menschen ist geprägt von dem Gefühl, anders zu sein. Sie empfinden sich oftmals als nicht dazugehörig, ausgeschlossen, einsam und ganz einfach fremd.
So entstand das Bild eines Zebras in einer Welt, die vorwiegend von Haflingern bevölkert wird. Haflinger sind außerordentlich liebenswerte, nützliche, soziale und freundliche Pferde.
Wie ein Bild entstand, das Tausende wiedererkannten
Wenn ich auf die letzten 37 Jahre meiner Arbeit mit Menschen zurückblicke, gibt es einen Satz, den ich in hunderten Variationen gehört habe: „Ich habe mich immer gefühlt, als wäre ich vom falschen Stern.“
Oder: „Ich dachte lange, ich wurde als Kind im Krankenhaus vertauscht.„
Oder, noch leiser: „Ich wusste immer, dass etwas mit mir anders ist. Ich wusste nur nie, was.„
Aus diesen Gesprächen, aus der Arbeit mit hochsensiblen, hochsensitiven, hochbegabten, vielbegabten und autistischen Menschen entstand irgendwann das Bild der bunten Zebras in einer Welt voller Haflinger, weil es das einzige Bild war, das die Realität dieser Menschen ehrlich beschrieb.
Haflinger sind wunderbare Pferde. Sozial, freundlich, herdenorientiert, anpassungsfähig.
Sie fühlen sich wohl in Gruppen, sie kennen die Regeln ihrer Welt, und sie leben gut damit. Es gibt nichts Schlechtes an Haflingern. Die Welt ist für sie gebaut und sie funktionieren darin.
Aber stell dir ein Zebra vor, das in dieser Herde aufwächst.
Nicht irgendein Zebra, sondern eines mit bunten Streifen. Ein Wesen, das nicht nur anders aussieht, sondern anders wahrnimmt, anders denkt, anders fühlt. Ein Wesen, das die Welt in Farben sieht, die Haflinger nicht einmal ahnen. Es ist eine Metapher für Fremdheit, die nicht wegzureden, nicht wegzutherapieren und nicht wegzutrainieren ist.
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Neurodivergenz: Wenn dein Nervensystem die Welt anders liest
Das bunte Zebra war mein Versuch, etwas in ein Bild zu fassen, was die Wissenschaft heute unter dem Begriff Neurodivergenz zusammenfasst. Das bunte Zebra findet sich auch auf zwei meiner Buch-Cover. Dieses erste Buch wurde ein Bestseller und ist mittlerweile in der 9. Auflage erschienen.
Neurodivergente Menschen, also Menschen mit Hochsensibilität, Hochsensitivität, Hochbegabung, Vielbegabung, ADHS oder Autismus, verarbeiten Informationen anders. Ihr Nervensystem reagiert intensiver auf Reize, filtert weniger, nimmt mehr auf und braucht deshalb andere Bedingungen, um gut zu funktionieren.
Das klingt technisch. Aber was es im Alltag bedeutet, ist alles andere als technisch.
- Es bedeutet, dass du als Kind spürst, wenn deine Eltern streiten, obwohl sie lächeln. Es bedeutet, dass du in der Schule vor Langeweile fast stirbst, während alle anderen zufrieden mitschreiben.
- Es bedeutet, dass du nach einem Tag unter Menschen so erschöpft bist, als hättest du einen Marathon gelaufen, während alle anderen sich „nett unterhalten“ haben.
- Es bedeutet, dass du Muster erkennst, die andere nicht sehen, und dann nicht verstehst, warum niemand sonst das Offensichtliche bemerkt.
Neurodivergenz ist keine Krankheit. Es ist eine neurologische Variante, ein anderes Betriebssystem, wenn du so willst.
Aber dieses Betriebssystem läuft in einer Welt, deren gesamte Infrastruktur für ein anderes System gebaut wurde.
Hochsensibilität und Hochsensitivität: Die Welt mit offenen Sinnen, offenem Herzen
Hochsensible Menschen nehmen sensorische Reize intensiver wahr: Geräusche, Gerüche, Licht, Stimmungen, Texturen. Hochsensitive Menschen nehmen zusätzlich feinstoffliche Informationen auf, die jenseits der klassischen fünf Sinne liegen.
