Eifersucht und Verlustangst in Beziehungen bei Hochsensiblen: Wenn der Sturm im Herzen tobt

Eifersucht und Verlustangst in Beziehungen bei Hochsensiblen: Wenn der Sturm im Herzen tobt
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Eifersucht. Verlustangst. Zwei Gefühle, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen können, besonders wenn wir hochsensibel sind. Doch lass uns eines vorweg klarstellen: Diese Gefühle machen dich nicht schwach oder falsch. Sie sind Hinweise – auf alte Wunden, unbewusste Ängste und das tief verwurzelte menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und Verbindung.

Warum Eifersucht und Verlustangst oft Hand in Hand gehen

Eifersucht ist oft ein Symptom, keine Ursache. Sie zeigt uns, wo unser Vertrauen ins Wanken gerät – in den Partner, aber vor allem in uns selbst.

Verlustangst hingegen hat ihre Wurzeln meist in der Kindheit, in der Art und Weise, wie wir Bindungen erlebt haben. Eine unsichere oder vermeidende Bindung kann dazu führen, dass wir im Erwachsenenalter ständig Angst haben, Menschen zu verlieren, die uns wichtig sind.

Provokation gefällig? Eifersucht ist wie ein Brandmelder ohne Batterie: Sie macht viel Lärm, hilft aber nicht wirklich, das Feuer zu löschen. Stattdessen stehst du in der Rauchwolke deiner eigenen Ängste.

Was diese Gefühle mit dir machen können

Wenn Eifersucht und Verlustangst die Kontrolle übernehmen, wird die Beziehung zu einem ständigen Balanceakt. Du hinterfragst dich, deinen Partner, und manchmal sogar die gesamte Verbindung.

Deine Gedanken drehen sich wie ein Karussell, und je schneller es wird, desto mehr verlierst du den Halt.

Dabei können diese Gefühle nicht nur die Beziehung belasten, sondern auch dein Selbstwertgefühl untergraben.

Der Ursprung: Bindung und alte Wunden

Eifersucht und Verlustangst sind nicht deine Feinde. Sie sind wie kleine Leuchttürme, die dir zeigen, wo alte Verletzungen verborgen liegen.

Hast du als Kind erlebt, dass Liebe unzuverlässig oder an Bedingungen geknüpft war? Oder dass wichtige Menschen plötzlich aus deinem Leben verschwanden?

Solche Erfahrungen prägen unser Bindungsverhalten und können uns auch im Erwachsenenalter verfolgen.

Was du tun kannst: Deine innere Festung bauen

Es gibt Wege, mit diesen Gefühlen umzugehen – Wege, die nicht nur deine Beziehung stärken, sondern auch dich selbst. Hier ein paar Impulse:

  1. Selbstvertrauen aufbauen
    • Deine Beziehung zu dir selbst ist die wichtigste Basis. Nimm dir Zeit, um deine Stärken zu erkennen und zu feiern. Du bist mehr als genug – mit oder ohne Partner.

  2. Offene Kommunikation
    • Sprich mit deinem Partner über deine Ängste, aber ohne Vorwürfe. Sag zum Beispiel: „Manchmal habe ich Angst, nicht genug zu sein. Kannst du mir helfen, diese Angst zu verstehen?“

  3. Alte Wunden heilen
    • Wenn du spürst, dass deine Ängste aus der Vergangenheit kommen, arbeite daran. Journaling, Meditation oder sogar professionelle Begleitung können dir helfen, diese Wunden zu erkennen und zu versorgen.

  4. Den Fokus verlagern
    • Statt dich auf deine Ängste zu konzentrieren, frage dich: „Was kann ich heute tun, um meine Beziehung zu mir selbst zu stärken?“

 

Eine inspirierende Geschichte: Lisa und der Weg aus der Verlustangst

Lisa kam zu mir, weil sie von starker Verlustangst geplagt war. Diese Angst hatte sie so sehr in ihren Bann gezogen, dass sie begann, sich selbst zu verbiegen. Sie passte sich an, versuchte, es ihrem Partner immer recht zu machen, und verlor dabei nach und nach den Kontakt zu ihrem wahren Selbst. Sie spürte, wie sie unsicher wurde und ihre eigene Stimme immer leiser wurde.

Ihr Partner, ebenfalls hochsensibel, bemerkte diese Veränderung. Er fragte immer wieder liebevoll: „Wie geht es dir wirklich? Warum hast du das Gefühl, unsicher zu sein?“ Statt ihre Angst zu ignorieren, begegnete er ihr mit Wertschätzung und Geduld. Diese offene Kommunikation half Lisa, ihre eigenen Schatten anzuschauen und Schritt für Schritt zu bearbeiten. Sie begann, ihre wahren Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren.

Lisa sagte später, dass diese Arbeit an ihren Ängsten ihre Partnerschaft nicht nur gerettet, sondern mit Licht und Leichtigkeit gefüllt hat. Sie fand zu sich selbst zurück und lernte, dass wahre Liebe immer mit Authentizität beginnt.

Du bist nicht allein

Eifersucht und Verlustangst sind universelle Gefühle. Sie bedeuten nicht, dass du scheiterst oder dass deine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Sie sind Chancen – Gelegenheiten, zu wachsen, deine eigenen Wunden zu heilen und dich selbst besser zu verstehen. Denn je sicherer du in dir selbst wirst, desto stabiler wird auch deine Verbindung zu anderen.

Also, atme tief durch. Du bist nicht allein. Und ja, du kannst etwas dagegen tun. Der erste Schritt? Schau nicht auf die Lärmenden in deinem Kopf, sondern auf die leise Stimme in deinem Herzen, die dir zuflüstert: „Du bist genug.“

Ich hoffe, ich habe das Geschenk deiner Zeit verdient.

Sonnige Grüße von
Anne

 

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