Das bunte Zebra: Anderssein in einer Haflinger-Welt

Das bunte Zebra: Anderssein in einer Haflinger-Welt
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Vielleicht kennst du dieses Gefühl, seit du denken kannst. Du gehörst irgendwie dazu und doch nie ganz. Du nimmst mehr wahr, denkst schneller, fühlst tiefer und bist oft erschöpft von Situationen, die für andere ganz normal scheinen. Ich nenne diese Menschen liebevoll „bunte Zebras“. In diesem Artikel erfährst du, woher dieses Bild kommt, warum es Tausende berührt und was hinter Hochsensibilität, Hochbegabung, Vielbegabung, ADHS und Autismus steckt. Dein Anderssein ist keine Störung. Es ist eine Wahrnehmungsarchitektur, die diese Welt dringend braucht.

Du hast dich immer anders gefühlt. Nicht ein bisschen anders, sondern grundlegend. Du hast dir das nicht eingebildet. Du hast es gespürt, lange bevor du Worte dafür hattest.

In hunderten Gesprächen in der HOCHiX-Akademie höre ich immer wieder dieselben Sätze. „Ich habe mich immer gefühlt, als wäre ich vom falschen Stern.“ „Ich dachte lange, ich wurde im Krankenhaus vertauscht.“ Und ganz leise: „Ich wusste immer, dass etwas mit mir anders ist. Ich wusste nur nie, was.“

Aus diesen Gesprächen, aus der Arbeit mit hochsensiblen, hochsensitiven, hochbegabten, vielbegabten und autistischen Menschen, ist das Bild der bunten Zebras entstanden. Es war das einzige Bild, das die Realität dieser Menschen ehrlich beschrieb.

Wie ein Bild entstand, das Tausende wiedererkannten

Haflinger sind wunderbare Pferde. Sozial, freundlich, herdenorientiert, anpassungsfähig. Sie fühlen sich wohl in Gruppen, sie kennen die Regeln ihrer Welt und sie leben gut damit. Es gibt nichts Schlechtes an Haflingern. Die Welt ist für sie gebaut und sie funktionieren darin.

Stell dir nun ein Zebra vor, das in dieser Herde aufwächst. Nicht irgendein Zebra, sondern eines mit bunten Streifen. Ein Wesen, das nicht nur anders aussieht, sondern anders wahrnimmt, anders denkt, anders fühlt. Ein Wesen, das die Welt in Farben sieht, die Haflinger nicht einmal ahnen.

Das bunte Zebra ist eine Metapher für Fremdheit, die nicht wegzureden, nicht wegzutherapieren und nicht wegzutrainieren ist. Es ziert heute zwei meiner Buchcover. Mein erstes Buch wurde damit zum Bestseller und ist mittlerweile in der 9. Auflage erschienen.

Neurodivergenz: Wenn dein Nervensystem die Welt anders liest

Das bunte Zebra war mein Versuch, etwas in ein Bild zu fassen, das die Wissenschaft heute unter dem Begriff Neurodivergenz zusammenfasst. Neurodivergente Menschen, also Menschen mit Hochsensibilität, Hochsensitivität, Hochbegabung, Vielbegabung, ADHS oder Autismus, verarbeiten Informationen anders.

Ihr Nervensystem reagiert intensiver auf Reize, filtert weniger, nimmt mehr auf und braucht deshalb andere Bedingungen, um gut zu funktionieren. Das klingt technisch. Doch was es im Alltag bedeutet, ist alles andere als technisch.

Es bedeutet, dass du als Kind spürst, wenn deine Eltern streiten, obwohl sie lächeln. Dass du in der Schule vor Langeweile fast stirbst, während alle anderen zufrieden mitschreiben. Dass du nach einem Tag unter Menschen so erschöpft bist, als hättest du einen Marathon gelaufen und dass du Muster erkennst, die andere nicht sehen.

Neurodivergenz ist keine Krankheit. Sie ist eine neurologische Variante, ein anderes Betriebssystem. Dieses Betriebssystem läuft in einer Welt, deren gesamte Infrastruktur für ein anderes System gebaut wurde.

Hochsensibilität: Die Welt mit offenen Sinnen

Hochsensible Menschen nehmen sensorische Reize intensiver wahr. Geräusche, Gerüche, Licht, Stimmungen, Texturen. Was für andere ein normaler Hintergrund ist, wird für dich zum Vordergrund. Elaine Aron hat in den 1990er Jahren die wissenschaftliche Grundlage dafür geschaffen.