Beide Formen der Wahrnehmung sind real, messbar und neurologisch begründet. Elaine Aron hat in den 1990er Jahren die wissenschaftliche Grundlage dafür geschaffen.
Was bedeutet das im Alltag? Es bedeutet, dass ein normaler Arbeitstag im Großraumbüro für einen hochsensiblen Menschen das ist, was für andere ein Tag auf einem Festival wäre: Ein Dauerfeuer an Reizen, dem man nicht entkommen kann.
- Es bedeutet, dass Konflikte nicht einfach unangenehm sind, sondern körperlich schmerzen.
- Es bedeutet, dass du nach einem intensiven Gespräch nicht einfach zum nächsten Termin übergehen kannst, weil alles, was du gehört und gefühlt hast, noch in deinem System nachhallt.
Hochsensibilität und Hochsensitivität sind keine Schwächen. Aber in einer Welt, die Geschwindigkeit belohnt und Tiefe bestraft, fühlen sie sich oft so an.
Hochbegabung bei Erwachsenen: Mehr als ein hoher IQ
Wenn Menschen an Hochbegabung denken, sehen sie ein Kind, das mit vier Jahren liest und mit sechs Schach spielt. Die Realität von Hochbegabung bei Erwachsenen sieht völlig anders aus. Viele hochbegabte Erwachsene wissen gar nicht, dass sie hochbegabt sind.
Sie wissen nur, dass sie irgendwie nicht reinpassen. Dass ihre Art zu denken andere irritiert. Dass sie zu schnell sind, zu komplex, zu viel.
Hochbegabung bei Erwachsenen zeigt sich selten in akademischen Höchstleistungen.
- Sie zeigt sich in der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, die anderen verborgen bleiben.
- In einem Gerechtigkeitsempfinden, das körperlich wehtut.
- In einer Intensität des Erlebens, die sowohl Geschenk als auch Bürde ist.
- Und oft zeigt sie sich in Einsamkeit, denn wenn du Dinge siehst, die andere nicht sehen, und Fragen stellst, die andere nicht verstehen, dann bist du automatisch allein mit deiner Wahrnehmung.
Viele spät erkannte Hochbegabte beschreiben den Moment der Erkenntnis als eine Befreiung: Endlich gibt es einen Namen für das, was sie ihr ganzes Leben lang gespürt haben. Endlich sind sie nicht mehr „zu viel“, sondern anders genug, um eine eigene Kategorie zu verdienen.
Vielbegabung und Scanner-Persönlichkeit: Wenn eine Schublade niemals reicht
Vielbegabte Menschen, oft auch als Scanner-Persönlichkeiten bezeichnet, tragen eine besondere Spielart der Neurodivergenz in sich. Sie interessieren sich nicht für ein Thema, sondern für zwanzig. Sie beginnen Projekte mit Begeisterung und wenden sich neuen Projekten zu, sobald sie das Wesentliche verstanden haben. Nicht aus Unzuverlässigkeit, sondern aus einem tiefen Bedürfnis nach Vielfalt und Stimulation.
Die Welt sagt diesen Menschen ständig: „Entscheide dich endlich.“ „Bleib bei einer Sache.“ „Du bist zu sprunghaft.“ Vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten hören das und glauben irgendwann, dass mit ihnen etwas nicht stimmt.
Dass ihre Art, die Welt zu erkunden, ein Fehler ist. Dabei ist genau das Gegenteil wahr: Die Fähigkeit, in vielen Bereichen zu denken, Verbindungen zwischen scheinbar unzusammenhängenden Themen herzustellen und immer wieder neu anzufangen, ist eine der kreativsten Formen von Intelligenz, die es gibt.
ADHS bei Erwachsenen: Das Gehirn, das nie leise ist
ADHS bei Erwachsenen ist eines der am meisten missverstandenen Themen in der Neurodivergenz. Viele Menschen denken bei ADHS an den zappelnden Jungen in der Grundschule. Die Realität ist, dass ADHS bei Erwachsenen sich oft völlig anders zeigt, besonders bei Frauen.
- Es zeigt sich in Gedankenströmen, die nie aufhören.
- In einer Aufmerksamkeit, die nicht fehlt, sondern sich nicht steuern lässt.
- In einer Emotionalität, die von null auf hundert geht, ohne Vorwarnung.
- In einem Nervensystem, das entweder Vollgas oder Stillstand kennt, aber nichts dazwischen.