Ein normaler Arbeitstag im Großraumbüro fühlt sich für einen hochsensiblen Menschen an wie ein Tag auf einem Festival. Ein Dauerfeuer an Reizen, dem du nicht entkommen kannst. Konflikte sind nicht einfach unangenehm. Sie schmerzen körperlich.

Hochsensibilität ist keine Schwäche. Doch in einer Welt, die Geschwindigkeit belohnt und Tiefe bestraft, fühlt sie sich oft so an. Wenn du dich darin wiederkennst, kannst du dich mit dem kostenlosen Hochsensibilitätstest der HOCHiX-Akademie besser einordnen.

Hochsensitivität: Wenn die feinen Schichten mitschwingen

Hochsensitive Menschen nehmen zusätzlich feinstoffliche Informationen auf, die jenseits der klassischen fünf Sinne liegen. Du spürst Stimmungen in einem Raum, bevor jemand ein Wort gesagt hat. Du weißt, dass etwas nicht stimmt, ohne benennen zu können, woran du es merkst.

Das ist keine Esoterik. Es ist ein anderer Modus der Wahrnehmung, der bei manchen Menschen wacher angelegt ist als bei anderen. Die Herausforderung ist, diese Antennen nicht als Last zu erleben, sondern als Werkzeug zu nutzen.

Hochsensitivität verlangt nach Schutz und nach Ausdruck zugleich. Wer seine Antennen nicht regulieren lernt, wird müde. Wer ihnen vertrauen lernt, gewinnt eine seltene Form von Tiefe.

Hochbegabung bei Erwachsenen: Mehr als ein hoher IQ

Wenn Menschen an Hochbegabung denken, sehen sie ein Kind, das mit vier Jahren liest und mit sechs Schach spielt. Die Realität von Hochbegabung bei Erwachsenen sieht völlig anders aus. Viele wissen gar nicht, dass sie hochbegabt sind. Sie wissen nur, dass sie irgendwie nicht reinpassen.

Hochbegabung bei Erwachsenen zeigt sich selten in akademischen Höchstleistungen. Sie zeigt sich in der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, die anderen verborgen bleiben. In einem Gerechtigkeitsempfinden, das körperlich wehtut. In einer Intensität des Erlebens, die zugleich Geschenk und Bürde ist.

Viele spät erkannte Hochbegabte beschreiben den Moment der Erkenntnis als Befreiung. Endlich gibt es einen Namen für das, was sie ihr ganzes Leben lang gespürt haben. Endlich sind sie nicht mehr „zu viel“, sondern anders genug, um eine eigene Kategorie zu verdienen.

Vielbegabung und Scanner-Persönlichkeit

Vielbegabte Menschen, oft auch als Scanner-Persönlichkeiten bezeichnet, tragen eine besondere Spielart der Neurodivergenz in sich. Sie interessieren sich nicht für ein Thema, sondern für zwanzig. Sie beginnen Projekte mit Begeisterung und wenden sich neuen Themen zu, sobald sie das Wesentliche verstanden haben. Nicht aus Unzuverlässigkeit, sondern aus einem tiefen Bedürfnis nach Vielfalt.

Die Welt sagt diesen Menschen ständig: „Entscheide dich endlich.“ „Bleib bei einer Sache.“ „Du bist zu sprunghaft.“ Irgendwann glauben Vielbegabte, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Dabei ist das Gegenteil wahr.

Die Fähigkeit, in vielen Bereichen zu denken, Verbindungen zwischen scheinbar unzusammenhängenden Themen herzustellen und immer wieder neu anzufangen, ist eine der kreativsten Formen von Intelligenz, die es gibt. Genau dafür haben wir den kostenlosen Vielbegabungstest entwickelt.

ADHS bei Erwachsenen: Das Gehirn, das nie leise ist

ADHS bei Erwachsenen ist eines der am meisten missverstandenen Themen in der Neurodivergenz. Viele Menschen denken bei ADHS an den zappelnden Jungen in der Grundschule. Die Realität ist, dass sich ADHS bei Erwachsenen oft völlig anders zeigt, besonders bei Frauen.

Es zeigt sich in Gedankenströmen, die nie aufhören. In einer Aufmerksamkeit, die nicht fehlt, sondern sich nicht steuern lässt. In einer Emotionalität, die von null auf hundert geht, ohne Vorwarnung. In einem Nervensystem, das entweder Vollgas oder Stillstand kennt, aber nichts dazwischen.