ADHS bei Erwachsenen wird oft erst spät erkannt, weil die Betroffenen über Jahre und Jahrzehnte Kompensationsstrategien entwickelt haben, die so gut funktionieren, dass von außen niemand etwas merkt. Die Kosten dieser Kompensation bezahlen sie mit Erschöpfung, Selbstzweifeln und dem Gefühl, niemals genug zu sein.
Autismus bei Erwachsenen: Die unsichtbare Maske
Autismus bei Erwachsenen, insbesondere bei Frauen, ist vielleicht die am meisten übersehene Form der Neurodivergenz.
Während die klassische Vorstellung von Autismus einen Menschen zeigt, der sozialen Kontakt meidet und in sich gekehrt lebt, zeigen viele autistische Erwachsene ein völlig anderes Bild: Sie sind sozial, kommunikativ, oft sogar beruflich sehr erfolgreich. Was niemand sieht, ist der Preis, den sie dafür bezahlen.
Autistische Erwachsene, die ihr ganzes Leben lang maskiert haben, die gelernt haben, neurotypisches Verhalten nachzuahmen, die sich in jeder sozialen Situation wie Schauspieler auf einer Bühne fühlen, leben mit einer Erschöpfung, die sich von außen nicht erklären lässt.
Sie kommen nach Hause und können nichts mehr. Sie brauchen Stunden oder Tage, um sich von dem zu erholen, was andere als „einen ganz normalen Tag“ bezeichnen.
Mein Vater war Asperger-Autist. Ich wusste das als Kind natürlich nicht. Für mich war seine Art, die Welt zu sehen, einfach Normalität. Seine Geradlinigkeit, seine Ehrlichkeit, die manchmal schonungslos war, seine Liebe zu Struktur und Logik, sein Unverständnis für das, was andere „Smalltalk“ nannten.
All das war für mich die Welt, in der ich aufwuchs. Erst viel später verstand ich, dass seine Wahrnehmung nicht die Regel war, sondern die Ausnahme. Und dass ich selbst in vielem, was ich als selbstverständlich empfand, seine Prägung in mir trug.
Aber ich wurde mehr als 60 Jahre alt, bevor ich mein Wissen durch eine Diagnose bestätigen lies.
20 Jahre in der Dunkelheit: Mein Weg durch die Depression
Ich spreche so offen darüber, weil ich weiß, dass es nötig ist. Zwischen meinem 14. und meinem 34. Lebensjahr lebte ich mit Depressionen. 20 Jahre. Das ist fast die Hälfte eines jungen Lebens. Es waren keine durchgehend schwarzen Jahre, es gab Phasen, die heller waren, und Phasen, in denen ich nicht wusste, ob ich den nächsten Tag erleben wollte.
Als Therapeutin, als Heilpraktikerin, als Mensch mit all dem Wissen, das ich damals schon hatte, schämte ich mich zutiefst dafür, dass ich meine eigenen Depressionen nicht in den Griff bekam. Ich habe alles getan, um sie zu verbergen. Ich war Weltmeisterin im Funktionieren, Weltmeisterin im Maske-Tragen, Weltmeisterin darin, „Stehaufmännchen“ zu spielen.
Was mich schließlich befreit hat, war nicht eine bestimmte Therapiemethode.
Es war das Verstehen.
Das Verstehen, dass ich nicht falsch war, sondern anders. Dass mein Gehirn anders arbeitet, mein Nervensystem anders reagiert, meine Wahrnehmung tiefer geht als die der meisten Menschen um mich herum.
Die Befreiung kam nicht durch Reparatur, sondern durch Erkenntnis.
Als ich aufhörte, gegen meine eigene innere Bestimmung zu kämpfen, und sie stattdessen annahm, tauchte meine Seele aus der Nacht ins Morgengrauen auf.
Ich habe über diese Zeit ausführlich geschrieben in meinem Artikel „Die dunkle Nacht der Seele“. Wenn du dich darin wiedererkennst, dann lies ihn. Er ist ehrlich. Und er zeigt, dass es einen Weg gibt.
Warum neurodivergente Menschen sich als Fremdkörper fühlen
Zurück zum bunten Zebra. Der Grund, warum dieses Bild so viele Menschen berührt hat, seit ich es zum ersten Mal verwendet habe, ist einfach: Es beschreibt präzise, was neurodivergente Menschen erleben.
Es ist nicht nur ein Gefühl des Andersseins. Es ist ein Anderssein, das alle Lebensbereiche durchzieht.
- Die Familie, in die du hineingeboren wirst, versteht dich möglicherweise nicht. Nicht weil sie dich nicht liebt, sondern weil sie nicht die Werkzeuge hat, um deine Art zu sein einzuordnen.
- Das Bildungssystem, das dich formen soll, ist für Haflinger gebaut: für lineare Lernwege, für Anpassung, für Geschwindigkeit in vorgegebenen Bahnen.
- Die Arbeitswelt belohnt Konformität und bestraft Originalität. Partnerschaften zwischen neurodivergenten und neurotypischen Menschen stehen vor Herausforderungen, die beiden Seiten oft nicht einmal bewusst sind.
Und das Schlimmste: Weil neurodivergente Kinder diese Fremdheit von Anfang an spüren, lernen sie früh, sich anzupassen. Sie lernen, ihre Streifen zu verstecken, ihre Farben abzudämpfen, sich so zu verhalten, wie die Haflinger es erwarten. Sie werden zu Meistern der Tarnung. Und bezahlen dafür mit dem Verlust von sich selbst.
Hochsensibel, hochbegabt, vielbegabt, autistisch, ADHS: Warum Überschneidungen die Regel sind
In der HOCHiX Akademie arbeiten wir seit über 20 Jahren mit neurodivergenten Menschen, und eines der wichtigsten Dinge, die wir dabei gelernt haben, ist: Neurodivergenz kommt selten allein.
Die meisten Menschen, die zu uns kommen, tragen nicht ein Merkmal, sondern mehrere. Hochsensibilität und Hochbegabung. Vielbegabung und ADHS. Autismus und Hochsensitivität. Diese Überschneidungen sind nicht die Ausnahme. Sie sind der Normalfall.
Das bedeutet, dass das bunte Zebra in der Regel nicht nur eine Farbe trägt.
Es ist tatsächlich bunt. Und genau das macht die Begleitung dieser Menschen so anspruchsvoll, denn wer nur eine Farbe sieht, übersieht das ganze Bild.
Was neurodivergente Menschen wirklich brauchen
Neurodivergente Menschen brauchen keine Reparatur. Sie brauchen Verstehen. Sie brauchen Menschen in ihrem Umfeld, die nicht versuchen, ihre Streifen geradezubiegen, sondern die anerkennen, dass diese Streifen der Ausdruck einer neurologischen Realität sind, die ebenso gültig ist wie jede andere.
Sie brauchen Coaches und Therapeuten, die selbst neurodivergent sind oder zumindest die Tiefe dieser Erfahrung wirklich begreifen.
Denn ein Haflinger, der noch so wohlmeinend ist, kann einem bunten Zebra nicht erklären, wie es in einer Haflinger-Welt überleben soll. Er kennt die Landschaft, aber er kennt nicht die Farben.
Und neurodivergente Menschen brauchen den Mut, ihre Farben zu zeigen.
Das klingt so leicht und ist so schwer. Nach Jahren oder Jahrzehnten des Versteckens, nach all den Erfahrungen von Ablehnung, Unverständnis und dem leisen, zermürbenden Gefühl, falsch zu sein, braucht es enorm viel Kraft, um die Maske abzulegen und zu sagen: „Das bin ich. Ganz. Bunt. Unverschämt lebendig.“
Bunte Zebras verändern die Welt
Ich glaube zutiefst, und nach 37 Jahren Arbeit mit neurodivergenten Menschen sage ich das mit Überzeugung: Neurodivergente Menschen machen die Welt besser. Nicht trotz ihres Andersseins, sondern genau deswegen.
Sie sehen, was andere übersehen. Sie stellen Fragen, die andere nicht zu stellen wagen. Sie finden Lösungen, die neurotypisches Denken gar nicht hervorbringen kann, weil neurotypisches Denken in den Bahnen bleibt, die schon gelegt sind.
Die Welt braucht bunte Zebras.
- Sie braucht Menschen mit Hochsensibilität, die spüren, wenn etwas nicht stimmt, lange bevor die Zahlen es zeigen.
- Sie braucht Menschen mit Hochbegabung, die Systeme hinterfragen, die alle anderen für selbstverständlich halten.