ADHS wird oft erst spät erkannt, weil Betroffene über Jahre Kompensationsstrategien entwickelt haben, die so gut funktionieren, dass von außen niemand etwas merkt. Die Kosten dieser Kompensation bezahlen sie mit Erschöpfung, Selbstzweifeln und dem Gefühl, niemals genug zu sein.

Autismus bei Erwachsenen: Die unsichtbare Maske

Autismus bei Erwachsenen, insbesondere bei Frauen, ist vielleicht die am meisten übersehene Form der Neurodivergenz. Während das klassische Bild einen Menschen zeigt, der sozialen Kontakt meidet, zeigen viele autistische Erwachsene ein völlig anderes Bild. Sie sind sozial, kommunikativ, oft sogar beruflich sehr erfolgreich.

Was niemand sieht, ist der Preis, den sie dafür bezahlen. Wer sein ganzes Leben lang maskiert hat, wer gelernt hat, neurotypisches Verhalten nachzuahmen, wer sich in jeder sozialen Situation wie ein Schauspieler auf einer Bühne fühlt, lebt mit einer Erschöpfung, die sich von außen nicht erklären lässt.

Sie kommen nach Hause und können nichts mehr. Sie brauchen Stunden oder Tage, um sich von einem ganz normalen Tag zu erholen. Mein Vater war Asperger-Autist. Ich wusste das als Kind nicht. Für mich war seine Art, die Welt zu sehen, einfach Normalität. Erst viel später verstand ich, dass seine Wahrnehmung die Ausnahme war, nicht die Regel.

20 Jahre in der Dunkelheit: Mein Weg durch die Depression

Ich spreche so offen darüber, weil ich weiß, dass es nötig ist. Zwischen meinem 14. und meinem 34. Lebensjahr lebte ich mit Depressionen. 20 Jahre. Das ist fast die Hälfte eines jungen Lebens. Es gab Phasen, die heller waren, und Phasen, in denen ich nicht wusste, ob ich den nächsten Tag erleben wollte.

Als Therapeutin, als Heilpraktikerin, als Mensch mit all dem Wissen, das ich damals schon hatte, schämte ich mich zutiefst dafür, dass ich meine eigenen Depressionen nicht in den Griff bekam. Ich war Weltmeisterin im Funktionieren, Weltmeisterin im Maske-Tragen, Weltmeisterin darin, „Stehaufmännchen“ zu spielen.

Was mich schließlich befreit hat, war nicht eine bestimmte Therapiemethode. Es war das Verstehen. Das Verstehen, dass ich nicht falsch war, sondern anders. Dass mein Gehirn anders arbeitet, mein Nervensystem anders reagiert, meine Wahrnehmung tiefer geht als die der meisten Menschen um mich herum.

Als ich aufhörte, gegen meine eigene innere Bestimmung zu kämpfen, und sie stattdessen annahm, tauchte meine Seele aus der Nacht ins Morgengrauen auf. Die Befreiung kam nicht durch Reparatur, sondern durch Erkenntnis.

Warum neurodivergente Menschen sich als Fremdkörper fühlen

Zurück zum bunten Zebra. Der Grund, warum dieses Bild so viele Menschen berührt hat, ist einfach. Es beschreibt präzise, was neurodivergente Menschen erleben. Es ist nicht nur ein Gefühl des Andersseins, es ist ein Anderssein, das alle Lebensbereiche durchzieht.

Die Familie, in die du hineingeboren wirst, versteht dich möglicherweise nicht. Nicht weil sie dich nicht liebt, sondern weil ihr die Werkzeuge fehlen, deine Art zu sein einzuordnen. Das Bildungssystem, das dich formen soll, ist für Haflinger gebaut. Für lineare Lernwege, für Anpassung, für Geschwindigkeit in vorgegebenen Bahnen.

Die Arbeitswelt belohnt Konformität und bestraft Originalität. Partnerschaften zwischen neurodivergenten und neurotypischen Menschen stehen vor Herausforderungen, die beiden Seiten oft nicht einmal bewusst sind.

Weil neurodivergente Kinder diese Fremdheit von Anfang an spüren, lernen sie früh, sich anzupassen. Sie verstecken ihre Streifen, dämpfen ihre Farben und verhalten sich so, wie die Haflinger es erwarten. Sie werden zu Meistern der Tarnung. Und bezahlen dafür mit dem Verlust von sich selbst.