- Sie braucht vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten, die Verbindungen herstellen, die niemand sonst sieht.
- Sie braucht Menschen mit ADHS, deren Energie und Kreativität Dinge in Bewegung bringt, die sonst für immer stillstehen würden.
- Und sie braucht autistische Menschen, deren Klarheit und Ehrlichkeit eine Welt durchschneidet, die sich in Konventionen und Höflichkeitsfloskeln versteckt.
Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst, dann möchte ich dir etwas sagen: Du bist nicht zu viel. Du bist nicht zu wenig. Du bist nicht falsch. Du bist ein buntes Zebra. Und die Welt ist besser, weil es dich gibt.
Lies mehr in meinen Büchern darüber: „Außergewöhnlich normal“ und „Auf viele Arten anders“.
Anne









7 Kommentare
Hey Zebras…..
Wie gerne wäre man ein Individuum aus dieser Herde…. nur eben gerade die ausgegrenzten Zebras haben es schwer sich fernab der Mainstreamherde durchzuschlagen ….
Eure Kosten finde ich ok, nur sind sie wie *spezielles * Wissen unerschwinglich…… womit es ein weiterkommen fast * unmöglich macht* !
Und sollte man laut Alice nich schon vor dem Frühstück an 3 unmögliche Dinge denken ? 😉
Kann man bei euch spülen , wie im Restaurant wenn man nich zahlen kann ?
Bin Sozi/Streetworkerin & Tierpsychologin….. studiere obendrauf vom Mund abgespart noch Erlebnispädagogik…….
Ich seid die ersten die Wörter gaben mit denen ich etwas anfangen konnte !
Ich bin aber hungrig…… 😉
Liebste Grüsse von einem Schweizer Zebra ……..
Ich habe den Tipp bekommen mal hier nachzugucken, weil ich meinem Visavi so in Erscheinug trat. Hat was, muss ich sagen.
Eine art Vernachlässigung, nicht bekaempft, denn da hielt man sich tunlichste fern. Ja nicht in den Hammer laufen, denn andere können ja alles besser, was in entsprechender gesellschaftlicher Angesehenheit resultierte. Scheu sein bringt viel, Sicherheit oft.
Hat den Nachteil dass man nicht probiert, was eventuell schief gehen könnte. Aber hat auch Vorteile, man denkt unbesehen der Allgemeinheit über Dinge nach, von denen man nicht versteht, warum verstehen die andern das denn nicht.
Haflinger leben aus meiner Sicht mit einem überschaubar ausdifferenzierten Weltbild. Eine Tatsache, die immer wieder zu unlogischen und wenig zielführenden Entscheidungen führt. Ich habe oft den Eindruck, dass Hafflinger mir gedanklich nicht folgen können und der Meinung sind, ich hätte wohl das Problem nicht verstanden. Ich hingegen wundere mich über deren unflexible Sichtweise ohne originelle kluge Lösungen. Nur das Wiederkäuen von Allgemeinplätzen finde ich zu wenig.
Danke herzlichst für deine Beschreibung über hochsensitive Naive. Das war ein grosses Aha- Erlebnis für mich. Ich fühlte mich bis vor 2 Jaren mehr als Aussenseiter u. Nicht dazugehörig.Ab jetzt bin ich ein buntes Zebra u. Stehe zu d. Ausserwöhnlichkeit voll u. Ganz. Yuhuu…. danke
Also ich habe zwar nur einen durchschnittlichen bis leicht überdurchschnittlichen IQ, zeige aber ziemlich viele Anzeichen die Hochbegabte auch haben, wenn mir etwas schlecht gelingt bin ich extrem unzufrieden mit mir selbst und bin extrem kritisch mir selbst gegenüber und habe sehr viele Ideen für verrückte Ideen, kann man eigentlich auch hoch begabt sein, wenn man keinen extrem hohen IQ hat? Warum ist das so? Mein Problem ist, dass ich einfach nicht schnell bin sondern langsam, können also nur Schnelle hoch begabt sein? IQ-Tests sagen ja noch nichts über Gedächtnisleistungen von einzelnen Personen aus oder? Auch habe ich gehört, dass emotionale Gefühle oder das Erstellen von Bildern im Kopf mehr Gehirnkapazität brauchen als mathematische Leistungen. Auch soll es Medikamente geben, die die Gehirnaktivität auf bis zu 70 % erhöhen, allerdings sieht man dann nur noch Farben und Formen und ist nicht mehr in der Lage klar zu denken.
Warum ist das so? Und ob ihr es glaubt oder nicht ich habe schon ein buntes Zebra gemalt…! 😉
Hallo Himmelspoetin,
lass Dir bitte von niemandem ein Problem, oder sonst etwas negatives einreden. Man ist meist nur durch Nachdenken unglücklich und das dann auch nur, weil die Umwelt bzw. die Mitmenschen diese Stimmung in einem erzeugen konnte. Solange man morgens aufsteht, gesund ist und keine chronischen Leiden besitzt, solange hat niemand ein Problem.
Noch viel weniger, hat irgendjemand das Recht über Dich, Dein Wesen, oder Dein Sein zu urteilen und zu richten, bis auf den Richter vor einem Gericht natürlich.
Du schreibst, Du bist zu langsam und das Dir dies Probleme bereitet.Vielleicht ist die Welt um uns herum inzwischen aber auch einfach nur viel zu schnell. Man sagt doch, in der Ruhe liegt die Kraft und dies ist in der Tat so. Deinen Zeilen kann man ja entnehmen, dass Du ein selbstkritischer Mensch bist, also reflektierst Du Dich und bist daran bestrebt, Dich stetig zu verbessern. Darüber hinaus bist Du in Deiner Art Gewissenhaft und ordentlich. Ich kann da beim bestem Willen bei Dir kein Problem feststellen, doch lass mich bitte raten.Das Du angeblich zu langsam bist und all die anderen Sachen, die Dich vielleicht sonst noch belasten, kommen im Grunde nicht von Dir, sondern sind von außen, von Deinen Mitmenschen an Dich herangetragen worden bzw. hat man Dir das so ins Gewissen geredet? Meist steht man ja mit seiner Meinung alleine da und hat gleich mehrere auf einmal gegen sich. Ich kann mich da natürlich auch irren und auch nur für mich und aus meiner Erfahrung heraus sprechen, doch bei mir und bei allem was ich so beobachten konnte, da war es so. Die meisten Menschen
leben nicht im Zustand des Gewahrsein oder in Harmonie mit Ihrer Umwelt, sondern sind durch das Ego und seinen Eigenschaften wie z.B Gier, Neid, Missgunst etc. in sich selbst gefangen.Man sagt ja, der größte Feind den man hat, ist man selbst. Das Ego ist nahezu an allem Leid auf Erden schuld und es wird sofort die Gelegenheit nutzen und jemandem der sich die Dinge zu Herzen nimmt versuchen, negatives ins Gewissen einzureden. Da das Ego nicht in der Lage ist zu reflektieren, kannst Du Dich freuen, denn Du bist eine gute Seele. Wenn Du also keinem mit Absicht schadest, oder Schaden zufügen willst und nur nach Frieden bzw. Harmonie strebst, dann lass Dir ja nichts von denen gefallen oder einreden, die Dir dumm kommen und nur neidisch auf Dich sind! Es sind die anderen, die sich verändern müssen, aber nicht Du !
In diesem Sinne liebe Himmelspoetin, pass gut auf Dich auf ja !!!!?
Liebe Grüße sendet Dir der Eike-Christian……vielleicht bis irgendwann einmal !
P.S. diese Medikamente, die die Gehirnaktivität steigern sollen, tun dies nicht wirklich, oder machen einen gar schlauer.
Sie öffnen lediglich Türen im Bewusstsein, im Unterbewusstsein um genau zu sein. Ist vielleicht ne tolle Erfahrung, wenn
man plötzlich Farben hören und Töne schmecken kann. Ich stell es mir aber ganz schön einsam vor, wenn man allein mit so einer Gehirnleistung wäre.
Wow, was für eine gute Beschreibung!!!
Liebe Anne, da finde ich mich mit meinen Gefühlen gut erkannt… in der Ursprungsfamilie, im Job, im Alltag. Ich fühle mich bunt und finde bunt schön. Manchmal macht es mich allerdings auch traurig, wütend und ich fühlte mich auch manchmal sehr einsam. Das hat sich geändert, seitdem ich zu mir und meinen „Farben“ stehe. Ich bin auf meinem Weg… und ich weiß nicht, wo er hin führt 😉
Ich umarme Dich!
von Herzen,
Sabine