Wenn die Streifen mehrere Farben tragen

In der HOCHiX-Akademie arbeiten wir seit über 20 Jahren mit neurodivergenten Menschen, und eines der wichtigsten Dinge, die wir dabei gelernt haben, ist klar. Neurodivergenz kommt selten allein.

Die meisten Menschen, die zu uns kommen, tragen nicht ein Merkmal, sondern mehrere. Hochsensibilität und Hochbegabung. Vielbegabung und ADHS. Autismus und Hochsensitivität. Manche sprechen mittlerweile auch von AuDHS, der Kombination aus Autismus und ADHS. Diese Überschneidungen sind nicht die Ausnahme. Sie sind der Normalfall.

Das bunte Zebra trägt deshalb in der Regel nicht nur eine Farbe. Es ist tatsächlich bunt. Genau das macht die Begleitung dieser Menschen so anspruchsvoll, denn wer nur eine Farbe sieht, übersieht das ganze Bild.

Reflexionsfragen: Erkennst du dich wieder?

●      Wann hast du zum ersten Mal gespürt, dass du anders bist als die Menschen um dich herum?

●      Welche Streifen versteckst du noch, weil du gelernt hast, dass sie nicht erwünscht waren?

●      In welchen Momenten fühlst du dich am meisten du selbst und am wenigsten erklärungsbedürftig?

●      Wer in deinem Leben sieht deine Farben und freut sich daran, statt sie geradebiegen zu wollen?

Was neurodivergente Menschen wirklich brauchen

Neurodivergente Menschen brauchen keine Reparatur. Sie brauchen Verstehen. Menschen in ihrem Umfeld, die nicht versuchen, ihre Streifen geradezubiegen, sondern die anerkennen, dass diese Streifen Ausdruck einer neurologischen Realität sind, die ebenso gültig ist wie jede andere.

Sie brauchen Coaches und Therapeuten, die selbst neurodivergent sind oder zumindest die Tiefe dieser Erfahrung wirklich begreifen. Ein Haflinger, der noch so wohlmeinend ist, kann einem bunten Zebra nicht erklären, wie es in einer Haflinger-Welt überleben soll. Er kennt die Landschaft, aber er kennt nicht die Farben.

Und neurodivergente Menschen brauchen den Mut, ihre Farben zu zeigen. Das klingt so leicht und ist so schwer. Nach Jahren des Versteckens, nach all den Erfahrungen von Ablehnung, Unverständnis und dem leisen, zermürbenden Gefühl, falsch zu sein, braucht es enorm viel Kraft, um die Maske abzulegen und zu sagen: „Das bin ich. Ganz. Bunt. Unverschämt lebendig.“

Bunte Zebras verändern die Welt

Ich glaube zutiefst, und nach 37 Jahren Arbeit mit neurodivergenten Menschen sage ich das mit Überzeugung. Neurodivergente Menschen machen die Welt besser. Nicht trotz ihres Andersseins, sondern genau deswegen.

Sie sehen, was andere übersehen. Sie stellen Fragen, die andere nicht zu stellen wagen und sie finden Lösungen, die neurotypisches Denken gar nicht hervorbringen kann, weil neurotypisches Denken in den Bahnen bleibt, die schon gelegt sind.

Die Welt braucht hochsensible Menschen, die spüren, wenn etwas nicht stimmt, lange bevor die Zahlen es zeigen. Sie braucht hochbegabte Köpfe, die Systeme hinterfragen, die alle anderen für selbstverständlich halten. Sie braucht vielbegabte Scanner, die Verbindungen herstellen, die niemand sonst sieht. Sie braucht Menschen mit ADHS, deren Energie und Kreativität Dinge in Bewegung bringt, die sonst stillstünden und sie braucht autistische Menschen, deren Klarheit und Ehrlichkeit eine Welt durchschneidet, die sich in Konventionen und Höflichkeitsfloskeln versteckt.

Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst, dann möchte ich dir etwas sagen. Du bist nicht zu viel. Du bist nicht zu wenig. Du bist nicht falsch: Du bist ein buntes Zebra. Und die Welt ist besser, weil es dich gibt.

In der HOCHiX-Akademie findest du kostenlose Tests, mit denen du deine eigene neurodivergente Konstellation besser einordnen kannst, eine kostenlose Community, in der Anderssein gefeiert statt erklärt wird, und eine Coaching-Ausbildung für Menschen, die andere bunte Zebras professionell begleiten wollen.

Du bist nicht falsch programmiert. Dein Nervensystem liest die Welt einfach in mehr Farben. Hör auf, dich zu hinterfragen. Lerne, dich zu verstehen. Und dann zeige der Welt, was sie ohne dich übersehen würde.

Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.

Herzlichst
Anne

Quellen und weiterführende Bücher

Heintze, Anne (2017): Auf viele Arten anders. Hochsensibel, hochsensitiv, hochbegabt oder vielbegabt? Goldmann.

Heintze, Anne (2014): Außergewöhnlich normal. Wie hochsensible, hochsensitive, hochbegabte und vielbegabte Menschen leben. Goldmann.

Aron, Elaine N. (1996): The Highly Sensitive Person. Broadway Books.

HOCHiX-Akademie: Online-Tests, Coaching und Community unter www.hochix.com.

Kommentare

7 Kommentare

  1. Hey Zebras…..

    Wie gerne wäre man ein Individuum aus dieser Herde…. nur eben gerade die ausgegrenzten Zebras haben es schwer sich fernab der Mainstreamherde durchzuschlagen ….

    Eure Kosten finde ich ok, nur sind sie wie *spezielles * Wissen unerschwinglich…… womit es ein weiterkommen fast * unmöglich macht* !
    Und sollte man laut Alice nich schon vor dem Frühstück an 3 unmögliche Dinge denken ? 😉

    Kann man bei euch spülen , wie im Restaurant wenn man nich zahlen kann ?
    Bin Sozi/Streetworkerin & Tierpsychologin….. studiere obendrauf vom Mund abgespart noch Erlebnispädagogik…….
    Ich seid die ersten die Wörter gaben mit denen ich etwas anfangen konnte !
    Ich bin aber hungrig…… 😉
    Liebste Grüsse von einem Schweizer Zebra ……..

  2. Ich habe den Tipp bekommen mal hier nachzugucken, weil ich meinem Visavi so in Erscheinug trat. Hat was, muss ich sagen.
    Eine art Vernachlässigung, nicht bekaempft, denn da hielt man sich tunlichste fern. Ja nicht in den Hammer laufen, denn andere können ja alles besser, was in entsprechender gesellschaftlicher Angesehenheit resultierte. Scheu sein bringt viel, Sicherheit oft.
    Hat den Nachteil dass man nicht probiert, was eventuell schief gehen könnte. Aber hat auch Vorteile, man denkt unbesehen der Allgemeinheit über Dinge nach, von denen man nicht versteht, warum verstehen die andern das denn nicht.

    1. Haflinger leben aus meiner Sicht mit einem überschaubar ausdifferenzierten Weltbild. Eine Tatsache, die immer wieder zu unlogischen und wenig zielführenden Entscheidungen führt. Ich habe oft den Eindruck, dass Hafflinger mir gedanklich nicht folgen können und der Meinung sind, ich hätte wohl das Problem nicht verstanden. Ich hingegen wundere mich über deren unflexible Sichtweise ohne originelle kluge Lösungen. Nur das Wiederkäuen von Allgemeinplätzen finde ich zu wenig.

  3. Danke herzlichst für deine Beschreibung über hochsensitive Naive. Das war ein grosses Aha- Erlebnis für mich. Ich fühlte mich bis vor 2 Jaren mehr als Aussenseiter u. Nicht dazugehörig.Ab jetzt bin ich ein buntes Zebra u. Stehe zu d. Ausserwöhnlichkeit voll u. Ganz. Yuhuu…. danke

  4. Also ich habe zwar nur einen durchschnittlichen bis leicht überdurchschnittlichen IQ, zeige aber ziemlich viele Anzeichen die Hochbegabte auch haben, wenn mir etwas schlecht gelingt bin ich extrem unzufrieden mit mir selbst und bin extrem kritisch mir selbst gegenüber und habe sehr viele Ideen für verrückte Ideen, kann man eigentlich auch hoch begabt sein, wenn man keinen extrem hohen IQ hat? Warum ist das so? Mein Problem ist, dass ich einfach nicht schnell bin sondern langsam, können also nur Schnelle hoch begabt sein? IQ-Tests sagen ja noch nichts über Gedächtnisleistungen von einzelnen Personen aus oder? Auch habe ich gehört, dass emotionale Gefühle oder das Erstellen von Bildern im Kopf mehr Gehirnkapazität brauchen als mathematische Leistungen. Auch soll es Medikamente geben, die die Gehirnaktivität auf bis zu 70 % erhöhen, allerdings sieht man dann nur noch Farben und Formen und ist nicht mehr in der Lage klar zu denken.
    Warum ist das so? Und ob ihr es glaubt oder nicht ich habe schon ein buntes Zebra gemalt…! 😉

    1. Hallo Himmelspoetin,

      lass Dir bitte von niemandem ein Problem, oder sonst etwas negatives einreden. Man ist meist nur durch Nachdenken unglücklich und das dann auch nur, weil die Umwelt bzw. die Mitmenschen diese Stimmung in einem erzeugen konnte. Solange man morgens aufsteht, gesund ist und keine chronischen Leiden besitzt, solange hat niemand ein Problem.
      Noch viel weniger, hat irgendjemand das Recht über Dich, Dein Wesen, oder Dein Sein zu urteilen und zu richten, bis auf den Richter vor einem Gericht natürlich.
      Du schreibst, Du bist zu langsam und das Dir dies Probleme bereitet.Vielleicht ist die Welt um uns herum inzwischen aber auch einfach nur viel zu schnell. Man sagt doch, in der Ruhe liegt die Kraft und dies ist in der Tat so. Deinen Zeilen kann man ja entnehmen, dass Du ein selbstkritischer Mensch bist, also reflektierst Du Dich und bist daran bestrebt, Dich stetig zu verbessern. Darüber hinaus bist Du in Deiner Art Gewissenhaft und ordentlich. Ich kann da beim bestem Willen bei Dir kein Problem feststellen, doch lass mich bitte raten.Das Du angeblich zu langsam bist und all die anderen Sachen, die Dich vielleicht sonst noch belasten, kommen im Grunde nicht von Dir, sondern sind von außen, von Deinen Mitmenschen an Dich herangetragen worden bzw. hat man Dir das so ins Gewissen geredet? Meist steht man ja mit seiner Meinung alleine da und hat gleich mehrere auf einmal gegen sich. Ich kann mich da natürlich auch irren und auch nur für mich und aus meiner Erfahrung heraus sprechen, doch bei mir und bei allem was ich so beobachten konnte, da war es so. Die meisten Menschen
      leben nicht im Zustand des Gewahrsein oder in Harmonie mit Ihrer Umwelt, sondern sind durch das Ego und seinen Eigenschaften wie z.B Gier, Neid, Missgunst etc. in sich selbst gefangen.Man sagt ja, der größte Feind den man hat, ist man selbst. Das Ego ist nahezu an allem Leid auf Erden schuld und es wird sofort die Gelegenheit nutzen und jemandem der sich die Dinge zu Herzen nimmt versuchen, negatives ins Gewissen einzureden. Da das Ego nicht in der Lage ist zu reflektieren, kannst Du Dich freuen, denn Du bist eine gute Seele. Wenn Du also keinem mit Absicht schadest, oder Schaden zufügen willst und nur nach Frieden bzw. Harmonie strebst, dann lass Dir ja nichts von denen gefallen oder einreden, die Dir dumm kommen und nur neidisch auf Dich sind! Es sind die anderen, die sich verändern müssen, aber nicht Du !

      In diesem Sinne liebe Himmelspoetin, pass gut auf Dich auf ja !!!!?

      Liebe Grüße sendet Dir der Eike-Christian……vielleicht bis irgendwann einmal !

      P.S. diese Medikamente, die die Gehirnaktivität steigern sollen, tun dies nicht wirklich, oder machen einen gar schlauer.
      Sie öffnen lediglich Türen im Bewusstsein, im Unterbewusstsein um genau zu sein. Ist vielleicht ne tolle Erfahrung, wenn
      man plötzlich Farben hören und Töne schmecken kann. Ich stell es mir aber ganz schön einsam vor, wenn man allein mit so einer Gehirnleistung wäre.

  5. Wow, was für eine gute Beschreibung!!!
    Liebe Anne, da finde ich mich mit meinen Gefühlen gut erkannt… in der Ursprungsfamilie, im Job, im Alltag. Ich fühle mich bunt und finde bunt schön. Manchmal macht es mich allerdings auch traurig, wütend und ich fühlte mich auch manchmal sehr einsam. Das hat sich geändert, seitdem ich zu mir und meinen „Farben“ stehe. Ich bin auf meinem Weg… und ich weiß nicht, wo er hin führt 😉

    Ich umarme Dich!
    von Herzen,
    Sabine

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